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am 9. September 2014
Seit einiger Zeit schaue ich mir die Medien etwas genauer. Dort hat sich ein interessanter Trend entwickelt. War zuvor noch der „Muselmann“ die Reinkarnation des Bösen – jener, der es laut westlichen „Islam-Experten“ als religiöses Gebot sieht, sich in die Luft zu sprengen, die Welt mit nuklearem Terror zu überziehen, wie etwa einst ein Saddam Hussein mit seinen (nicht vorhandenen) Massenvernichtungswaffen, oder aktuell der Iran mit seinem brandgefährlichem Atomprogramm, so wurde in letzter Zeit die Peak-Position der Terroristen-Charts nun von Putin und seinen satanischen Anhängern erklimmt.

So hatte ich auch einst zu Boris Reitschusters Buch eine gewisse Skepsis, da sein Buchtitel „Putins Demokratur“ das Feindbild gegenüber Putin und Russland zu verstärken schien. Aufgrund der vielen positiven Bewertung entschied ich mich nun, zu schauen, was dieser Reitschuster zu sagen hat.

Bereits in der Einführung wird einem historisch einigermaßen bewanderten Leser auffallen, dass Reitschuster hier Propaganda betreibt. Hier ein exemplarisches Beispiel:

„Immer wieder ist die Klage zu hören, der Westen hätte Russland umzingelt. Das ist die Sichtweise Putins, der als KGB-Mann überall Verschwörungen wittert. Die Realität ist, dass sich Russland mit den meisten Nachbarn überworfen hat. Das russische Modell übt, im Gegensatz zum »American way of life«, auf keines der Nachbarländer Anziehungskraft aus. Dass sich diese Gesellschaften nach Westen wenden, ist also nicht die Schuld der USA oder der CIA – auch wenn es ihnen entgegenkommen mag –, sondern die Folge von Putins Politik.“ (S.11)

Ich empfehle hier einem Herrn Reitschuster einmal, Geschichtsunterricht bei Daniele Ganser zu nehmen. Dann wird auch er erkennen, dass die USA den Russen einmal hoch und heilig versprochen hatte, die NATO nicht gen Osten auszuweiten. Ein Versprechen, welches klar und deutlich gebrochen wurde. Dieser Versuch, die Aggressionen der US-Amerikaner in der Weltpolitik zu verharmlosen oder zu leugnen, ist in diesem Buch kein Einzelfall, welches bei einem Focus-Redakteur allerdings auch nicht verwundern sollte.

Wenn ich oben rechts auf dem Buchcover bereits lese „Aktuell zur Krim-Krise“, dann kann ich nur den Kopf schütteln.„Indoktrination! Für nur 14,99€!“ Die Sichel darf dann natürlich auch nicht fehlen! Wir wollen schließlich alte Feindbilder wiederbeleben!

Was dem Leser permanent suggeriert wird: Jeder der auch nur versucht, Putin und seine Politik zu verstehen, ist ein Anti-Amerikanist, Anti-Jüdisch, ein Stalinist, ein sog. Putin-Versteher usw.

Auch wird nicht mit Stasi-Vergleichen gespart. So seien alle Büros und Wohnzimmer von Herrn Reitschuster verwanzt und er habe natürlich dauernd Morddrohungen. Die Frage stellt sich nun: Wenn Spionage für Sie ein Grund ist, ein Land in Verruf zu bringen oder gar zu sanktionieren, was ist dann ihre Meinung zur NSA-Affäre? Bei uns in Europa haben wir wohl kein Problem damit.

Auch aus sozialer und wirtschaftlicher Sicht konstatiert Reitschuster in erbärmlich einseitiger Art und Weise ein katastrophales Bild, an dem natürlich wieder einmal Putin schuld ist. Das scheint die Universalformel eines Reitschusters zu sein. Putin ist schuld.

