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Quantum Of Solace [UK Import]

Daniel Craig , Olga Kurylenko , Marc Forster    Nicht geprüft   DVD
2.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (665 Kundenrezensionen)

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Daniel Craig kehrt in Ein Quantum Trost als knallharter James Bond auf die Kinoleinwände zurück. Furioses Actionkino mit Adrenalingarantie.

Zum ersten Mal in der 22-jährigen Bond-Historie ging man das Risiko ein ein lupenreines Sequel zu drehen. Ein Quantum Trost setzt da an, wo Casino Royale vor 2 Jahren endete. Mit dem Deutsch-Schweizer Marc Forster (Monsters Ball,Drachenläufer) konnte man erneut einen veritablen Topregisseur verpflichten, der durch seine Arthouse-Vergangenheit einen ungewöhnlichen Zugang versprach. Auch wenn sich diese Hoffnung nicht wirklich bestätigt hat, ist der neue Bond ein handfestes Stück Actionkino geworden, dass den Vergleich mit den allgegenwärtigen Comic-Adaptionen nicht zu scheuen braucht.

Bond laboriert noch immer am Liebesschmerz und leidet unter dem Verrat durch seine Partnerin Vesper Lynd, die am Ende von Casino Royale in den Trümmern eines venezianischen Palazzos auf mysteriöse Weise umkam. Seine Wut ist grenzenlos und die Auswirkungen drastisch. Vom Gentlemen-Agenten eines Roger Moore ist nichts mehr zu spüren. Bond nietet alles um was ihm in die Quere kommt, um an die Hintermänner zu kommen, die für den tragischen Tod der Geliebten verantwortlich waren. Seine Vendetta führt ihn über Österreich, Italien und Haiti bis nach Südamerika. Dort treibt er unter der uneigennützigen Mithilfe der resoluten Camille (Olga Kurylenko) den Oberbösewicht Dominic Greene (Matthieu Amalric) auf, einen skrupellosen Geschäftsmann und Chef der Organisation „Quantum“, der sich mit einem bolivianischen General verbündet um an unbezahlbare Ressourcen zu kommen die ihm, und wer hätte etwas anderes erwartet, die Kontrolle über die Weltmärkte ermöglicht.

Schluss mit Mätzchen, kein Geschüttelt und Gerührt: Daniel Craig als härtester Film-Bond aller Zeiten treibt die Dekonstruktion uralter Essentials weiter voran und führt auf gewisse Weise dadurch den Prozess der Annäherung an Ian Flemings humorlos-harte Romanvorlagen weiter. Auf der anderen Seite ist Ein Quantum Trost in seiner atemlosen Aneinanderreihung furioser Actionsequenzen und der Unübersichtlichkeit seines Plots auch wieder ganz zeitgemäß und spiegelt aktuelle Befindlichkeiten. Insofern ist das oberste Ziel von „Quantum“, nämlich die Weltmärkte zu kontrollieren, konsequent gedacht. Was gibt es Unübersichtlicheres als die Mechanismen globaler Wirtschaftsmächte? Der neue Bond reiht sich somit nahtlos ins dominierende Big-Budget Actionkino ein. Nicht unbedingt innovativ, aber gnadenlos unterhaltsam.---Thomas Reuthebuch

Produktbeschreibungen

Daniel Craig kehrt in Ein Quantum Trost als knallharter James Bond auf die Kinoleinwände zurück. Furioses Actionkino mit Adrenalingarantie.

Zum ersten Mal in der 22-jährigen Bond-Historie ging man das Risiko ein ein lupenreines Sequel zu drehen. Ein Quantum Trost setzt da an, wo Casino Royale vor 2 Jahren endete. Mit dem Deutsch-Schweizer Marc Forster (Monsters Ball,Drachenläufer) konnte man erneut einen veritablen Topregisseur verpflichten, der durch seine Arthouse-Vergangenheit einen ungewöhnlichen Zugang versprach. Auch wenn sich diese Hoffnung nicht wirklich bestätigt hat, ist der neue Bond ein handfestes Stück Actionkino geworden, dass den Vergleich mit den allgegenwärtigen Comic-Adaptionen nicht zu scheuen braucht.

