Kurzbeschreibung
Nach jahrelangem Heroinkonsum muss Milo feststellen, dass seine Position als Kopenhagens Gangster Nummer 1 gefährdet ist. Ein neue Generation ambitionierter Albaner ist dabei, ihm den Rang im Drogenmilieu abzulaufen. Milo erkennt, dass seine einzige Chance darin besteht, mit dem Nachwuchs ins Geschäft zu kommen. Deren Geschäftsgebaren sind jedoch selbst für den hartgesottenen Milo gewöhnungsbedürftig. Es kommt zum Konflikt, der sich mit gnadenloser Brutalität entlädt...
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Die Fortsetzungen des originalen "Pusher" entstanden, weil Regisseur Nicolas Winding Refn sie machen musste, um seinen nächsten Film finanzieren zu können. Der Vorgänger "Fear X" war ein Flop gewesen und hatte seine Produktionsfirma in die Bredouille gebracht. Was auch immer der Grund für die Entstehung der beiden Filme sein mag, eines kann man getrost sagen: Es ist gut, dass sie entstanden sind. "Pusher 3" stellt den Drogenhändler Milo in den Mittelpunkt, der in den beiden ersten Filmen nur eine Nebenrolle war. Darsteller Zlatko Buric meistert die Herausforderung, den Film zu tragen. Er ist quirlig und aufbrausend, immer am Rotieren und schließlich am Überreagieren. "Pusher 3" ist experimenteller als seine Vorgänger, erzählt einen fast typischen Tag im Leben von Milo und bringt das Problem, das der alternde Drogenboss hat, erst im letzten Drittel des Films zum Tragen. Das Drehbuch ist jedoch stark genug, das Interesse des Zuschauers bis dahin zu bewahren und der dynamische Kameraeinsatz sorgt für ein sehr realistisches Feeling. Fazit: Starker Abschluss der Trilogie
Moviemans Kommentar: Ein toller Film in einer technisch nur durchschnittlichen Umsetzung. Die Extras entschädigen ein wenig.
Bild: Im Vergleich zum ersten Teil ist die Bildqualität deutlich schlechter, was auch daran liegt, dass der Regisseur beim Dreh auf Videomaterial anstelle von Film zurückgreifen musste. Die Farben sind recht matt, halten sich dabei aber an die Vorgänger. Schlimm ist jedoch der Rauschwert, der ausgesprochen hoch ist (00:01:21). Dazu kommt, dass immer wieder ganze Rauschblöcke zu erkennen sind (00:09:18), wobei sich das vor allem bei hellen Flächen äußert. Der Kontrast ist eher schwach und neigt zum Überstrahlen. Ein Fensterkreuz verschwindet fast vollständig (00:23:49). Die Schärfe ist nicht wirklich gut. Das Bild ist durchgehend sehr weich und kann in der Detailzeichnung nicht überzeugen (00:37:37)
Ton: Dieses Mal gibt es mehr Tonspuren als beim Original. Die Stereospuren sind ordentlich, aber auch nicht essenziell. Beide 5.1-Spuren gefallen. Natürlich darf man keinen Effekt-Overkill erwarten, aber die Party von Milos Tochter oder das Hantieren mit der Säge sorgen schon für ein paar Momente. Der Subwoofer wird nicht wirklich gefordert. Die Dialoge sind in beiden Sprachfassungen gut zu verstehen. Die Auswahl der Synchronsprecher ist sehr gut gelungen. Die Untertitelung bei den fremdsprachigen Szenen in Ordnung, manchmal aber ein wenig verwirrend, da man schwer zuordnen kann, für wen sie gerade gelten. Bei 00:35:40 bleibt ein Untertitel eingeblendet und verschwindet auch für mehrere Minuten nicht mehr aus dem Bild.
Extras: Das Bonusmaterial ist schön geworden. Es gibt wieder einen Audiokommentar mit dem Regisseur, der abermals sehr eloquent über die Entstehung dieses Films berichtet. Einblicke in die Entstehung dieses Low-Budget-Films liefert auch das knapp halbstündige Making Of. Beide Extras sind auch deutsch untertitelt. --movieman.de