"Wo Michael Crichton aufhört, fängt Greg Bear erst an!" So das Zitat auf dem Cover von Bears Buch "Quantico".
"Ja wo denn?" war mein erster Gedanke nach Beendigung dieser Lektüre. Als Antwort fiel mir dann nur mein Titel ein: "Nach dem Höhepunkt".
Sehr selten habe ich ein Buch gelesen (und ich lese nicht wenig), dass von vorne bis hinten so langweilig war wie dieses. Ehe man herausgefunden hat, wer eigentlich die Hauptpersonen sind, ist schon ein Drittel des Buches vorbei, nach einem weiteren Drittel findet man erst den eigentlichen Handlungsstrang, aber bis dahin ist eh alles zu spät.
Bear beschreibt dermaßen viel völlig belangloses Zeug, dass das Buch locker die Hälfte kürzer sein könnte. Aber was bleibt dann übrig?
Uninspiriert handelnde Personen, wirres Durcheinander der Handlung und von Spannung auch beim besten Willen und nach angestrengtem Suchen nicht die geringste Spur.
Wer es nicht glaubt, soll es selber ausprobieren, allen anderen sei dann doch Mr. Crichton empfohlen.
Wobei es mir völlig unklar ist, auf welcher Grundlage man Bear mit Crichton vergleichen konnte. Thema? Spannung? Recherche? Schreibstil?
Keine Ahnung! Ich jedenfalls bleibe künftig bei Crichton.