Bond laboriert noch immer am Liebesschmerz und leidet unter dem Verrat durch seine Partnerin Vesper Lynd, die am Ende von Casino Royale in den Trümmern eines venezianischen Palazzos auf mysteriöse Weise umkam. Seine Wut ist grenzenlos und die Auswirkungen drastisch. Vom Gentlemen-Agenten eines Roger Moore ist nichts mehr zu spüren. Bond nietet alles um was ihm in die Quere kommt, um an die Hintermänner zu kommen, die für den tragischen Tod der Geliebten verantwortlich waren. Seine Vendetta führt ihn über Österreich, Italien und Haiti bis nach Südamerika. Dort treibt er unter der uneigennützigen Mithilfe der resoluten Camille (Olga Kurylenko) den Oberbösewicht Dominic Greene (Matthieu Amalric) auf, einen skrupellosen Geschäftsmann und Chef der Organisation „Quantum“, der sich mit einem bolivianischen General verbündet um an unbezahlbare Ressourcen zu kommen die ihm, und wer hätte etwas anderes erwartet, die Kontrolle über die Weltmärkte ermöglicht.

Schluss mit Mätzchen, kein Geschüttelt und Gerührt: Daniel Craig als härtester Film-Bond aller Zeiten treibt die Dekonstruktion uralter Essentials weiter voran und führt auf gewisse Weise dadurch den Prozess der Annäherung an Ian Flemings humorlos-harte Romanvorlagen weiter. Auf der anderen Seite ist Ein Quantum Trost in seiner atemlosen Aneinanderreihung furioser Actionsequenzen und der Unübersichtlichkeit seines Plots auch wieder ganz zeitgemäß und spiegelt aktuelle Befindlichkeiten. Insofern ist das oberste Ziel von „Quantum“, nämlich die Weltmärkte zu kontrollieren, konsequent gedacht. Was gibt es Unübersichtlicheres als die Mechanismen globaler Wirtschaftsmächte? Der neue Bond reiht sich somit nahtlos ins dominierende Big-Budget Actionkino ein. Nicht unbedingt innovativ, aber gnadenlos unterhaltsam.---Thomas Reuthebuch



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455 von 553 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Amigo Del Sol TOP 500 REZENSENT
Format:DVD|Von Amazon bestätigter Kauf
Was war das für ein Bond-Film vor zwei Jahren. Atemberaubendes Tempo, tolle Action-Szenen und ein James Bond alias Daniel Craig der authentisch und knallhart daherkam. Ein Bond, wie geschaffen um gegen die Bösewichte des 21. Jahrhunderts zu kämpfen. Auch wenn dieser neue" Bond einiges an Charme seiner Vorgänger eingebüßt hatte, so klebte doch ein Hauch des alten" an ihm und wurde gekonnt verarbeitet. Man hatte sogar den Eindruck, dieser neue Bond ist zwar anders, aber immer noch geprägt/ aufgebaut auf alten Traditionen. Die überzeugend ins neue Zeitalter transferiert wurden und in der Schlusssequenz von Casino Royale" gekonnt zusammengefügt wurden: Mein Name ist Bond, James Bond - einfach herrlich.

