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QQ
 
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QQ (Gebundene Ausgabe)

von Max Goldt (Autor)
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QQ + Ä: (Kolumnen) + Der Krapfen auf dem Sims: Essayistische und erzählende Prosa 1998-2000
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 155 Seiten
  • Verlag: Rowohlt, Berlin; Auflage: Erstauflage (16. März 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3871345814
  • ISBN-13: 978-3871345814
  • Größe und/oder Gewicht: 20,8 x 13 x 2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (13 Kundenrezensionen)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 177.097 in Bücher (Die Bestseller Bücher)

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    Nr. 18 in  Bücher > Belletristik > Romane & Erzählungen > Junge Literatur (deutschspr.) > Goldt, Max

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Max Goldt ist ein Meister der freischwebend-assoziativen, dabei aber überaus präzisen und sich aus (teils absurden) Alltagssituationen aufs Wundervollste speisenden Sprache. Das fängt schon bei den Überschriften an. So ließ es sich Goldt 2006 nicht nehmen, einen seiner Zweiseiter in der Satirezeitschrift Titanic nach der gesellschaftlich damals gerade viel diskutierten Hochschulqualitätshebungsaktion „Die Exzellenzinitiative“ zu nennen -- wohl deshalb, weil er dieses Kleinod deutscher Sprache nicht ungenutzt an sich vorüberziehen lassen wollte. Der Text freilich handelte gar nicht von eben jener, sondern unter anderem von den diversen Verwendungsmöglichkeiten der Pelikane in einer immer hitziger werdenden Welt und hätte auch einen ganz anderen Titel haben können: was er im Sammelband QQ -- dort taucht er als „Die Prophezeiung“ auf -- auch hat.

QQ ist auch einer von diesen freischwebend-assoziativen Titeln, zumindest auf den ersten Blick. Laut Auskunft seines Trägers steht er als Kürzel für „quiet quality“, einem Schlagwort aus den USA „für alles, was nicht schreit und spritzt“. Der zweite Blick offenbart also bereits, wie klug der Titel ist. Denn in den 21 Essays, die allesamt auf Erstveröffentlichungen in Titanic aus den Jahren 2005 und 2006 basieren, schreit und spritzt es an keiner Stelle, ganz im Gegenteil: es fließt alles in einer so wohlfeilen Stille dahin, dass man richtig erschrickt, wenn sie einmal ins Plätschern gerät: dann nämlich, wenn Goldt -- wie in seiner grandiosen Reflexion „Über Fernsehmusik“ -- die fulminant komische Dichte des Anfangs (es geht um die Legende zweier lesbischer Heiliger, die sich im Mittelalter in ein und denselben Turm einmauern) nicht halten kann. Aber das ist, wie gesagt, nicht oft der Fall.

An einer Stelle von QQ zeigt sich Goldt irritiert darüber, dass offenbar kein griechischer Name für die Angst existiere, „einen mit Denkerstolz und Manneskraft geschriebenen Aufsatz auf eine so schlaffe, ja sogar Heckenknöterich angähnende Weise zu beschließen, aber, mein Gott, angstlösende Tabletten muss man wegen einer solchen Angst wohl keine schlucken -- da muss man einfach durch, das werden die Leute schon akzeptieren in ihrer herben, volkstümlichen Milde.“ Ja, die Leute würden sogar das, wenn sie denn müssten. Aber heckenknöterichgähnende Schlüsse kann Goldt, so scheint es, ohnehin gar nicht schreiben. -- Thomas Köster, Literaturanzeiger.de

Kurzbeschreibung

Schon in seinem letzten Buch hat Max Goldt, umsichtiger Schriftsteller, der er ist, das Grund- und Hauptmotiv seines neuen Buches angekündigt: «MODERATOR: Warum legen eigentlich heute so viele Frauen Wert darauf, möglichst gemein zu sein? Jede noch so biedere Seriendarstellerin sagt im Fernsehen, dass sie am liebsten «bitterböse» sei, und selbst meine gute Mutter liest nur noch Bücher, in denen Frauen ihre Gatten im Schornstein einmauern. PETRA HIPPROTH (Krimiautorin): Ach, das sind halt ins Ritualhafte abgedriftete Überbleibsel eines einstmals berechtigten Widerstands gegen das Postulat des Sanften. Alter Käse, streng genommen. Das wird sich schon wieder beruhigen. Ich bewege mich schon seit längerem davon weg, ich verspüre mehr so einen Drall in Richtung QQ. MODERATOR: QQ? Sie verwenden heute ziemlich exotische Ausdrücke. PETRA HIPPROTH: Kennen Sie nicht QQ? Das steht für "quiet quality" - stille Güte. Ein neues Schlagwort aus den USA für alles, was nicht schreit und spritzt. Da ich mir allerdings einmal eine schöne Wohnung im Augustinum leisten möchte, also in einem dieser Altersheime für gutsituierte Leute mit ein bisschen Hirn, habe ich mir ausgerechnet, dass ich noch fünf Jahre schreien und spritzen muss, und dann kann's losgehen mit QQ.»

