Die "Pyromania" von 1983 ist so eine Platte, wie sie von einer Gruppe nur ein einziges Mal gestemmt werden kann. Ein Klassiker, ein Juwel und auch ein ganz wichtiges Album für Def Leppard und sogar für den Heavy Rock überhaupt. Das 3. Album der Gruppe schlug besonders in den U.S.A. ein wie eine Bombe. Es verkaufte sich wie geschnitten Brot und machte anschließend den Weg frei für viele andere Heavy-Gruppen der 80er Jahre.
Einen ganz großen Verdienst an dem Erfolg hatte der Produzent und Songwriter John "Mutt" Lange, welchen wir von AC/DC und später von Shania Twain kennen. Der Verlierer ist, sicher nicht nur für mich, der Gitarrist und Gründungsmitglied Pete Willis, welcher während den Aufnahmen den Hut nahm oder gehen musste.
Die ersten drei Songs `Rock rock (Till you drop)`, `Photograph` und `Stagefright` sind alle `nur` gut, `nur` gelungen. Der Sänger Joe Elliot erinnert ein wenig an eine Mischung zwischen Bon Scott, Marc Storace (Krokus) und dem jetzigen AC/DC-Quietscher. Die Stimme ist sicher Geschmackssache.
Ab dem 4. Lied `Too late for love` kommen dann nur noch highlights. Ein Klassiker folgt dem anderen. `Die hard the hunter`, `Foolin`, `Rock of ages`, `Comin` under fire` und `Billy`s got a gun`, nur Superlative. Ich möchte den Stil als melodischen, massentauglichen Heavy Metal bezeichnen. Immer wieder begeistert der Chorgesang und die melodischen Gitarrenparts.
Was "Machine Head" für Deep Purple, "IV" für Led Zeppelin, "Paranoid" für Black Sabbath, "Highway To Hell" und "Back In Black" für AC/DC und "The Number Of The Beast" für Iron Maiden, das ist "Pyromania" für Def Leppard. Die damals immer noch recht junge Gruppe wurde über Nacht zu Superstars. 5 Sterne für diesen Klassiker.