Wenn einer der bedeutendsten und angesehensten Kabbalisten der Gegenwart nach Querverbindungen zwischen den beiden scheinbar so unterschiedlichen Wissensgebieten der Kabbala und der Quantenphysik sucht, dann darf man schon das Besondere erwarten. Das jüngste, in deutscher Sprache erhältliche Werk des Rabbiners Prof. Dr. Michael Laitman erfüllt diese Erwartungen über Gebühr!
Kabbala - von den meisten Menschen noch immer als "jüdische Geheimlehre" bezeichnet - ist keine Religion und hat auch nichts mit irgendeinem "Glaubenssystem" zu tun; das macht Laitman bereits auf den ersten Seiten klar. Am zutreffendsten wäre noch die Bezeichnung "Wissenschaft der verborgenen Bereiche unserer Wirklichkeit".
Warum wurde das kabbalistische Wissen in früheren Jahrhunderten geheimgehalten, und warum hält man es heute nicht mehr geheim? Was war das entscheidende Ereignis, welches eine weitere Geheimhaltung großer Bereiche des kabbalistischen Wissens obsolet erscheinen ließ? Antwort: Die Entdeckungen der Quantenphysik. Frühere Jahrhunderte kannten eine Physik, die an "objektive" Messungen und Messergebnisse glaubte (Newtonsche Physik). Seit ein paar Jahrzehnten wissen wir aber, dass jeder Beobachter das beobachtete Geschehen beeinflusst (Heisenbergs Unschärferelation). Frühere Jahrhunderte glaubten an die Idee eines "objektiven Fortschritts". Heute wissen wir, dass die Physik das wahre Wesen der Natur NICHT kennt. Und eben dort, wo selbst die traditionelle Quantenphysik nicht weiterweiß, setzen die wissenschaftlichen Instrumente der Kabbala an. Und sie führen uns in die innerste Struktur der Wirklichkeit.
Ich kenne kein Buch, das die innerste Struktur der Wirklichkeit packender und verständlicher beschreibt als Laitmans "Quantum Kabbala".
Eine genaue Wiedergabe der Fülle an spannenden und erhellenden Einsichten ist auf dem engen Raum einer Rezension selbstverständlich nicht zu leisten und würde dem Text auch nicht gerecht.