Nun habe ich mir den zweiten Bond-Film mit Daniel Craig im Kino angesehen. Ein Quantum Trost" heißt dieser, und Trost braucht der Bond-Fan nach diesem Film wirklich. Casino Royale" habe ich für eine willkommene Abwechslung und Weiterentwicklung im Bond-Paradies gesehen. Agent, Story und Action passten perfekt. Ein Quantum Trost" treibt diese Entwicklung weiter voran, leider aber eher zum Negativen.
Aber wo fangen wir an? Das erste was mich an dieser Fortsetzung" störte, war die fehlende Einleitungssequenz, wie man sie bei jedem Bondfilm kannte. Nun gut, ist ja ein neuer" Bond, also warum auch nicht die Identifikationsszene alter Bond-Filme streichen und als direkte Fortsetzung von Casino Royale" auch legitim.
Nach dieser Überraschung" folgten gut 20 Minuten, die man wohl nur als Schnittwahnsinn" bezeichnen kann. Action pur, Verfolgungsjagd pur, und dazu ein Schnitt der so irre schnell ist, dass mir nach 20 Minuten schon die Augen weh taten, weil das Gehirn gar nicht so schnell hinterher kam. Selbst Michael Bay-Filme bieten da mehr Übersicht ;o) Das Gehirn nimmt nur irgendwann den toten Bösewicht wahr, was davor Geschehen ist geht im Geschwindigkeitsrausch der Bilder einfach unter. Schade das hat ein James Bond nicht nötig.
Nun gut, die ersten Szenen waren überstanden, die Geschichte nimmt an Fahrt auf. Irgendwann fliegt dann die Kamera über die paradiesischen Strände von Haiti. Toll, wie aus einem Reiseprospekt, nein wie aus einer Autowerbung immerhin wird anschließend ein goldener Ford (der neue Ford Ka?) präsentiert. Perfekt inszeniert, für die Werbung? Ja! Für ein dritte Welt Land und einen Bond Film? Nein! Das James-Bond die neuesten (Luxus-)Autos fährt passt zu seinem Image - das Olga K. eine Werbefahrt machen darf ist reines Merchandising. Anschließend darf aber auch Mr. Bond ein wenig Werbung machen. Elendig lange Sekunden hält er ein Handy von SonyEricsson in die Kamera. Ein tolles Teil, mit integriertem Peilsender und Navi - wer will es nicht haben. Werde bei nächster Gelegenheit mal im Elektrogeschäft nachsehen, was für ein Handy-Modell Mr. Bond da wirklich hat. Hatte ja genug Zeit es mir anzusehen.

Im Folgenden entwickelt sich dann aber auch langsam unsere Story, kaum zu glauben bei dem Product-Placement und den Actionszenen von denen ich immer noch Kopfschmerzen habe. James Bond ist hinter den Drahtziehern der Organisation Quantum" hinterher, um den Tod seiner Vesper (aus Casino Royale) zu rächen. Leider entpuppt sich diese Organisation mächtiger als gedacht und so entwickelt sich der Film zu einer einzigen Hetzjagd ohne dabei zu wissen, wem Bond vertrauen kann und wem nicht. So gibt es wilde Verfolgungsjagden zu Wasser, auf der Straße und in der Luft (mit dem entsprechenden augenschädlichen Filmschnitten und halsbrecherischen Kameraführungen), so dass unserem Agenten kaum ein Moment zum Luft holen bleibt. Geschweige denn Zeit für zwischenmenschliche Gefühle.
Irgendwann, nach mehr oder weniger spannenden Minuten kommt es dann zum großen Showdown in der bolivianischen Wüste. Allerdings ein Showdown der nicht annähernd wirklich spannend ist. Es macht allerdings viel Kraawumm - wem es gefällt. Einige haben da aber schon den Kinosaal verlassen, die hatten wohl auch Augenschmerzen oder es lag an einer Szene mit dem Flugzeug (Spoiler sind hier ja verboten) - Hollywood lässt einen Bond ja auch nicht sterben und fällt er noch so tief ;o)

