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Quarantäne: Roman Taschenbuch – 1. September 2007


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Produktinformation

  • Taschenbuch: 480 Seiten
  • Verlag: Heyne Verlag (1. September 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3453523164
  • ISBN-13: 978-3453523166
  • Originaltitel: Blind Lake
  • Größe und/oder Gewicht: 11,8 x 3,4 x 18,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (26 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 584.926 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Der Journalist Chris Carmody begibt sich ins Niemandsland von Minnesota, um eine Reportage über „das Auge“ zu schreiben: Ein Quantenteleskop, mit dessen Hilfe man unbemerkt das Leben auf einem Millionen Lichtjahre entfernten Planeten beobachten kann. Kurz nach seinem Eintreffen verhängt das Militär jedoch eine Quarantäne über die gesamte Einrichtung. Offensichtlich fürchtet man, dass eine Bedrohung von der Maschine ausgehen könnte, die inzwischen so komplex ist, dass nicht einmal ihre Erfinder sie mehr begreifen ...

Robert Charles Wilson, der mit Spin einen der gefeiertsten Science-Fiction-Romane der letzten Jahre vorgelegt hat, verschmilzt in Quarantäne die Qualitäten eines Wissenschaftsthrillers mit wahrhaft kosmischer Ideen-SF. Wie so oft in den besten phantastischen Romanen begegnen die Hauptfiguren von Quarantäne in der Konfrontation mit dem Unbegreiflichen vor allem sich selbst. Wilson setzt dabei das klassische Prinzip der Isolation ein, um das Beste – und das Schlimmste - in seinen Figuren hervorzukehren.

Überhaupt hat der Autor ein Händchen für Figuren, die einem rasch sympathisch werden und zugleich vielschichtig und überraschend sind. Das gilt für Chris Carmody, der sich vom gescheiterten und verbitterten Journalisten zum Helden wandelt, ebenso wie für die zahlreichen Nebenfiguren. Für Thrillerspannung sorgt der Konflikt zwischen der Xenobiologin Marguerite und ihrem paranoiden Ex-Ehemann Ray Scutter, dem jedes Mittel recht ist, um die gemeinsame Tochter in seine Gewalt zu bringen -- die wiederum in einer seltsamen Verbindung mit dem „Auge“ zu stehen scheint.

Solche Figurenschicksale verwebt Wilson geschickt mit den philosophischen und wissenschaftstheoretischen Fragen, die im Zentrum des Romans stehen. Auch hier zeigt er sich als Könner, der komplexe Theorien sprachlich absolut klar darlegt, nahtlos in seine Geschichte einbindet und dabei nicht eine Sekunde lang die Handlung ausbremst.

Quarantäne ist eigentlich alles, was man sich von einem guten Science-Fiction-Roman wünscht: konzeptionell herausfordernd, psychologisch glaubwürdig und garniert mit Momenten kosmischer Erhabenheit. Obendrein ist das Ganze noch so spannend, dass man sich nur zu gern ein Wochenende lang mit diesem Buch einschließen möchte. Einmal mehr beweist Wilson, dass er zur Zeit die Adresse schlechthin für solide und anspruchsvolle Science Fiction ist. -- Jakob Schmidt

Pressestimmen

"Ein grandioses Buch, das zum Besten zählt, was die Science Fiction derzeit zu bieten hat. Sie sollten es unter keinen Umständen verpassen!" (New York Times)

"Robert Charles Wilson erinnert uns an etwas, was wir beinahe schon vergessen hatten: dass die Science Fiction das aufregendste aller literarischen Genres ist." (Toronto Star)

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen

33 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von leo-niss am 18. Oktober 2007
Format: Taschenbuch
... doch leider wurde es nur ein King!

Ich schätze, dass der Autor in Anlehnung an Albert Camus' philosophischen Roman "Die Pest" dieses Werk verfasst hat. Die Story ist einfach: Eine Gruppe von Menschen wird durch äußere Umstände dazu veranlasst, mehrere Monate ohne Kontakt zur Außenwelt miteinander zu leben und zu überleben. Was bei Camus die Pest als Quarantänegrund gegolten hat und dazu diente, unterschiedliche Entwicklungen der menschlichen Wesensmerkmale zu beobachten, ist dieser zustand in diesem Buch zunächst unbegründet.