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13 Rezensionen
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28 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Klasse Texte!, 5. April 2007
"QQ" von Max Goldt stellt eine Sammlung hochkarätiger Texte auf sprachlich sehr hohem Niveau dar. Nicht alle, aber die meisten dieser Texte gehören zum Besten, was ich in der letzten Zeit gelesen habe. Das Buch ist sehr unterhaltsam geschrieben und ein absoluter Genuss für all diejenigen, die sich noch gewählter ausdrücken und gerne an ihrem Wortschatz und ihrer Sprachgewandheit feilen wollen.

Auf das Buch aufmerksam geworden bin ich durch den Literatur-Tipp im Magazin Focus von Denis Scheck (Moderator der Büchersendung "druckfrisch"), dessen Meinungen und Empfehlungen ich sehr schätze. Dort ist zu lesen:
"Ich empfehle "QQ" von Max Goldt, weil ich kein wirksameres legales Mittel gegen schlechte Laune kenne. Max Goldt in seinen Kolumnen zu folgen heißt eine Expedition in die Sprache antreten, an deren Ende man als besserer, das heißt geläuterter und geschmackssicherer Mensch heimkehrt. Der Benennungskünstler (...) behandelt hier alle brennenden Fragen unserer Zeit."

Dem ist, glaube ich, nichts mehr hinzuzufügen.
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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Quiet quality, 29. Juli 2007
Von Sigrid G. "www.kultur-ostbayern.de" (Regensburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REVIEWER)   
Max Goldts Titanic-Kolumnen sind einfach ein Genuss - sie sind komisch und nicht selten gehässig, was nicht zuletzt etwas mit Wahrhaftigkeit zu tun hat...
Sprachlich brillant und auch inhaltlich meist ins Schwarze getroffen, sind die Texte in meinem Bekanntenkreis zum beliebten Zitatenschatz avanciert. Sehr schön ist z.B. der Text, der sich u.a. mit "Serienschauspielerinnen" befasst (Unheimliche Geschenke). Darin ist die herrliche Stelle enthalten, in der die Serientante "in der schäfsten und junkieartigsten Stimme, die nur denkbar ist, schrie: EY MANN SCHEISSÄ EY!" (S.48)
Wer auch nur eine einzige Serienschauspielerin in seinem geschätzten Bekanntenkreis hat, wird allein diesen Satz als die einzig treffende Beschreibung der Person sofort unterschreiben...
Goldt fängt aktuelle Befindlichkeiten so treffend ein, um sie dann auf die Spitze zu treiben, dass einem nichts anderes übrigbleibt, als lauthals loszulachen.
Wie immer - hervorragend!
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32 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen Laute Ironie, 18. Juni 2007
"Soll Sprachwitz zukünftig eine größere Rolle spielen?" Solche Titel kommen ihnen bekannt vor? Richtig, "Soll ... zukünftig eine größere Rolle spielen?" heißt eine Pro&Contra-Kolumne in der FAS zu skurrilen Themen. Mit wunderbarem Sprachwitz, absurden Assoziationsketten, wortschöpferisch. Wie andere Artikel in der FAS auch, etwa die von Nils Minkmar, Peter Richter oder Christian Demand. Immer eine Prise Satire, etwas Ironie, manchmal richtig zynisch. Angenehm zu lesen, wenn Aufgeblasenheit und Dünkel demaskiert werden, fragwürdig, wenn das Pointenhafte die ernsthafte Auseinandersetzung verdrängt.

Goldt kann es noch besser. Wenn Jessica ihre Mutter zwingt, sich den kleinen Teddybären von der Handtasche zu schneiden, weil sie "[...] eine Mutter haben möchte und kein verdämmertes Riesenbaby ohne Aufstiegschance", diesen Teddy dann im Mülleimer unter graugrün gemusterter Buttermilch beerdigt, damit er nicht wieder herausgeklaubt wird, dann ist das grandiose Satire.

Nicht alle seiner 21 Satiren aus der Zeitschrift Titanic der Jahre 2005 und 2006, die er auf 156 Seiten zwischen zwei Deckel hat pressen lassen, damit wir sie als Buch für wohlfeile 17,90 EUR erwerben können, sind so gut. Genau da setzt auch meine Kritik an.

