ein nicht unanstrengendes album. beim ersten hören denkt man: wiebidde? beim zweiten hören denkt man: wahnsinn, das ist vermutlich genial. beim dritten hören denkt man: wahnsinn, das ist ganz sicher genial. beim vierten hören denkt man: ein fünftes mal will ich's jetzt aber nicht hören.
page und plant lösten einige große und mittelgroße zeppelin-songs aus dem hardrock-kontext und retteten sie damit aus der nostalgiefalle. das ist eine gute tat. insgesamt aber hat dieses heillose durcheinander aus rock, unpluggedsound, orchester-scores, afrikanischer, arabischer und indischer volksmusik und europäischem folk etwas bemühtes, wichtig sein wollendes, den hörer ermüdendes.
man muss ihnen aber zu gute halten, dass man die kraft, die inspiration, welche dieses projekt tragen, deutlich spürt.
symptomatisch für das ganze ist die version von "kashmir": die vielen atmo-wechsel sind ungeheuer spannend, man sieht ein bild, das man gut zu kennen glaubte, plötzlich ganz anders ausgeleuchtet. aber den reißtest mittels dehnung auf 12 minuten besteht das durchaus elastische lied dennoch nur mit knapper not.
fazit: ein bemerkenswertes nebenwerk. viele haben es, wenige hören es, tät ich mal vermuten.