Das erste gemeinsame Aufeinandertreffen von Pat Metheny und Brad Mehldau nährte den Eindruck, dass diese beiden Musiker irgendwie nicht richtig zueinander passen. Ja sie spielten teilweise aneinander vorbei. Man sehnte mich hier schon eher wieder an ein neues Projekt der Pat Metheny Group. Auch wenn hier in den letzten Jahren etwas die Luft raus war. The Way Up war letztlich gut gelungen. Live allerdings deutlich besser.
Bei der Neuauflage des Gipfeltreffens von Pat und Brad - hier im Wesentlichen mit Rhythmusektion - stellt sich der Wunsch nach einem neuen Bandprojekt nicht mehr so intensiv. Wenn dieses Album auch deutlich mehr als das vorherige den Stempel von Pat trägt, so kann es unbeachtet der vielen Gitarrensounds nicht als Egotrip betrachtet werden. Vielmehr scheint der treibende Rhythmus von Jeff Ballard die beiden Protagonisten zu solistischen Höhenflügen zu bringen. Während das mit der 42-saitigen Pikasso-Gitarre The Sound Of Water an "Into The Dream" von Imaginary Day erinnert, gehen die beiden mit dem Gitarrensynthie eingespielten Titel "Fear And Trembling" und noch vielmehr "Towards The Lights" in Richtung Offramp, wobei die Virtuosität des Solos von Towards The Lights frühere Synthie-Solos deutlich in den Schatten stellt. Das ganze Projekt erinnert stark an die Pat Metheny Group der ECM-Ära. Die Virtuosität von Brad Mehldau kommt bei den Duettstücken besser zur Geltung. Hier ergänzen sich die beiden Solisten besser als beim ersten gemeinsamen Album. Es wäre ja mal interessant zu wissen, wie ältere PMG-Titel wie AYGWM oder Song For Bilbao in dieser Formation klingen würden. Für Pat Metheny Fans ist die CD ein Muss.