Und das ist auch der erste Schwachpunkt des Buches: Die Suche nach der Ursache der Quarantäne. Der Autor versucht, die Entwicklung der Charaktere in einer ungewohnten Situation mit der Suche nach dem Grund für eben diese zu vermischen und scheitert meiner meinung nach kläglich. Denn Basis für diesen Roman ist ein mächtiger Quantencomputer, der auf unerklärliche Art und Weise einen Planeten beobachten kann, obwohl keine visuelle Verbindung exestiert.
Es werden lange pseudointellektuelle Passagen darüber geführt, wie das "Wunder" tatsächlich passieren kann, jedoch bricht der Autor diese Diskussion eben an jenem Punkt ab, an dem es gerade für den geforderten Leser interessant wird: Wie wie ist es möglich? Was ist möglich? Die einzige fordernde Diskussion über die Auswirkungen dieses "wunders" auf die Menschen und deren Zustandekommen wird gegen Ende des Romanes vom unmenschlichsten aller Charaktere geführt.

Und dies bringt mich zu meinem nächsten Punkt: Die Charaktere.
Die Geschichte ist letzendlich 08/15mäßig aufgebaut , d.h. ein Held beschützt das arme Mädchen, bzw.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von C. Bernhart am 25. April 2010
Format: Taschenbuch
habe ich mich gefühlt beim Lesen und mich gegen schweren Widerstand und wie in Zeitlupe voraus durch die Seiten bewegt. Wie der Titel "Quarantäne" schon sagt, hat man es mit einer Art "Versuchsanordnung" zu tun von Menschen, die isoliert, wie unter einer Glasglocke leben und agieren, während sie ihrerseits mittels kreativer Computer ein Individuum auf einem fernen Planeten Tag und Nacht akribisch beobachten. Parallel dazu beobachtet der Leser die isolierten Menschen. Es werden hier etliche symbolische oder allegorische Finten eingesetzt, Blind Lake, Mirror Girl, Fenster, Schneemassen, die zusätzlich isolieren und dämpfen, das Philosophieren über den Aufbau von Eiskristallen ...

"Er sah sein Spiegelbild im Fenster, ein über ein Wolkengemälde geklebtes Porträt von einem in eine Glasschicht eingefrorenen Mann."

Wer beobachtet eigentlich wen ? Dieses eher philosophische als actionheischende Grundkonzept ("Versuchsanordnung") fand ich prinzipiell spannend.

Das war's dann aber auch an meinen entgegenkommenden Gedanken für das Buch. Das Defizit in der plastischen und realistischen Schilderung der "Menschen" und ihrer Reaktion auf einen absoluten Ausnahmezustand ist einfach zu groß. Manche Dinge sind einfach nur empörend unplausibel. Da werden Menschen, die reines Dienstleistungspersonal sind und außerhalb wohnen, beim Versuch, das Gelände
zu verlassen, pulverisiert, und die geneigte Masse schweigt, unter ihnen die 3 journalistischen Hauptprotagonisten. Man muß sich vorstellen, daß diese Abriegelung über Monate ging, und das ohne Begründung.
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11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Wolfgang Erharter am 18. Juni 2009
Format: Taschenbuch
Frei von der Leber weg. Da ist sehr, sehr wenig Science in dieser Fiction!

Das Ganze verhält sich in etwa so:

Die Menschheit hat eine neue Supertechnologie entwickelt. Eine Art Supercomputer, der mit Aliens Big Brother veranstaltet. Wie der Computer das macht, weiß allerdings niemand so genau. Er tuts halt. Die Erklärung, warum das Gerät auf irgendeine Weise, die sich niemand erklären kann, Bilder aus einer fremden Welt aus dem Hut zaubert, ist grausig! Nicht schockierend oder unheimlich... sondern einfach nur grausig! Der Robert - der das Buch geschrieben hat - bedient sich bis zu einem gewissen Grad eines "Das-ist-halt-so"-Erzählstils. Nach manchen Passagen musste ich meine Fußnägel suchen gehen.

Erwartet man "richtige" Science-Fiction kommt sich veralbert vor. Science-Fiction - das sei zugegeben - ist Science-Fiction. Aber Plausibilität schadet nie und zumindest ein kleines Bisschen davon sollte im Laufe der Geschichte wenigstens einmal kurz auf einen Sprung vorbeischauen. Aber die Plausibilität kam leider nicht vorbei. Sie war auch nicht nur kurz beim Nachbarn, sondern machte einen ausgedehnten Urlaub in Übersee.

Alles was dieses Buch an Wissenschaft und Technik zu bieten hat, dient lediglich als Rahmenhandlung, um den stereotypen Protagonisten wenigstens den Anschein von Authentizität zu verleihen. Und das ging ebenfalls kräftig in die Hose.

Die Frau hat eine Tochter und einen bösen Mann. Darum ist sie ihm davongelaufen. Der Mann ist böse, darum ist er ihr hinterher gelaufen. Die Tochter ist - natürlich - übersinnlich begabt. (Sie ist nicht direkt übersinnlich begabt, aber im Endeffekt läuft es aufs selbe raus).
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