Dabei ist es ja nicht so, dass die Missstände in Russland, die in diesem Buch überdeutlich dargestellt werden, nicht der Realität entsprechen würden. Korruption und Rassismus ist ein ernsthaftes Problem in Russland, doch anstatt die Probleme aus der historischen Entwicklung dieses Landes zu begreifen, wird hier sämtliche Schuld auf Putin abgewälzt!
Aber nicht alles, was Putin leistet, ist auch schlecht. Dazu braucht man sich nur die Entwicklung der letzten Jahre anzuschauen. Die Inflationsrate ist kontinuierlich zurückgegangen. Wirtschaftliche Institutionen im Energiesektor, die unter Jelzin zum Vorteil der US-Amerikaner privatisiert und verscherbelt wurden, wurden wieder verstaatlicht. Ausländischen Energiekonzernen werden nur noch Minderheitsbeteiligungen gewährt (mit Ausnahme BP), sodass das Kapital auch bei den Russen bleibt. Die gesamtwirtschaftliche Produktion ist von 2000 bis 2007 um 70% gewachsen, der Durchschnittslohn hat sich versiebenfacht. Wichtige Steuersätze wurden gesenkt. All diese Informationen spielen im gesamten Buch hinweg schlicht keine Rolle.

Beim Versuch, den Grund für Putins Bosartigkeit zu ergründen, will sich Reitschuster dann noch einer psychologischen Rekonstruktion seiner Kindheit bedienen, in der Putin sich aufgrund seiner harten Kindheit sich das rücksichtslose Weltbild des „Rechts des Stärkeren“ angeeignet habe.

Um nun richtig Stimmung gegen Russland zu machen, bedient sich der Autor der Gas-Krise zwischen der Ukraine und Russland, an der – wer hätte es gedacht – mal wieder Putin schuld ist! Und was in solch einer Situation zu tun ist, weiß der Boris ebenfalls:

„Ausgerechnet der Gas-Krieg zwischen Russland und der Ukraine kann deshalb für
Deutschland und den Westen eine Chance bedeuten: Wenn man ihn zum Anlass nimmt,
vor der Entwicklung in Russland nicht mehr die Augen zu verschließen, sondern endlich
die nötigen Konsequenzen zu ziehen, bevor es zu spät ist.“ (S.17)

Ja, das ist ja mal ein Ding: d.h. nur weil Russland nicht mit seinen Rohstoffen Handel treibt, wie der Westen es möchte, muss man gegen Russland also „vorgehen“! Das kennen wir doch auch aus dem Irak, nicht wahr? Wie war das nochmal? Saddam Hussein wollte sein Öl nicht mehr für Dollars verkaufen und schwups! war er vom besten Freund des Westens zum bösen Diktator geworden, gegen den wir „vorgehen“ mussten. Das hier westliche Propaganda am Werk war, kann nun wirklich niemand mehr bezweifeln.

„In den »Medien der NATO« – gemeint sind die Medien der NATO-Länder – würden gezielt tendenziöse Berichte platziert, die den Bürgern im Westen Angst einjagen sollten: vor Terror, vor Kriminalität und vor atomaren Gefahren aus Russland.“ (S.159), was für Reitschuster natürlich blanke Verschwörungstheorie ist. Westliche Medien würden doch niemals Lügen!

Weiterhin versucht Reitschuster, die Kooperation der nun mit dem Rücken zur Wand stehenden Russen mit China ins Lächerliche zu ziehen. Der Russe würde bei dieser Allianz „unter den Pantoffel“ geraten und zusätzlich eine Blockbildung zwischen Russland/China und den NATO-Staaten sowie Ukraine und Georgien provozieren.

