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Pyrotechnics-Opera Arias
 
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Pyrotechnics-Opera Arias

Vivica Genaux , Biondi , Europa Galante , Antonio Vivaldi Audio CD
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Komponist: Antonio Vivaldi
  • Audio CD (4. Dezember 2009)
  • SPARS-Code: DDD
  • Anzahl Disks/Tonträger: 1
  • Label: Virgin Classics (EMI)
  • ASIN: B002M3GQ5G
  • Weitere verfügbare Ausgaben: MP3-Download
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 79.371 in Musik (Siehe Top 100 in Musik)

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Hörproben
SongInterpret Länge Preis
Anhören  1. Catone In Utica: Come In Vano Il Mare IratoFabio Biondi/Europa Galante/Vivica Genaux 5:27EUR 0,99
Anhören  2. Semiramide: E Prigioniero E ReFabio Biondi/Europa Galante/Vivica Genaux 4:55EUR 0,99
Anhören  3. La Fida Ninfa: Alma OppressaFabio Biondi/Europa Galante/Vivica Genaux 5:10EUR 0,99
Anhören  4. Griselda: Agitata Da Due VentiFabio Biondi/Europa Galante/Vivica Genaux 5:20EUR 0,99
Anhören  5. La Fida Ninfa: Destin Nemico....Destin AvaroFabio Biondi/Europa Galante/Vivica Genaux 5:55EUR 0,99
Anhören  6. Il Labbro Ti LusingaFabio Biondi/Europa Galante/Vivica Genaux 7:29EUR 0,99
Anhören  7. Ipermestra: Vibro Il FerroFabio Biondi/Europa Galante/Vivica Genaux 3:50EUR 0,99
Anhören  8. Farnace: No, Ch'amar Non È Fallo In Cor Guerriero....Quell'usignoloFabio Biondi/Europa Galante/Vivica Genaux 7:50EUR 0,99
Anhören  9. Tito Manlio: Splender Fra 'l Cieco OrrorFabio Biondi/Europa Galante/Vivica Genaux 4:49EUR 0,99
Anhören10. Rosmira Fedele: Vorrei Dirti Il Mio DoloreFabio Biondi/Europa Galante/Vivica Genaux 6:52EUR 0,99
Anhören11. Catone In Utica: Chi Può Nelle Sventure....Nella ForestaFabio Biondi/Europa Galante/Vivica Genaux 7:25EUR 0,99
Anhören12. Farnace: Ricordati Che SeiFabio Biondi/Europa Galante/Vivica Genaux 3:43EUR 0,99
Anhören13. Sin Nel Placido SoggiornoFabio Biondi/Europa Galante/Vivica Genaux 6:50EUR 0,99


