Quantenpsychologie! Wow, denkt jeder, der sich einmal mit Robert Anton Wilson beschäftigt hat und nun auf diesen Titel von Stephen Wolinsky gestoßen ist.
Aber weit gefehlt. Dieser Titel hat mit der Wilsonschen Quantenpsychologie außer eben dem Titel nichts gemein. Keine Tips wie man aus einem Grünen Tee die letzten psychedelischen Resourcen herausholen kann, Schade. Aber nur weil es den Diskordianern nicht unbedingt gefällt, muß es ja kein schlechtes Buch sein. Und das ist es über weite Strecken auch nicht. Wenn ein Buch mit einem Zitat von Quantenmystiker John Lennon beginnt, kann und muß es auch etwas Gutes an sich haben. Das Lied "Watchin'the wheels go round and round" sehe ich nun mit anderen Augen, eben durch die Quantenbrille.
Die Bezeichnung Handbuch der Quantenpsychologie ist aber dennoch falsch gewählt. Denn es ist kein grundlegendes Handbuch, sondern bloß die Wolinsky-Quantenpsychologie in ihrer Anwendung. Da wird dann auch mal das Verschwinden von den Konturen eines Stuhls bedingt durch bloßes Starren als Eintauchen in die Quantenwelt verkauft. Jeder Psychologiestudent weiß aber mindestens seit der Vorlesung Allg. Psych. - Wahrnehmung, daß man das Ermüden der Zapfen nicht als Vorboten der Quantenwelt deutet, zumindest nicht rein wissenschaftlich.
Wer fernöstliche Mystik und Quanten mag und auch etwas für Nullpunkt-Energie (Freie Energie) übrig hat, wird an diesem Buch Gefallen finden.
"Nothing is real."