Auch in der Palästina-Israel-Frage kaut Reitschuster die gängige Propaganda durch: Die Israelis, die sich ja nur verteidigen wollen, hätten so viele Opfer zu beklagen. Da sei es ein Akt der Unmoral seitens Putin, den Hamas-Führer einzuladen, um den Dialog zu suchen. Natürlich sei auch das wieder Kalkül, da Putin sich dadurch Rückendeckung durch die Muslime, welche 20% der russischen Bevölkerung ausmacht, erhofft. Reitschuster verschweigt hier die völkerrechtswidrige Expansionspolitik Israels und die Opferzahlen auf palästinensischer Seite. Damit soll die Hamas nicht schön geredet werden, doch Reitschuster konstruiert auch hier wieder ein düsteres Bild, um Putin als Kollaborateur des Bösen darzustellen.

Auf eine ähnliche Polemik wird auch beim Thema Iran zurückgegriffen. Iran würde Atomwaffen bauen, obwohl die Inspekteure der IAEA Zugang zu iranischen Atomkraftwerken haben. Zudem teste der Iran bereits Langstreckenraketen, habe „40.000 Selbstmordattentater“, „die bereitstehen, seine Feinde mit Terror – auch Nuklearterror – zu überziehen.““Mit Atomwaffen bewaffnet und regiert von religiösen Fanatikern, werde Iran zur gefährlichsten Nation der Welt“(S.171) Dabei zitiert Reitschuster Alan Dershowitz, welcher als jüdischer Schriftsteller für seine Hetzschriften gegenüber dem Iran bekannt ist und daher keine besonders objektive Quelle sein kann. Das strotzt nur so vor Seriosität! Dass Putin mit solch einem „Terrorstaat“ Handelsbeziehungen aufnimmt, ist natürlich auch hier wieder höchst diabolisch.

Auf ähnliche Weise versucht Reitschuster, die Schuld der militärischen Eskalation in Georgien auf Putin zu schieben. Das auch hier die CIA aktiv gewesen sein könnte, ist für ihn – oh Wunder – Verschwörungstheorie.

Besonderes Augenmerk hatte ich auf die aktuelle Ukraine-Krise gelegt. Dort gibt Reitschuster immerhin zu, dass Janukowitschs Amtsenthebung keine gesetzliche Grundlage hatte. Und dennoch beharrt er darauf, die US-Amerikaner auf Gedeih und Verderb als Unschuldslämmchen darzustellen. Und das ist einfach nur noch pervers! Weiß er denn nicht, dass der aktuelle Ministerstab der vom Westen unterstützten Regierung teilweise Mitglieder der Swoboda-Partei sind, welches er selber als nationalsozialistisch bezeichnet?

„Moskaus Medien vermitteln den Menschen das Bild, ein Haufen rechter und faschistischer Chaoten aus der Westukraine versuche einen bewaffneten Putsch. Organisiert und finanziert werde der Aufstand von den Vereinigten Staaten.“ (S.270)

Nein, Herr Reitschuster. Das vermitteln nicht nur die ach so verlogenen Medien Moskaus. Das vermittelt der gesunde Menschenverstand.

Fazit:
Dieses Buch ist die unglaublichste Anti-Russland-Propaganda, die mir je untergekommen ist. Hier wurde gar keine Bemühung angestrebt, das Thema auch nur ansatzweise objektiv zu beleuchten. Putin ist für Reitschuster wirklich an absolut allem schuld. Es handelt sich wohl wieder um eine typisch amerikanische Auftragsproduktion, welches die Europäer auf einen Angriffskrieg gegen Russland mental vorbereiten soll. Hier werden mal wieder ordentlich die Kriegstrommeln für den Dritten Weltkrieg geschlagen.
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am 15. Dezember 2015
Ich habe das Buch "Putins Demokratur " von einem Bekannten geliehen - der mit diesem " Schriftlichen Erguss " Reitschusters`s nicht zufrieden war . Zum Inhalt dieses Buches werde ich nun unten einige Anmerkungen machen .

Einen umfassenden , zutreffenden und lesenswerten Kommentar zur Qualität des Buches , seinem Verfasser und seinem zweifelhaften Inhalt hat schon 2014 " King Ismael " mit dem Titel " Die Kriegstrommeln sind wieder zu hören " - gebracht .