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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Reife Leistung 22. Dezember 2009
Von Ein kritisches Ohr TOP 1000 REZENSENT
Format:Audio CD|Von Amazon bestätigter Kauf
2009 brachte den Freunden unbekannter Vokalmusik aus der für die Entwicklung der ersten Belcanto-Blüte so wichtigen Übergangszeit zwischen Barock und Frühklassik zahlreiche erfreuliche Cd-Einspielungen: Kermes, Bartoli, Jaroussky und Gauvin legten allesamt unbekannte, erstklassige Musik der Zeit zwischen 1730 und 1760 vor.
Das neue Vivaldi-Album von Vivica Genaux passt- obwohl es auch einige sehr bekannte Stücke wie "Agitata da due venti" enthält- recht gut in diesen Trend, denn es bringt zahlreiche Ersteinspielungen und widmet sich hauptsächlich den späteren, von der neapolitanischen Opernschule und dem damals modernen galanten Stil beeinflussten Werken des Prete rosso. Darunter finden sich zahlreiche Juwelen, die Vivaldi wieder einmal als einen satztechnisch und melodisch höchst originellen Meister seines Fachs zeigen, der es als Opernkomponist endlich verdient hätte, gleichwertig neben Händel gestellt zu werden.
Genaux präsentiert sich stimmlich und emotional deutlich erfahrener und reifer als bei ihrem beeindruckenden, aber etwas glatten Farinelli-Album von 2002. Was ihr an jugendlichem Glanz in den höchsten Tönen vielleicht etwas abhanden gekommen ist, macht sie durch eine sattere Tiefe und ein breiteres Emotionsspektrum wett. Schier unbegreiflich ist nach wie vor ihre stupende Bewältigung von aberwitzigen Koloraturpassagen. Ganz besonders beeindruckend gelingen ihr jedoch auch die ruhigen, introvertierten Arien.
Sehr erfreulich haben sich auch Fabio Biondi und sein Ensemble entwickelt: Der harsche, auf extreme Dynamikkontraste und überzogene Tempi setzende Stil seiner früheren Aufnahmen ist einer ruhigeren und sensibleren Darstellungsweise gewichen, was ihn zu einem perfekten Partner der Genaux macht, die mit dieser aufregenden CD den Rang einer Primadonna assoluta im Bereich alter Musik nachdrücklich unter Beweis gestellt hat.
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11 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Bajazet30 TOP 1000 REZENSENT
Format:Audio CD
Diskographisch ist es um Vivica Genaux bedauerlicherweise in der letzten Zeit etwas ruhiger geworden - abgesehen von ihrem recht kurzen Auftritt in Vivaldis "Atenaide" ist ihre letzte Aufnahme über drei Jahre her. Nun meldet sich die amerikanische Mezzo-Sopranistin mit einem vokalen Feuerwerk zurück, das seines Gleichen sucht. Mit "Pyrotechnics" widmet sich Genaux dem virtuosen Vivaldi und zeigt ihr Können auf eindrucksvolle Weise. Es ist fast unglaublich, mit welcher Virtuosität hier gesungen wird: Endlose Koloraturketten und Rouladen, Intervallsprünge über zwei Oktaven, perfekte Triller sowie staccato gesungene Noten werden dem staunenden Zuhörer in z.T. atemberaubendem Tempo präsentiert - und dies ohne nennenswerte technische Probleme. Es ist schon phänomenal, über welchen "langen Atem" Genaux verfügt. Gleich die erste Arie "Come in vano in mare irato" ist repräsentativ für das Album: Hier wird ein vokaler Sturm über mehr als zwei Oktaven entfesselt, der es der Sängerin kaum erlaubt, Atem zu holen. Bemerkenswert sind vor allem die z.T. wahnwitzigen Auszierungen der Dacapo-Teile. Vor allem in jenen Arien, die schon in etlichen Einspielungen vorliegen, zeigt sich Genaux' Mut zu Extremen - und ihre einzigartige Technik. Meines Erachtens überragt ihre Interpretation von "Agitata da due venti" die einer Bartoli, Kermes oder Cangemi noch. Sicherlich wird es auch kritische Stimmen geben, die der Ansicht sind, Genaux übertreibe etwas mit ihren Auszierungen - mir jedenfalls gefallen sie außerordentlich!
Gleichzeitig werden aber auch wunderbar ruhige Stücke dargeboten. Mein diesbezüglicher Favorit ist die Weltersteinspielung (?) von "Il labbro ti lusinga", einer Arie im galanten Stil, die keiner Oper Vivaldis direkt zugeordnet werden kann. Mit wunderschönen Trillern und Staccati und einer herrlichen Stimmführung zeigt hier Genaux, dass sie auch zarte Emotionen ausdrücken kann.
Auch Fabio Biondi und sein Ensemble müssen positiv erwähnt werden: Ihre Begleitung ist ähnlich souverän und virtuos wie der Gesang der Sängerin.

In gewisser Weise entwirft Genaux hier also das programmatische Gegenstück zu Kozenas Vivaldi-Album: Während die Amerikanerin ganz auf Virtuosität, Furor und Tempo setzt, betont die Tschechin den meditativen und ruhigen Vivaldi. Dies spiegelt sich übrigens auch in der Covergestaltung wider: rot, sinnlich, feurig vs. schwarz-weiß, kontemplativ, ruhig.