Naja, nach langen rund 100 Minuten (obwohl es der Kürzeste aller Bond-Filme ist) ist dieser zweite Bond-Film mit Daniel Craig vorbei und diese Rezension neigt sich ihrem Ende entgegen. Wer es bis hierhin durchgehalten hat mit dem lesen, der wird sicherlich denken warum der Rezensent diesen Film nicht mit einem Stern bewertet. Das liegt ganz einfach daran, dass man diesem Bondstreifen auch Gutes abgewinnen kann: So wäre zum Beispiel unser Daniel Craig, der alte Haudegen. Sympathischer und gereifter scheint er mir zu sein und zugeknöpfter aufgrund der 15-Sekunden Liebesszene mit Gemma A. und dem Bussl" mit Olga K. - das war selbst für einen reinen Actionfan zu kurz. Das unser Daniel Craig im allgemeinen Effektfeuerwerk dann auch manchmal ein wenig untergeht, liegt an dem pyromanisch-veranlagten Filmteam und nicht an ihm. Schade, selbst Bonds Wortwitz bleibt dabei auf der Strecke.
Was allerdings noch gelungen ist, ist die Tatsache das die Geschichte durchaus einen Bezug zur Situation Heute und in Zukunft bietet. Eine Organisation die Länder ausbeutet, scheinbare Naturkatastrophen fördert und Regierungen für ihre Zwecke missbraucht, ist eine gelungene Anspielung auf den Geltungsdrang der Weltkonzerne in der heutigen Zeit. Nichtsdestotrotz kann man diesen Film bis in kleinste Teile zerflücken, allerdings denke ich das Ein Quantum Trost" in Verbindung mit Casino Royale" einen starken Bond-Film ergibt. Alleine ist Ein Quantum Trost" eine riesige Enttäuschung in Verbindung mit dem letzten Bondfilm könnte es aber funktionieren. Sofern man sich rund 4 Stunden Zeit nimmt beide Teile hintereinander zu sehen.
Ach ja, am Ende gab es dann doch noch die gewünschte Introsequenz mit dem Pistolenlauf - also Ende gut, (fast) alles gut. Ich hoffe nur sehr, dass im nächsten Bondfilm doch ein wenig mehr Bond wieder einkehrt, sonst droht ihm die entgültige Versenkung in der mainstreambehafteten Popcornwelt. Abwechslung ist gut, aber sie sollte nicht immer von Dauer werden... somit gebe ich Ein Quantum Trost" hoffnungsvolle drei Sterne, mögen es für den nächsten Bondfilm ein paar mehr werden.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Erdöl statt Gold 8. März 2011
Von jury HALL OF FAME REZENSENT TOP 10 REZENSENT
Format:Blu-ray
2008. Wieder mal ein Bond: "Ein Quantum Trost" für die Fans, in gewisser Weise Fortsetzung von "Casino Royal". Handlung wie stets - mit kleinen Besonderheiten, die angesichts der globalen Tristesse dieses ausgemolkenen Stoffs inzwischen bei manchen Fans ein Thema darzustellen scheinen, aber hier nicht weiter erwähnenswert sind.

Craig ist sicher der härteste Bond aller Zeiten, wirkt absolut fit und bringt seine Fights am glaubwürdigsten rüber - das sieht mal wirklich aus wie kämpfen. Auch steht ihm der verbissen-schweigsame Stil, doch dem Publikum und der Presse fehlt die arrogant-charmante Lebensart eines Roger Moore oder Pierce Brosnan.

Der stets leise grinsende Bösewicht Dominic Green (Mathieu Amalric, 43) pokert auf ein Wassermonopol, kann aber seinem offensichtlichen Vorbild Brandauer dasselbe nicht reichen.

Olga Kurylenko ist attraktiv und ein liebes Mädchen - aber zum Kämpfen gehört Kampfgeist, und Erotik kann man nicht abschauen; auch nicht, wenn man Sophie Marceau ein bisschen ähnlich sieht. Immerhin bewegt sie sich quantensprungmäßig verglichen mit Fields" immer noch auf einer deutlich energiereicheren Schale.

Marc Forster sah es vermutlich als Hommage an Goldfinger, als er seine Frauenleiche ölgetränkt im Hotelzimmer platzierte - hier erhält er dafür keine Goldmedaille, sondern eher einen Ölfinger.

Motorbootrennen haben wir auch schon witziger gesehen - aber dieses überzeugt durch Realismus. Der computerunterstützte "Kampf in der Donnerkuppel" zeigt ein weiteres Beispiel technischer Perfektion - gleichzeitig aber auch einer Ideenarmut, der nur noch der Ideenklau weiterhilft? Beinahe hätt' ich's vergessen - man nennt das "Zitate".