Beginnen wir mit dem Umschlagbild - " die Sichel " -- Sichel und Hammer waren Symbole der vergangenen Sowjetunion . Durch seine übereilte Flucht scheint dem Autor dieser Wechsel noch nicht aufgefallen zu sein . Sein eiliger Rückzug aus Russland fand 2011 statt nachdem er als Focus-Mitarbeiter angebliche Morddrohungen bekommen haben will . Viele andere Zeitungsschreiber blieben in Russland und leben a l l e noch . Laut Reitschuster hat man - als so mutiger Vertreter der westlichen Freiheit - in Russland seine Feinde , muß dann eilen und seine Füße in die Hand nehmen
In der BRD scheint Reitschuster nun sicher - hier wagt PUTIN wohl nicht ihn zu bedrohen oder ärgeres . Autor Reitschuster war deshalb sogar sehr mutig und wirkte am 15.12. 15 in der ZDF-Sendung " ZDFzeit - Machtmensch Putin " mit .
Sein dortiges Auftreten wirkte auf mich sehr unreif , unseriös und setzte bei mir starke Zweifel frei - an seiner Fähigkeit als respektabler Buchautor .
.In seinem Buch vertritt R. u. a. auch die unglaubhafte These das Russland im letzten Jahrzehnt die USA mit Mitlitärstützpunkten eingekreist habe - obwohl es eher umgekehrt ist . Auch zu Israel , zu Palästina und den Palästinensern sagt er nur Zweifelhaftes .
Er weiß unter anderem auch zu berichten - das Putin als Kind geschlagen wurde - ob Reitschuster wohl Putin`s " BABUSCHKA " bestochen hat um an diese weltbewegenden Infos zu kommen ?
Seine Äußerung im ARD - Zwangsbezahlsender :: " Putin will die Restauration der Sowjetunion in neuer Form mit innenpolitschem Machterhalt " wird viele Menschen bestürzen. Das sind ja so überwältigende Einsichten - darauf wären die meisten Leser ohne Boris Reitschuster nicht gekommen . In seinem Buch glänzt R. mit vielen solcher Plattitüden und vielen UNWAHRHEITEN .

