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Purple Noon [VHS]

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Produktinformation

  • Sprache: Englisch, Französisch, Italienisch
  • Anzahl Disks: 1
  • BBFC: Erwachsenenbegleitung
  • Produktionsjahr: 1996
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (23 Kundenrezensionen)
  • ASIN: 6304298315

Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von express am 1. September 2014
Format: DVD
René Clément adaptierte hier den Roman The Talented Mr. Ripley (Erstausgabe 1955) von Patricia Highsmith die sich zeitlebens für den ganz normalen Wahnsinn und die kriminellen Anlagen der Menschen interessierte die eben nicht zu den offensichtlich Bösen gehören und fasziniert war von der Amoral ihres Helden und bekannte sich zu dessen "unzweideutigem Triumph des Bösen über das Gute, und ich freue mich daran." Highsmith war eine Verführerin und erzählerisch listenreich, und dadurch gelang es ihr, Figuren zu zeichnen die faszinieren. Aber sobald man sich mit ihnen anzufreunden beginnt, entpuppen sie sich als Monstren. Ihr Markenzeichen war es, ohne moralische Wertung zu schreiben womit sie die Schemata der Kriminalliteratur radikal aufbrach. Alle ihre Romane haben starke Plots, aber die Psychologie ihrer Charaktere, die meist einsame, sexuell verwirrte Aussenseiter sind, stehen im Vordergrund. Ihr Werk enthält auch häufig und offensichtlich homoerotische Andeutungen. Ihr katholischer Kollege Graham Greene betonte, dass vor allem die Ripley Storys in einer Welt ohne moralischem Finale stattfänden. D. H. Lawrence, den man kaum als einen Repräsentanten von irgendetwas bezeichnen könnte, schrieb in einem berühmten Essay: "The essential American soul, is hard, isolate, stoic, and a killer." Gemäss dieser Urteile ist auch der amoralische Tom Ripley der vor allem das Dolce Vita geniessen möchte, ein sympathischer Zeitgenosse und anziehender Ästhet. Im Lauf der fünf Ripley Romane, gerne auch Ripleyade genannt, ermordet er, sozusagen aus innerer Notwendigkeit, wenn ich dies richtig akkumuliert habe, acht Menschen und beobachtet befriedigt wie zwei weitere ertrinken.Lesen Sie weiter... ›
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Von La Diva TOP 1000 REZENSENT am 27. Juli 2014
Format: DVD Verifizierter Kauf
"Nur die Sonne war Zeuge" aus dem Jahr 1960 bleibt für mich als Verfilmung des Patricia Highsmith-Stoffes unerreicht!

Ich bewerte hier in erster Linie den FILM und erhebe nicht den Anspruch, inwieweit er der literarischen Vorlage entspricht. Denke, man sollte nicht unbedingt mit dem "Rechenschieber" arbeiten, sondern sich ganz entspannt und offen auf die packende Atmosphäre einlassen. Wenn ich ständig im Hinterkopf habe, wie und was Ripley an dieser Stelle im Buch gemacht hat und ob er hier (im Film) "cool" oder dort (im Buch) eher "unsicher" wirkt, dann würde mir das einiges vom Genuss nehmen.

Die Handlung wurde bereits von meinen Vorrednern ausführlichst beschrieben und so konzentriere ich mich auf die Wirkung, die der Hauptdarsteller im Vergleich zum Remake "Der talentierte Mr. Ripley" auf mich hat.

Alain Delon verkörpert den Teufel in Person - alias Tom Ripley - mit solch einer dämonischen Eleganz, dass man sich von der Schönheit des Bösen komplett in den Bann ziehen lässt. Ein Mörder der Edel-Klasse!

Matt Damon, der diese Rolle im Remake aus dem Jahr 1999 spielt, wirkt dagegen wie ein fader Milchbubi mit ewig offen stehendem Mund, der tapsig seine mörderischen Schulaufgaben löst. Unheimliche Faszination? Fehlanzeige.

Wie kann man überhaupt auf die Idee kommen, dieses Meisterwerk der französischen Filmgeschichte als platten amerikanischen Neuaufguss zu produzieren - nur, weil man Stoff für gerade angesagte Schauspieler braucht und selbst keine neue Filmidee hat? Dasselbe elegante Ambiente des Originals (fotogene Schauplätze, schicke Hotels und teure Klamotten) zu kopieren, ist noch keine Leistung. Ein Film lebt immer noch vom Hauptdarsteller.
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15 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von j.h. TOP 500 REZENSENTVINE-PRODUKTTESTER am 8. August 2013
Format: Blu-ray
Philippe Greanleaf (Maurice Ronet), von Beruf Sohn eines amerikanischen Millionärs, genießt gemeinsam mit seiner Freundin Marge (Marie Laforet) das "Dolce Vita" im Italien der 50-er Jahre. In ihrer Begleitung befindet sich Tom Ripley (Alain Delon), der im Auftrag von Greanleafs Vater diesen für ein Erfolgshonorar von 5000 Dollar zur Rückkehr nach San Francisco bewegen soll. Doch Ripley hat inzwischen Gefallen an Greanleafs Lebensstil gefunden - und dafür wird er über Leichen gehen ...

René Clément (1913-1996) schuf mit PLEIN SOLEIL 1959 an Originalschauplätzen auf Ischia sowie in Neapel und Rom nach der Vorlage von Patricia Highsmith (THE TALENTED MR. RIPLEY) einen noch heute sehenswerten Kriminalfilm, der den jungen Alain Delon zum Weltstar machte. Clément verbindet dabei Elemente des Film Noir mit den Einflüssen der französischen Nouvelle Vague - unterstützt durch die meisterhafte Kameraführung von Henri Decae und die spannungsunterstützende Musik des italienischen Starkomponisten Nino Rota.

Anlässlich des 100. Geburtstages von René Clément wurde der Film aufwendig rekonstruiert und bei den Filmfestspielen in Cannes im Mai 2013 erfolgreich wiederaufgeführt. Diese Fassung ist nun auf Blu-ray zu sehen. Die Rekonstruktion ist im großen und ganzen gelungen - nur einzelne Szenen wirken merkwürdig farblos, was angesichts des 54 Jahre alten Filmnegativs absolut zu akzeptieren ist. Die seit 2000 von Kinowelt/Studiocanal vertriebene DVD war hingegen durch zahlreiche Bildfehler, Unschärfen und eine absolut unsaubere deutsche Tonspur gekennzeichnet.
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