Wir brauchten ein NAS für 2 Dinge: Einen Zentralen Datenspreicher für die Rechner in der Familie und einen Medienserver, um unsere Sony PS3 im Wohnzimmer zu füttern.
Die Einrichtung des QNAP ist ein Kinderspiel: Platten einschrauben (bei uns 2 Samsung 1TB Platten), Strom und Netwerk-Stecker anschließen und die Quick-Admin ausführen. Nun muss man sich noch zwischen RAID0 (schnell aber unsicher), RAID1 (Datensicherheit) oder JBOD entscheiden. Wir haben RAID0 genommen, da uns Platz und Speed wichtig war. Dazu noch den Twonky Medienserver aktivieren ' fertig. Die Festplatte ist kurz danach im Netzwerk sichtbar und kann als Laufwerk verknüpft werden.
Begeistert hat mich die Geschwindigkeit. Ich habe das mal probiert:
Kopie 500 MB mpg Datei ' Sekunden / errechnete Geschwindigkeit
IDE an SATA intern: 12sec / 42 MB/sec
SATA an NAS: 15 sec / 20 MB/sec
NAS an SATA: 16 sec / 19 MB/sec
SATA an USB 2.0 Platte: 20 sec / 25 MB / sec
Kopie eines Ordners mit 82 Fotos (gesamt 217 MB)
SATA an NAS: 14 sec / 16MB/sec
SATA an extern USB 2.0: 12 sec / 18 MB/sec
Mit einen echten Benchmark darf man das nicht vergleichen, HD Tach liefert bei meiner SATA Platte 120 MB/sec, IDE 34 MB/sec, USB 32 MB sec, NAS Platten kann HDTach leider nicht messen. Aber für einen Praxistest schon sehr aussagefähig. Denn mit der QNAP NAS Platte lässt es sich ganz normal arbeiten, sie ist praktisch genau so schnell wie eine externe USB 2.0 Platte. Das ist sehr ordentlich.
Auch der Twonky Medienserver funktioniert einwandfrei. Die PS3 erkennt sofort einen neuen Medienserver und stellt die Dateien wie gewünscht bereit. So haben wir nun alle unsere Fotos, Musik und Filme immer verfügbar- mit der PS3 auch direkt im Wohnzimmer. Eine ziemlich geniale Kombination.
Weitere schöne Merkmale: An das Gerät kann man 2 externe USB Platten anschießen. Ich habe 2 Trektor Platten (1 TB und 500GB) angeschlossen, das funktioniert einwandfrei. Dabei wird auch NTFS voll unterstützt. Allerdings geht das dann mit 6 MB/sec nicht ganz so flott. Zusätzlich kann man einen USB Stick an der Frontseite des Gerätes einstecken und die Daten per Knopfdruck kopieren. Natürlich kann das NAS noch viel mehr, aber all die netten weiteren Funktionen (Fernzugriff, Webserver, FTP-Server, Peer-to-peer etc) brauche ich nicht.
Nun zu den negativen Punkten, weshalb ich auch einen Stern abziehe: Die Kiste ist ein mächtiger Radaubruder bzw. Brummbär. Schlafen kann man bei dem Lärm nicht. Wie sich herausstellte, lag das Brummen an dem direkt am Metallgehäuse verschraubten Lüfter. Ich habe das umgebaut und die Schrauben durch 4 Gummibefestigungen ersetzt ' nun ist Ruhe. Die Platte kann auch leider nicht zeitgesteuert ab / an geschaltet werden ' so saugt sie 20-25 Watt Strom ständig aus der Dose. Einen Festplatten Standby Modus soll es geben, funktionieren tut das bei mir allerdings scheinbar nicht.
Fazit: Turboschnelle NAS Lösung mit Medienserver für den gehobenen Heimanspruch. Leider etwas laut.