Nun auch noch eine Weisheit von mir Herr Reitschuster - auch westliche Politiker - wie Merkel , die CDU wollen den " Innenpolitischen Machterhalt " - wie man beim Bundesparteitag 2015 erkennen konnte . Diesen Tipp gebe ich sogar kostenlos .
1111 Kommentare| 33 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 18. Dezember 2015
Zu meinem Erstaunen fand ich dieses Buch sogar in einem Flughafenshop in Schweden und habe mir damit 7 Stunden Wartezeit überbrückt. Da ich etliche Auftritte von Herrn Reitschuster aus dem Fernsehen kannte, war ich nun doch neugierig, wie er sich jounalistisch zu seinem "Reizthema" Rußland und Putin artikuliert, wenn er frei von Studioscheinwerfern, Kameras und Diskussionspartnern seine selbst gewählte Rolle als "Rußlandexperte" nun als Buchautor voll ausspielen kann. Man sollte also eine sachliche, journalistisch professionell aufbereitete, durch Fakten und nicht durch emotional überschäumende Behauptungen unterlegte Analyse erwarten...
Enttäuscht wurde ich nicht, denn ich hatte es geahnt - ein Propagandawerk, das von Beginn an die fokussierte Sichtweise des Autors erkennen läßt und meinen Eindruck von seinen Auftritten in Fernsehdiskussionsrunden noch verstärkt. Dieser Mann war jahrelang als akkreditierter Jounalist und Leiter des Büros von "Fokus" in Moskau tätig, mit dem Auftrag, die Leser in Deutschland objektiv, umfassend und vielseitig über das Gastland zu informieren. Wie lautet doch der Werbeslogan seines damaligen Arbeigebers ? " Fakten Fakten, Fakten "..... Nun ja, vielleicht meint manch anderer, der vielleicht in den letzten 10-15 Jahren nie in Rußland war und nur den leider bei uns so aufgebauten Mainstream kennt, dies seien Fakten. Ich sage hier nur, man muß Herrn Reitschusters Fernsehauftritte gesehen haben und dieses Buch selbst in die Hand nehmen, um sich ein Urteil zu bilden. Ich kann mich jedenfalls nur den hier bereits ausführlich veröffentlichten und detailliert begründeten 1-Sterne-Bewertungen anschließen (was bei Amazon zu dieser Art politischen Reizthemen zum Glück möglich ist, im Gegensatz zu vielen online-Ausgaben unserer freiheitlichen Medien, wo man mit seiner Meinung oft einfach ausgeklinkt wird).
Ich selbst bin in der ehemaligen DDR aufgewachsen und habe daher bis heute eine Vielzahl persönlicher Kontakte zu einfachen russischen Menschen, die ihr Vaterland lieben, mit allen Mängeln und positiven Seiten, die es immer gab und in unterschiedlichen Formen immer geben wird, wie bei uns auch, nur daß Rußland eben anders ist als Deutschland. Man kann unsere dort lebenden Freunde und Bekannten keineswegs alle als "Putin-Fans" bezeichnen, aber sie wissen in erster Linie das an ihrem Präsidenten zu schätzen, was er seit seinem Amtsantritt aus dem in der Jelzin-Ära durch Korruption, Kriminalität und Oligarchenwillkür vollständig zerrütteten Land bis heute gemacht hat und mit welcher Konsekvens er die vielschichtigen Probleme des Riesenlandes innen-wie außenpolitisch angeht... Mir stellt sich die Frage, zu welcher Art Menschen der Autor in Rußland offenbar gezielt Kontakt gesucht hat , wie sein u.a. im Fernsehen von ihm zitierter Bekannten- und Informantenkreis in Rußland aussehen mag , daß er zu so absolut einseitigen und dadurch die Realität verfälschenden Aussagen und Bewertungen kommt. Von der sprichwörtlichen "russischen Volksseele" und was den einfachen Menschen dort wirklich wichtig ist, scheint er als "Rußlandexperte" erschreckend wenig zu wissen.
Hinzu kommt der arrogant erhobene Zeigefinger, wie Demokratie in anderen Teilen der Welt gefälligst auszusehen hat, weil die unsere ja so perfekt und volksnah funktioniert. Peter Scholl-Latour empfahl dazu in einer Fernsehrunde den Teilnehmern und Zuschauern folgendes Gedankenexperiment : Man lasse gedanklich Frau Merkel mit ihrer Mannschaftfür 1 Jahr Rußland regieren und setze in dieser Zeit Putin auf ihren Platz in Deutschland ...... betretenes Schweigen in der Runde und dann Gelächter......damit war es in dieser Talkrunde jedenfalls erstmal vorbei mit der Schlaumeierei der anwesenden Politprominenz.
Peter Scholl-Latour oder Gabriele Krone-Schmalz waren bzw. sind bestimmt keine "Putinfreunde" - aber Politjournalisten vom Feinsten, deren Bücher über Rußland dem interessierten Leser tiefe Einblicke und eine im Vergleich zum Mainstream ganz neue Sichtweise ermöglichen, ohne daß er dadurch gleich zum geschmähten "Putinversteher" werden muß.
Für mich ist dieses Buch jedenfalls kein Beitrag zur Vermittlung eines objektiven Bildes über Rußland und schadet der für uns alle so wichtigen Überwindung verhärteter politischer Fronten.
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am 22. Dezember 2015
Wer RUS tatsächlich gesellschaftlich und politisch kennengelernt hat, gar länger dort gelebt hat, für den ist dieses Buch eine Lachnummer. Es dient nur Unwissenden, ihre Propaganda-Vorurteile mit Lügen und Verfälschungen bestätigt zu finden. Kein RUS-Experte stünde hinter diesem Machwerk. Der Autor lebt seit 2011 nicht mehr in RUS - und wurde selbst vom FOCUS nicht mehr weiter beschäftigt.
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am 25. Mai 2016
Die ungleichen Bewertungen - entweder sehr gelobt oder als Propaganda verdammt - lassen es ahnen: Hier schreibt einer, der einen Nerv trifft, der Partei ergreift, der sich auseinandersetzt mit dem modernen Russland.

