Der Klappentext ist viel verprechend: Es soll um das Geheimnis der Farbe Purpur gehen und um die Färberin Anna, die aus Leichtsinn einen Tropfen Purpur verwendet und teuer dafür bezahlen muss, da diese dem Papst vorbehalten war...
Hört sich gut an, ist aber viel weniger spannend als es hätte sein können(Zudem stimmt der Klappentext nicht, Anna benutzt neben dem Tropfen Purpur für einen Kunstgegenstand auch noch ziemlich viel für ein privates Nachthemd...).
Die Geschichte an sich ist leider auch nicht durch die Hauptfigur Anna dominiert sondern durch einen gierigen, machtbesessenen Priester. Viel wird über Papst Pius und die politischen Gegebenheiten geschrieben während die Handlung oft flach und emotionlos bleibt. Das Ende kommt dann auch recht plötzlich, so als wäre jetzt nichts mehr eingefallen, was die Autorin hätte schreiben können. Die Charaktere sind teilweise unstimmig, wie auch das Mutter-Tochter-Verhältnis zwischen der Hauptfigur Anna und ihrer Tochter Lucrezia, welches angeschnitten wird und das Buch einige Seiten füllt und doch größtenteils im Dunkeln bleibt.
Ich kann dieses Buch nicht empfehlen.