Fazit: Für mich persönlich das bisher beste Vivaldi-Album auf dem Markt. Endlich erhält Genaux den Rahmen, den sie braucht, um ihre einzigartige Musikalität und Virtuosität unter Beweis stellen zu können. Hoffentlich verkauft sich die Scheibe gut, damit in Zukunft möglicherweise auch ein "Sacrificium" mit Genaux produziert wird...
Kleiner Tipp für die ungeduldigen Fans: In GB wurde das Album bereits veröffentlich!
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Audio CD
CD-Alben mit Opernarien von Antonio Vivaldi gibt es mittlerweile in erfreulich großer Anzahl, so dass jede Neuerscheinung sich einer immer größeren Konkurrenz stellen muss. Wenn man die Programmauswahl der Recitals etwa von Emma Kirkby, Cecilia Bartoli, Simone Kermes und Magdalena Kozena vergleicht, kristallisieren sich unter den dort vertretenen Arien einige Dauerbrenner heraus, um die niemand herumkommt, der dieses Feld zu bestellen wagt. Die Auswahl unter den erhaltenen Bühnenwerken des "Prete Rosso" ist aber so groß, dass bisher jedes neue Vivaldi-Album mit einigen Ersteinspielungen aufwarten konnte, so auch dieses.

Vivia Genaux legt den Schwerpunkt ihres Programms auf Vivaldis Opernschaffen der 1730er Jahre, als die Sänger aus Nicola Porporas neapolitanischer Virtuosenschmiede die Bühnen der Lagunenstadt eroberten. Vivaldi selbst bekam zwar nicht die Gelegenheit, maßgeschneiderte Rollen für Farinelli und Caffarelli, die beiden prominentesten Stars dieser Schule, anzufertigen, aber der von Komponisten wie Porpora, Leonardo Vinci oder Johann Adolf Hasse eingeführte neue Stil hat auf seine Kompositionen jener Jahre deutlich abgefärbt. Zu hören ist das gleich in der ersten Arie "Come invano il mare irato" aus "Catone in Utica", mit der die Sängerin einen fulminanten Kavaliersstart hinlegt. Der Unterschied zwischen neapolitanischem und venezianischem Stil ist schwer zu beschreiben, wird aber doch deutlich, wenn man dieses Stück mit einer typischen Vivaldi-Nummer wie "Agitata da due venti" aus "Griselda" vergleicht. Dieses mittlerweile häufig gesattelte Schlachtross ist ebenfalls eine Bravourarie mit Seesturm-Thematik, aber einzelne melodische Wendungen haben doch einen deutlich anderen Zungenschlag.

Vivica Genaux' Interpretation kann meiner Meinung nach zwar die von Simone Kermes nicht schlagen, behauptet sich aber ebenbürtig neben ihr. Die Geläufigkeit und Sicherheit, mit der sie das ganze Vokabular dieser hochvirtuosen Musiksprache meistert, verblüfft immer wieder. Zudem verfügt Genaux über ein durchaus attraktives, leicht herbtrockenes Timbre, allerdings würde man sich hin und wieder doch etwas mehr farbliche Schattierungen und Nuancen wünschen. Kurz und überspitzt gesagt: Sie singt alles gut, aber eben auch alles gleich. Deshalb gibt es auch keine fünf Sterne wie für Cecilia Bartoli, deren Vortrag zwar mit mehr Mätzchen behaftet, aber auch deutlich kommunikativer wirkt.

Großes Lob verdient auch die instrumentale Seite dieser Scheibe. Fabio Biondi und sein Ensemble Europa Galante spielen souverän mit dem Feuer dieser Noten. Der Maestro buchstabiert sie nicht so akribisch und bedächtig wie Alan Curtis, zerschreddert sie aber auch nicht wie Jean-Christophe Spinosi, sondern findet die goldene Mitte zwischen beiden Extremen.

Noch eine Bemerkung zu den beiden "unbekannten" Stücken auf diesem Album: Die Arie "Il labbro ti lusinga" kann zwar keiner bestimmten Oper Vivaldis zugeordnet werden. Dieselbe Musik kommt aber mit anderem Text ("La bella mia nemica") in Vivaldis "Rosmira fedele" vor, von der eine Live-Aufnahme (Ensemble Baroque de Nice/Gilbert Bezzina) beim Label Dynamic erschienen ist. Diese Oper ist ein Pasticcio, das auch Stücke anderer Komponisten enthält, von denen noch nicht alle identifiziert werden konnten. Es ist also nicht hundertprozentig sicher, ob diese Arie von Vivaldi stammt, was aber ihre Qualität nicht mindert.

"Sin nel placido soggiorno" wurde schon von Simone Kermes auf ihrem Vivaldi-Recital "Amor profano" gesungen. Laut Beiheft zu dieser CD handelt es sich dabei um die einzige bisher aufgefundene Nummer aus Vivaldis Oper "La fede tradita e vendicata".
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