Alles in allem der wohl technisch beste, realistischste, härteste und ästhetischste Bond aller Zeiten - das gilt auch und vor allem für die Musik. Dennoch - oder gerade - macht er auf eindringliche Art deutlich, dass man schon viele von der Sorte gesehen hat. Dass man immer häufiger etwas vermisst. Dass sich zu vieles wiederholt. Immerhin hat man in diesem Film das Gefühl, Menschen zu sehen und keine Comic-Figuren. Und man muss dem Quantum Solace" zugutehalten, dass er bei mehrmaligem Anschauen gewinnt.

"Liebe auf den zweiten Blick" (8 IMDB-Sterne) I0533 rev. 8.3.2011e, 9 + 7 Absätze

Bond vom Dienst: Daniel Craig, 40, biologisches Alter über 50. Erfolgreichster Bond aller Zeiten mit zweimal rund 600 Millionen Dollar Einspielergebnissen.

Bond-Girl: Camille (Olga Kurylenko, 29, Ukraine). Zur Zeit mal wieder zu haben - steht auf Softies. Wurde 2009 zum "Most sexy Bond Girl of all Time" gewählt. "Eine der blassesten Bond-Frauen überhaupt", schrieb die Südwest-Presse.

Bond-Titel: Gardasee-Tunnel-Autorennen. 7 (sieben) Aston-Martin DBS, zwei Stuntmen schwer verletzt, Kopfschmerzen vor großer Leinwand. (auf kleinen Schirmen weniger unangenehm)

Bond-Song: "Another Way to Die", das erste Duett der Bond-Geschichte, gesungen von Jack White & Alicia Keys (5 Sterne) Bond-Cocktail: Vesper" - 3 Teile Gordons Gin, 1 Teil Vodka, 1 Schuss Kina Lillet. Mit Eis rühren. 1 langes, dünnes Stück Zitronenschale.

Drehplätze: Pinewood Studios London und u.a. Gardasee, Siena, Colón, Panama, Chile, Seebühne Bregenz, Atacama-Wüste, Paranal-Observatorium, Madrid

