1978 folgte nach „Tales Of Mystery And Immagination" und „I Robot" mit „Pyramid" der dritte Geniestreich vom Alan Parsons Project. Das Album ist wieder einmal perfekt produziert, es hat einen futuristisch-spacigen Sound, der für die 70er Jahre Maßstäbe setzt. Das kreative Duo Woolson/Parsons befasst sich diesmal mit dem Pyramiden-Mythos, wie der Albumtitel und das wunderbare Cover schon andeuten. Man fühlt sich bei dieser Musik einerseits in die 70er Jahre und andererseits in die Zukunft versetzt, nicht nur auf Grund dieses genialen Covers, welches zugleich vor Nostalgie und Futurismus strotzt.
Den Anfang macht „Voyager", ein spaciges und gleichzeitig auch leicht orientalisches Instrumental., gefolgt von „What Goes Up...", welches trotz seiner kurzen Spielzeit von 3 1/2 Minuten richtig progressiv ausgefallen ist. Anfangs wechseln sich zwei Vokalisten mit ihrem „looserhaftem" Gesang (wie so oft bei APP *g*) ab, danach folgt ein Gitarrensolo, woraufhin das Orchester einsetzt, bis schließlich David Paton(?) mit seiner „agressiveren" Stimme glänzen kann, ehe das Stück zu seinem Anfangsthema zurückkehrt. „The Eagle Will Rise Again" ist eine Ballade, die aber wieder durch den atmosphäre erzeugenden Sound überzeugen kann. „One More River" mit seinem Saxophonsolo ist dann schlicht das beste von den rockigeren Stücken im APP-Repertoire. „Can't Take It With You" beginnt vielverprechend und Temporeich, wird dann aber ausgebremst, und wir befinden uns in einer eher schlichteren Nummer, die aber dennoch gut anzuhören ist. „In The Lap Of The Gods" ist dagegen ein echter Hammer. Ein Instrumental mit bombastischen Chor- und Orchestereinsätzen. „Pyramania" ist dann sowohl aus musikalischer als auch textlicher Hinsicht wirklich lustig geraten. Eine gute Idee - und keineswegs peinlich! „Hyper-Gamma-Spaces", wieder ein Instrumental, das wie der Name schon sagt, sehr spacig-futuristisch daherkommt. Ein faszinierendes Stück, das wie so viele Parsons-Intrumentals oft bei Radio- und Fernsehberichten als Hintergrundmusik verwendet wird. Schließlich klingt das Album mit der von John Miles gesungenen Pianoballade „Shadow Of A Lonely Man" aus.
Ein unverzichtbares Meisterwerk!