Da ist er nun, der neue Home-Server von QNAP. Ich habe ihn jetzt seit 4 Wochen in Betrieb.
Er ersetzt bei mir den TS-110. Dieser wurde nach zwei Jahren zu klein. Insofern vergleiche ich den TS-219 II mit dem TS-110.
Allgemein:
Das Gehäuse macht einen stabilen Eindruck. Die Festplatten sind schnell eingebaut. Auch hier verwende ich wieder die Samsung HD 204UI (wer andere Platten in Betracht zieht, sollte die Kompatibilitätsliste auf QNAP.com beachten!).
Inbetriebnahme:
Nach Einbau und Formatierung der Platten kann man sich nach ca. 5 Minuten an der Weboberfläche anmelden und den Server konfigurieren. Hier kommen mir meine Kenntnisse vom TS-110 zugute. Nach weiteren 15 Minuten ist der Server funktionsbereit.
Daten habe ich vom alten Server und von externen Festplatten auf den neuen kopiert. Dies lief dann während der Nacht.
Zugriff mittels Mac, AppleTV und Windows-Rechner ist sehr gut.
Schreib- Lesegeschwindigkeiten kann ich leider nicht messen, da mein Netzwerk nur mit 100Mbit/s läuft. Im Netz werden Messwerte von 70MB/s schreibend und 106 MB/s lesend angeben. Über eSATA sichere ich 40 GByte in 13 Minuten (entspricht 135 MB/s).
Positiv:
+ deutlich mehr Leistung
+ Firmware ab 3.5 herausragend. Übersichtlich trotz der vielen Möglichkeiten. Wirklich gut für Backups (war bisher nicht optimal)
Negativ:
- Die Schalter (Ein/Aus) und für Backup finde ich zu klein, gefiel mir beim TS-110 besser.
- Lüfter ist lauter als beim TS-110
- Antivirus noch nicht brauchbar, Festplattenscan dauert mehrere Tage
Durch den Marvel 2,0GHz läuft der Squeezbox-Server wesentlich runder, das Navigieren in den Musiklisten geht schneller. Administrative Tätigkeiten, Verschieben von Verzeichnissen, etc. geht viel schneller als früher.
Empfehlung:
Die Einrichtung der Festplatten als Single Drive, Raid 0, Raid 1 oder JBOD ist vom Geschmack und dem Einsatzzweck abhängig.
Ich empfehle im Heimbereich die beiden Platten als Single Drive einzurichten. Falls eine Platte ausfällt, gehen nur die Daten der defekten Platte verloren. Eine Sicherung der beide Platten muss durch den Anwender in regelmäßigen Intervallen auf zusätzliche externe Datenträger erfolgen, um einem Datenverlust vorzubeugen.