Purple Rain hat schon 1984 polarisiert. Dies galt gleicher Maßen für die Musik wie für den Film. Ich war damals glühender Prince-Verehrer, und die LP Purple Rain war (neben Sign of the Times, drei Jahre später) mein absoluter fravourite.
Alle Lieder finden sich auch auf dem Film (neben weitern Songs von Prince-Kumpel Morris Day und damaliger Prince-Flamme Apollonia Kotero). Sie sind es auch, die dem Film seine Qualität geben. Die Handlung war damals schon, nun ja, mit Vorsicht zu genießen. Oder anders gewendet, sie ließ wiklich kein Klischee aus, und war nur für Prince-Fans wie mich überhaupt erträglich. Trotzdem, wegen der Musik, war der Film schon damals ein Muß.
Als ich Jahre später die DVD bekommen habe, war ich natürlich neugierig. Wie würden Musik und Handlung jetzt wirken. Um es kurz zu machen, die damaligen Eindrücke gelten immer noch.
Zur Handlung ist aus heutiger Sicht nur eins zu sagen: Purple Rain ist der größte Chauvie-Film aller Zeiten, man fragt sich warum man das von 20 Jahren nicht so empfunden hat.
Aber auch die Musik ist heute so gut wie früher. Heute weiß man, wann Prince wirklich gut war, und mit Purple Rain war er zum ersten Mal auf dem Gipfel.
Wenn Sie Prince mögen, besorgen Sie sich die DVD.