Zunächst haben wir eine Fleißarbeit vor uns, die sich auf vielen hundert Seiten und mit der genauen Angabe von Hunderten von Belegstellen als ein gründlich recherchiertes Werk ausweist. Reitschuster geht auf verschiedene Aspekte des modernen Russland ein, auf Wirtschafts- und Medienpolitik, auf die Rolle von Justiz, Oligarchen, Politologen und Philosophen, auf das Wirken von Militär und Geheimdiensten, von Bürokratie und Opposition.

Reitschuster ergreift Partei für ein demokratisches liberales Russland, ohne die Fehler der Demokraten nach 1990 zu verschweigen; er wendet sich gegen ein nationalistisches, zunehmend militant-aggressives System der Verquickung von Staat, Kirche und dienstbaren Oligarchen, ohne die Erfolge Putins generell zu leugnen oder gar ihren Anklang in Russland selbst zu verschweigen. Er geht dabei durchaus erklärend und erörternd vor, setzt sich immer wieder mit den Behauptungen und Argumenten der Putin-Versteher auseinander.

Meist chronologisch aufgebaut, gibt er einen Überblick über die jeweilige entwicklung von etwa 1985/90 bis zur jüngsten Gegenwart 2015. Er beleuchtet Entwicklungstendenzen und zeigt an vielen Beobachtungen aus dem Alltag, die es nicht bis in die Medien bei uns schaffen, dass er ein exzellenter Analytiker und Kenner des Landes ist.

Ich fand das Buch sehr erhellend, habe viel Neues erfahren, obwohl ich selbst regelmäßig auch russiche Zeitungen lese.

Im Ganzen ein großer Gewinn und aus meiner Sicht die beste, detailreichste Arbeit über das Machtsystem Putins. Ein Muss für jeden, der sich für Russland interessiert.
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am 11. April 2016
"Russlandexperte" und "Putin-Kenner" Boris Reitschuster schrieb wieder mal ein übles Propagandawerk! Er ist ein Hassprediger reinsten Wassers, den man eigentlich wegen Volksverhetzung anzeigen müsste. Schuster bleib bei Deinen Leisten! In Kürze will er erneut seine ungeistigen Ergüsse mit einem Buch-Machwerk verbreiten.
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am 23. Juni 2016
Das Buch, wie im Übrigen alle von diesem Autoren, sind nichts als übelste Anti.Russland Propaganda!!
Es beruht nicht auf Fakten, sondern auf seiner hasserfüllten Meinung!
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am 18. Februar 2015
Herr Reitschuster wird zwar gerne als Russland Experte rumgereicht, allerdings hat der Inhalt eher den Charakter eines Abenteuer Romans, der offenbar dazu gedacht ist, bei einer gewissen Klientel, die Russland bestenfalls aus Opis Erzählungen aus Stalingrad oder Guido Knopp kennt, ohnenhin bestehende Vorurteile zu bestätigen.
Tenor, Russen sind böse, extrem und fressen kleine Kinder.
Wer sich tatsächlich über Russland informieren möchte, der sollte um Reitschuster einen weiten Bogen machen.
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am 26. Mai 2014
Ein äußerst wertvolles Buch, das die Augen öffnet und mehr bietet als intelligente Analyse und einen guten Überblick über die vergangenen vierzehn Jahre von Putins Demokratur. Boris Reitschuster hat lange als Journalist in Putins Russland gelebt und daher nicht nur jede Menge wichtige Informationen, sondern auch aufschlussreiche eigene Erfahrungen in seinem Buch verarbeitet. Er fühlt sich ideologiefrei der Wahrheit verpflichtet und nimmt dafür schlimmste Anfeindungen in Kauf.