Irgendwie gibt es zuviel von dieser Gebrauchssatire, in der FAS und sonstwo. Jede Überschrift, jedes Banner will heute witzig sein. Sprachwitzig. Der Verdacht lautet: Man kann lernen, so zu schreiben. Sprachkultur ist ansteckend, aber wenn Ironie, die ja immer leise daherkommen sollte, in Harald Schmidtscher Manier wöchentlich zelebriert wird, wirkt sie auf einmal beliebig reproduzierbar und daran kann die Meisterschaft eines Max Goldt nichts ändern.

Zumal andere, etwa Umberto Eco mit "Platon im Striptease-Lokal" oder Roland Kaehlbrandt mit "Deutsch für Eliten" schon vor zehn Jahren diese Melange aus skurrilen Sprachwitz und genauer Beobachtungsgabe als köstliche Kurzgeschichten in Buchform (zum halben Preis) serviert haben.

Fazit: Mit nur 3 Sternen vielleicht etwas unterbewertet, aber Sprachwitz, der als kleine Satire immer neu und frisch in der Sonntagszeitung den zweiten Kaffee versüßt, schmeckt als kompaktes Lektürebuch für den Wein am Abend irgendwie fade und abgestanden.

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5.0 von 5 Sternen high quality entertainment
In "QQ" strapaziert Max Goldt mal wieder die Lachmuskeln der Freunde von Nebensaetzen und Sarkasmus aufs Aergste. Lesen Sie weiter...
Vor 11 Monaten von hoeren&lesen veröffentlicht

5.0 von 5 Sternen Hat großen Spass gemacht
Die Lektüre dieses Buches hat mir großen Spass bereitet. Zugegeben, der Text hat wenig Inhalt (es hat sich hierbe um eine Zusammenstellung von Kolumnen), aber es kommt hier... Lesen Sie weiter...
Vor 13 Monaten von bernie-baer veröffentlicht

5.0 von 5 Sternen Wieder ein Gold(t)stück
Ich teile die Meinung einiger Vorrezensenten, dass QQ nicht 100%ig an andere Kolumnensammlungen von Max Goldt heranreicht (wie zum Beispiel "Der Krapfen auf dem Sims", "Vom Zauber... Lesen Sie weiter...
Vor 15 Monaten von PepeRoni veröffentlicht

2.0 von 5 Sternen Ein bisschen enttaeuschend
Ich mag Max Goldt sehr und habe viel seiner Artikel und Buecher gelesen, bin also kein Neuling was seinen Schreibstil und Humor betrifft. Lesen Sie weiter...
Vor 15 Monaten von I.R. veröffentlicht

4.0 von 5 Sternen Max Goldt wird alt
In Vom Zauber des seitlich dran Vorbeigehens hatte Max Goldt erläutert was QQ (Quiet Quality) bedeutet. Lesen Sie weiter...
Vor 19 Monaten von junior-soprano veröffentlicht

5.0 von 5 Sternen Meine Glosse ist mein Messer
Der begnadete Sprachkenner wirft seinen bitterbösen Blick auf die Lebenswirklichkeit unserer Zeit und seziert dabei Alltäglichkeiten. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 11. Januar 2008 von Thalmann, Tobias

5.0 von 5 Sternen Kunstvolle, immer sehr durchdachte, ausgefeilte und leicht antiquierte Sprache gepaart mit Ironie
QQ steht nach Max Goldt für stille Güte, und für alles was nicht schreit und spritzt. Ob das nun auf Goldts Texte zutrifft, möge jeder Leser für sich selbst entscheiden. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 19. November 2007 von Media-Mania.de

2.0 von 5 Sternen Sprachlich gut - wenig Inhalt
Ich habe mir aufgrund der guten Bewertungen und der bisher von mir gelesenen Max-Goldt-Bücher auch diesen schmalen Band gekauft. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 21. Juni 2007 von Norbert Schäfer

3.0 von 5 Sternen Sprachakrobat mit Leerlauf
Sicher, Max Goldt kann sich ausdrücken. Aber rechtfertigt es die
Lobeshymnen, die man über sein Werklein anstimmt? Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 4. Juni 2007 von Dr. Feinholz

5.0 von 5 Sternen Feuerwerk der Wortzauberei
Max Goldt, Jahrgang 1958, ist ein unsentimentaler, hellsichtiger Schriftsteller, deren ironische, witzige und gefühlvolle Literaturbeiträge in der Satirezeitschrift Titanic"... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 14. Mai 2007 von Carl-heinrich Bock

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