... auch wenn es der Name nicht vermuten lässt.
Mir persönlich haben die Bachman-Bücher schon immer mindestens so gut gefallen wie die "echten" Kings, hauptsächlich wegen des Verzichts auf allzu viele übernatürliche Horrorelemente. Auch "Qual" bildet da keine Ausnahme, es ist ein sehr unterhaltsamer Thriller, der deutlich besser ist, als fast alles , was King in den letzten zehn Jahren geschrieben hat.
Mal abgesehen von den letzten Bänden der Dunklen-Turm-Saga, "Altlantis" oder auch "Sara" (zwei meiner Favourites). Aber die "reinen" Horror-Romane der jüngsten Zeit waren schlicht und einfach schwach, angefangen bei "Duddits" (2001) über "Der Buick" (2002) bis hin zu Puls aus dem letzten Jahr.
Dass nun ein nach über 30 Jahren wieder aus der Schreibtischschublade herausgekramtes Werk die meisten neueren Romane Kings in den Schatten stellt, ist natürlich bedenklich ... aber wer weiß, vielleicht gelingt dem Meister ja demnächst mal wieder ein großer Wurf, es wäre ihm und seinen Fans zu wünschen. Denn solche Schätze werden sicher nicht mehr stapelweise in den King'schen Schubladen vor sich hin stauben.
Einziger Kritikpunkt, der mir zu dem Buch einfällt, ist der Titel. Warum um alles in der Welt stoppt niemand den- oder diejenigen, die für diese "Übersetzungen" verantwortlich sind. Waren die letzten beiden Romane "Puls" und "Love" (letzteres wohlgemerkt die deutsche "Übersetzung" des englischen Titels "Lisey's Story" ...) schon außerordentlich sinnfrei, so wird hier die Reihe der vier-buchstabigen Titel konsequent und grundlos fortgesetzt. Zugegeben, das sieht im Bücherregal schmuck aus, aber warum den Originaltitel "Blaze" nicht einfach beibehalten?! Das verstehe, wer will.
Man darf gespannt sein, welchen deutschen Titel man dem nächsten King-Roman aufs Auge drücken wird, vielleicht "Mord" oder "Leid" oder "Pein" oder "Hass"? Alles wunderschöne, vierbuchstabige Wörter, die sich noch dazu gefährlich anhören ... ich bin gespannt und rechne mit dem schlimmsten.