Boris Reitschuster ist keiner von den Putin-Schönfärbern, von denen sich viele als „Putin-Versteher“ ausgeben. Er hat Putin durchschaut. Ich beschäftige mich schon lange mit Putin und kann – auch als Mitglied mehrerer Menschenrechtsorganisationen – sagen, dass dieses Buch keineswegs übertreibt.

Niemand, der ernsthaft an Putins Russland interessiert ist, wird es bereuen dieses Buch gelesen zu haben und zumindest für Politiker und (oft naive) Talkshow-Moderatoren sollte es so etwas wie eine „Pflichtlektüre“ sein, denn Putin und seine Propagandisten haben es leider geschafft, zahlreiche Lügen, Halbwahrheiten und Illusionen in die Welt zu setzen, die leider oft auch in Deutschland nicht durchschaut und von einigen Politikern und „Russland-Experten“ sogar wiedergegeben werden (Gabriele Krone-Schmalz war z.B. mehrfach mit Vorträgen für kremlnahe Unternehmen tätig und desinformiert gerne in Talkshows, Philipp Mißfelder (Außenpolitischer Sprecher der CDU/CSU Fraktion im Bundestag) befürwortete 2011 sogar die Vergabe eines Preises an Putin und es ist wohl kein Zufall, dass er zusammen mit Putin bei der Geburtstagsfeier von Gerhard Schröder in Russland auftauchte und die Leute von der Linkspartei haben nicht verstanden, dass Putins Russland ein extremes Beispiel für einen ultrakapitalistischen, militaristischen Staatskomplex darstellt und Putin mit seinen Methoden dem Faschismus weit näher ist als die von Putins Propaganda als faschistisch diffamierte Demokratiebewegung der Ukraine).

Zahlreiche russische Journalisten sind dafür ermordet worden, dass sie ähnlich aufrecht und mutig wie Boris Reitschuster berichtet haben. Die Welt braucht Menschen wie ihn. Sie braucht auch mehr Menschen, die nicht nur sein Buch lesen, sondern selber etwas tun wollen. Warum nicht Mitglied bei Amnesty International oder der Gesellschaft für bedrohte Völker werden? Zumindest kann jeder helfen, die kostbaren Informationen dieses Buches weiter zu verbreiten, indem er es verleiht oder verschenkt.
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am 30. Juli 2014
Na ja. Wenn man ein Feindbild über Russland braucht, der kann dieses Buch natürlich kaufen. Man muss aber im klar sein, daß man u.U. fast jeden Politiker schwarzmalen und anschuldigen kann. Der Präsident Jelzin hatte nach 5 Jahren seines Präsidentschafts nur 6% Volksstimmen, weil er das Land von den westlichen Firmen und eigenen Oligarchen ausplündern ließt. Jelzin war der unbeliebster Politiker des 90-zigen Jahren im Russland und der schlechtester Staatsführer der russischen Geschichte überhaupt.
Putin hat heute nach 10 Jahre Arbeit als Präsident und noch 4 Jahre als Regierungschef über 80% Volksstimmen. Dem russischen Volk ist also scheiss egal was Boris Reitschuster in senem Buch über Putin denkt.
Als Putin das Ausplündern von Russlands durch den westlichen Firmen untersagt hatte, erschienen immer wieder solche Bücher im Westen, die nur eine Ziel haten, Putin als Bösewicht hinzustellen, was aber mit Realität nicht zu tun hat. Das Argumentation des Buches steht ausser jeder Kritik und kann nur als reinste Propaganda zu bezeichnen.

Also nicht zu empfehlen.
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