....präsentieren Pendragon hier ein fast perfektes Progrockalbum der alten Schule, gewürzt mit zeitgenössischem Metal und Hardrock. Nick Barrett sind hier Gitarrensoli aus dem Ärmel gefallen, wie sie seit Ewigkeiten keinem Gitarristen mehr eingefallen sind. Obwohl die Komposition der gesamten CD auf seinen Schultern liegt, tut das dem Album nicht schlecht, sondern eher gut. Alle Stücke (es sind ja auch nur 5) harmonieren toll untereinander und es klingt wie aus einem Guss.
"Indigo", sehr melodisch und dabei auch noch ziemlich hart, ist der geeignete Opener für ein Album, das insgesamt etwas härter ist als seine Vorgänger. Auch "Eraserhead" kommt noch mächtig dröhnend aus den Boxen, um dann mit "Comatose" einem in 3 Bereiche aufgeteilten Stück den absoluten Höhepunkt des Albums zu setzen. Was alleine in diesem Stück an kompositorischem Ideenreichtum heraussprudelt, ist den Kauf der gesamten CD wert. Hier kann man eine Viertelstunde einem Stück zuhören, wie man es selten vorher erlebt hat. Viel Tempowechsel, mal sehr ruhig, mal lauter, doch immer geprägt von wunderschönen Pianoläufen mit fantastischen Harmonien. "The Freakshow" ist rockig, kommt auf den Punkt, ist aber nicht sehr progressiv. Trotzdem noch immer ein sehr guter Song. Zum Abschluss dann wird das Tempo gedrosselt und man kann einer sehr schönen 9 Minutenballade zuhören, welche das Album wunderschön ausklingen lässt.
Alles in allem sehr empfehlenswert, besonders an alle die, welche Pendragon schon abgeschrieben hatten.