Die hilfreichsten Kundenrezensionen
79 von 82 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Nichts für Nebenbei!, 20. Juli 2006
Vorneweg klargestellt, ich bin Laie, was die Physik betrifft, aber mein Interesse an Quantenmechanik, auch und vielleicht weil sie so skurril ist und schräg erscheint wurde vor einiger Zeit geweckt. In der Folge habe ich diverse populärwissenschaftliche Bücher gelesen und hierbei stößt jedermann unweigerlich auf den Namen Richard Feynman. Quanten-Elektrodynamik (QED), also die Theorie hinter der Interaktion zwischen Licht und Materie ist zudem ein besonders faszinierender Bereich und deshalb las ich das Buch. Wer nun den immer wieder auftauchenden Versicherungen vertraut, R. Feynman sei ein genialer Lehrer gewesen und daraus schließt, dieses Buch kann man so mal nebenbei am Strand lesen, irrt gewaltig. Es ist ohne Zweifel sehr gut geschrieben, auch mit viel amerikanischem Witz, aber es gilt doch, ganz dezidiert sich in das hineinzudenken, was Feynman da so schreibt. Wichtig aus meiner Sicht ist auch, das Vorwort gut zu lesen und sich einzuprägen, was dort gesagt wird, nämlich, dass dieses Buch beschreibt, wie man das Verhalten von Licht beschreiben kann, aber eben nicht erklärt. Klingt komisch, ist aber so; es geht nur darum aufzuzeigen, wie man das Verhalten von Licht am besten beschreibt und die besten Vorhersagen treffen kann. Wer nun glaubt, das hätte er oder sie schon in der Schule unter Optik abgehakt, liegt ebenso daneben. Beispiel: in der Schule lernt man, dass an einer reflektierenden Fläche der Einfalls-Winkel eines Lichtstrahls genauso groß wie sein Ausfall-Winkel sei. Tatsache ist, dass das nicht stimmt, und Feynman bringt einen darauf. Ich selber habe den Fehler gemacht, das Buch am Strand nebenbei zu lesen und war total frustriert. Also, noch ein zweites Mal, mit mehr Aufmerksamkeit und Konzentration gelesen, und schon läuft`s besser. Fazit : Ein hervorragendes Buch, das ohne Mathematik auskommt (Klasse!), das aber Konzentration des Lesers und dezidiertes Hineindenken erfordert. Für den Interessierten, super, für den allenfalls am Rande Mitredenwollenden , eine Katastrophe.
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61 von 64 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Fuer Laien wie fuer Experten, 14. April 2005
Richard Feynman war einer der beruehmtesten Physiker der Mitte des 20. Jahrhunderts. Sein besonderes Talent bestand darin, komplexe Sachverhalte ganz einfach zu erklaeren - sich selbst und anderen. Mit Hilfe dieser Faehigkeit hat er unter anderem die sogenannte Pfadintegralmethode entdeckt, einen Rechenformalismus in der modernen theoretischen Physik, zu dem, neben langen Integralen, auch einfache Bildchen gehoeren, die auch ein Laie verstehen kann (um die geht es uebrigens in diesem Buch auch, die sogenannten Feynman-Graphen). Hier beschreibt Feynman die Entstehungsgeschichte und die Inhalte der Quantenelektrodynamik - und dies so anschaulich, in Wort und Bild und fast ohne Formeln, aber zugleich so unkonventionell anders als man es im Studium lernt, dass sowohl ein Laie als auch ein Physiker viel Neues darin entdecken und lernen kann. Was ist denn eigentlich QED (fuer alle, die damit noch nie in Kontakt waren), und ganz kurz gesagt? Es ist die Theorie der Wechselwirkung des Lichtes mit der Materie. Was ist eigentlich Licht? hatte Feynmans Vater seinen Physik studierenden Sohn gefragt. Und woher kommen Farben? Feynman fragt sich nun mit dem Leser: Warum bricht Licht sich an einer Wasseroberflaeche? Und warum ist der Himmel blau? Und warum sehen wir auf der Rueckseite einer Cd einen Regenbogen, wenn Licht in einem bestimmten Winkel darauf faellt? Warum reflektiert ein Spiegel? Diese und viele weitere Fragen lassen sich mit Hilfe der Quantenelektrodynamik erklaeren, und Feynman gelingt es, dem Leser einen tiefen, aber spielerischen Einblick in dieses sonst recht komplexe Gedankengebaeude zu ermoeglichen. Ich fand das Buch insgesamt sehr angenehm zu lesen und sehr inspiriert geschrieben, die Bilder sind ueberdies sehr einpraegsam, so dass ich das Buch hier gerne empfehlen moechte.
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29 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Gut erklärt, was zu beweisen war., 27. März 2004
Die Einleitung des Buches fällt etwas umfangreicher aus als gewöhnlich. Der Autor erklärt die Motive für dieses Werk. Er erläutert kurz den geschichtlichen Werdegang des speziellen physikalischen Fachgebiets Quantenelektrodynamik. Ein Wissenschaftsgebiet, dass inzwischen über siebzig Jahre beforscht wird. Trotzdem sind die Ergebnisse dem gesunden Menschenverstand immer noch nicht ganz geheuer. Kann die Natur absurd sein, fragt der Autor. Denn, folgt man den Beschreibungen der Quantenelektrodynamik, kommt man genau zu diesem Ergebnis. In der zweiten Vorlesung erläutert der Autor Photonen und deren Geheimnisse. Die Problematik der Deutung der Versuchsergebnisse wird fein herausgearbeitet. Einfache schwarzweiß Abbildungen mit den wichtigsten Faktoren und einem erklärenden Untertext helfen beim Verständnis. Hier zeigt sich das Gespür des Professors für seine Studenten. Eine schmale Gradwanderung, zwischen Verstehen und vom Thema wegrutschen, wird hier mit größter Sorgfalt erfolgreich durchgeführt. Nachdem ein Fundament an nötigem Fachwissen gelegt wurde, folgt die eigentliche Theorie der Quantenelektrodynamik. Auch nach der gründlichen Vorbereitung ist das immer noch kein leichter Stoff. Das Verhalten von Licht ist widersprüchlich und deshalb vermutlich auch so einzigartig spannend für die Wissenschaft und Forschung. Hier scheint die Antwort auf alle Naturerscheinungen zu stecken. Im letzten Kapitel werden weitere daraus folgende Probleme der Quantenelektrodynamik angesprochen und das Verhältnis dieser Wissenschaft zu der übrigen Physik. Das Büchlein ist als vier Vorlesungen über die Quantenelektrodynamik aufgebaut und richtet sich an eine breite Leserschaft. Es ist auch für interessierte Jugendliche geeignet. Wichtige Begriffe und Sachverhalte werden gründlich erklärt. Wenige aber nützliche Abbildungen tragen ebenfalls zum Verständnis der Vorlesungen bei. Am Buchende ist ein kurzes Register angefügt.
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