Ergebnis: rd. 600 Mio. US-Dollar Einspielergebnisse, rund 230 Mio. US-Dollar Kosten - der (bis dahin) teuerste Bond aller Zeiten.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Bond light 14. Oktober 2011
Von S. Simon TOP 50 REZENSENT
Format:DVD|Von Amazon bestätigter Kauf
"Ein Quantum Trost" ist eine Premiere. Erstmals schließt ein Bond unmittelbar an seinen Vorgänger an. Und das mit einer Autoverfolgungsjagd richtig rasant, krachig mit schnellen Schnitten und dem rauen Stil, den "Casino Royale" eingeführt hatte.
Gewöhnungsbedürftig sind die Titel. Im Schriftbild schlagen sie einen neuen Stil an und auch optisch können Sie nur zu 80% an die Arbeiten Maurice Binders und Daniel Kleinmanns anknüpfen. Der Titelsong ist defintiv der schwächste seit "Der Mann mit dem goldenen Colt" 1974.
Wie bei "Casino Royale" folgt mit Beginn der Haupthandlung auch gleich die nächste Actionsequenz, wenn Bond zu Fuß einem Verräter nachsetzen muss. Und schon wenig später folgt bei Bonds erstem Reiseziel Port au Prince die nächste Schlägerei. Harte Schläge, schnelle Schnitte, das Ganze kurz gehalten. Das man sich hier ein wenig an den "Bourne"-Filmen orientierte, ist unübersehbar. In früheren Bond-Filmen waren Schlägereien einfach länger.
So schön es ist, mit Daniel Craig wieder den bodenständigeren härten Bond-Stil eines Connery oder Dalton zu beleben. Mit der Erdung der Bösewichte hat man es hier übertrieben. Mathieu Amalric ist der blasseste Bond Gegner seit Julian Glober in "In tödlicher Mission" 1981.
Mit etwas Wehmut denkt man wenig später auch an vergangene Bootsjagden in "Leben und sterben lassen" oder "Die Welt ist nicht genug". Wie schon bei der Eingangssequenz in den Film mit dem Aston Martin fällt auch eine Bootsjagd hier erschreckend kurz, schnell geschnitten und auf die Höhepunkte begrenzt aus.
Eine tolle atmosphärische Szene durch die Filmmusik und die Inszinierung ist Bonds Abhöraktion von Quantum auf der Seebühne in Bregenz. Die nächste Actionsequenz folgt da natürlich auf dem Fuß, doch auch diese Schießerei ist kurz gehalten.
"Ein Quantum Trost" zitiert mit Abschluss dieser Situation eine Szene aus "Der Spion, der mich liebte". Ähnlich wie Bond dort mit dem Handlanger Sandor am Rande eines Daches steht, tut das auch Bond hier und serviert den Burschen, den er am Wickel hat auf die gleiche Art ab, wie einst Moore. Aber ohne lockeren Spruch.
Was bei diesem Bond-Film am Anfang ein Eindruck ist, verfestigt sich immer mehr. Es wird sich für nichts wirklich Zeit genommen. So etwa auch, wenn Bond kaum in Bolivien angekommen von Agentin Fields abgeholt wird und schon mit ihr im Bett landet. Doch wie sagt Bond-Girl Camille hier so schön: "Sie haben etwas erschreckend effizientes an sich."
Und das ist auch das Kreuz mit dem Film. "Ein Quantum Trost" hat die Zutaten eines sehr guten Bonds. Nur wird das hier alles zack zack abgehandelt. Normal zelebriert ein Bond-Film die Action und seine Handlung, die er zu bieten hat voll Stolz. Und gerade das macht Bond aus. Die Art von Action im Zeitraffer, die man hier hat, ist Bourne und dort sollte sie auch bleiben, dort wirkt sie richtig. Einzelne Kampfszenen Bourne-like gestalten okay, aber bitte nicht nahezu alle.
Die erste Sequenz, die an eine typische ausschweifende Bond Actionsequenz erinnert, ist eine, in der Bond und Camille von einem Kampfflugzeug in der Luft angegriffen werden.
Eine direkte Hommage an "Goldfinger" enthält der Film, wenn eine dortige Vergoldungsszene hier eine neue Variante in Öl bekommt.
Absolut super gelungen in Punkto Location und Inszenierung ist die Schlussschlacht des Films. Hier werden die Erwartungen an einen Bond-Film ebenfalls voll erfüllt.
Obwohl in "Ein Quantum Trost" letztlich alle Zutaten für einen sehr guten Bond drin sind, wurden die etwas unglücklich zusammengesetzt. Würde man die Actionszenen um viele beim Endschnitt herausgenommene Szenen erweitern, würde der Film auch runder und wieder Bond-typischer wirken. Man kann nur hoffen, dass man das eines Tages noch einsieht. "Casino Royale" war mit fast 140 Minuten der längste aller Bond-Filme, "Ein Quantum Trost" ist mit knapp 100 der kürzeste der Serie, damit mindestens 20 Minuten zu kurz und deshalb trifft hier eigentlich nur die Bezeichnung Bond-Light zu.
Wohl nie waren die letzten Worte eines Films so treffend, wie hier, wenn M sagt: "Bond, ich will sie zurück." Viele Fans dachten wohl ähnlich.
Hoffen wir mal, dass Daniel Craig seine Antwort: "Ich war nie weg" 2012 bewahrheitet. Mit Sam Mendes sitzt dort zumindest ein sehr guter und vor allem erfahrener Regisseur am Ruder und keiner, der sich profilieren will, wie hier Marc Foster.
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Vor 2 Monaten von Epos veröffentlicht
nicht so stark wie der vorgänger- trotzdem sehenswert
die action-fans kommen mal wieder auf ihre kosten. es wurden keine kosten und mühen gespart und der neuste bond setzt, wie der vorgänger auch schon, von der ersten... Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von Sebi veröffentlicht
Hier kann Niemand mehr getröstet werden!!!
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Vor 4 Monaten von Stephan Stroh veröffentlicht
Warum soll ich hier auf die Storry eingehen?
Über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten.

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