Wenn ich verreise, versuche ich immer die dazu passende Literatur zu finden. Als wir vor einigen Jahren zum ersten (und leider bisher einzigen) Mal in die Schweiz zum Wandern fuhren, bin ich zufällig auch auf dieses Buch gestoßen. Wir waren zwar in Graubünden aber ich fand, wenn ich in einer Berghütte sitze, könnte dieses Buch genau das richtige sein.
Dass es ein wunderbares Buch ist,(was ich so nicht vermutet hätte - habe eine starke Esoterik-Allergie ;-) ), haben sowohl mein Mann als auch ich sofort gefunden. Warum und wieso haben ja andere schon beschrieben.
Ich möchte hier aber unbedingt darauf aufmerksam machen, dass wir keinen Moment Probleme mit der Sprache hatten! (Nicht mehr als mit der Sprache der uns umgebenden Schweizer damals ;-) ) Natürlich sollte man eine gewisse Fähigkeit mitbringen, sich in "fremdartige" Sprachen einzulesen. Aber das meiste erschließt sich doch aus dem Zusammenhang. Und ich finde, ein bißchen Mühe lohnt sich, wenn man dafür erfährt, was z.B. ein "Tuntscheli" ist! Und glaubt mir - es ist nicht so harmlos, wie es sich anhört...
Ich komme jetzt auf das Buch zurück, weil ich aufgrund äußerst langweiliger Renovierungsarbeiten was für auf die Ohren suchte und mir nun zum ersten Mal das Hörbuch auch angehört habe, das wir schon lange im Regal liegen hatten. Das Hörbuch ist fast noch schöner als das Buch. Mit der Zeit möchte man diese wunderbare Sprachmelodie gar nicht mehr missen (so war es auch damals im Urlaub). Und manchmal versteht man einen Satz in echtem Schweizerdeutsch (kommt schonmal vor bei wörtlicher Rede) nicht wirklich. Ja und?
Langer Rede kurzer Sinn: man sollte sich unbedingt BEIDES zu Gemüte führen. Und das nicht nur als Schweizer! Und da hier die eine oder andere Rezension abschreckend wirken könnte, habe ich jetzt halt meinen Senf auch noch dazu gegeben...