In Oslo liegt das Anwesen von Hedda und Jörgen Teßman, einem Doktor der Kulturgeschichte. Sie kommen frisch von ihrer Hochzeitsreise, dennoch scheint niemand recht zufrieden zu sein. Tante Julle fragt unentwegt nach zukünftigen Neffen, Teßman möchte zum Professor aufsteigen und Hedda langweilt sich in ihrem neuen Heim.
Die Ehe ist für sie eine Sinnlosigkeit und sie unterstützt ihren Ehemann in keinerlei Hinsicht. Sie kommt ihm erst ein wenig näher, als Ejlert Lövborg in die Stadt kommt. Mit jenem hatte Hedda früher eine heftige Liebesbeziehung. Lövborg hat gerade ein Buch über Kulturgeschichte veröffentlich, wodurch er zum Konkurrenten von Teßman wird, denn beide beanspruchen die neue Professur für sich.
Heddas Langeweile treibt sie dazu, dass es sie verlangt über Menschenschicksale zu bestim¬men. Sie überredet Lövborg dazu, mit ihrem Mann und dem Richter auf eine Feier zu gehen, nach welcher er das Manuskript verliert. Teßman findet jenes und überreicht es Hedda zur Aufbewahrung. Diese hat nun die Wahl ' es verbrennen und ihrem Mann so einen Vorteil zu verschaffen, oder es behalten und auf andere Weise Schicksal zu spielen?
Hedda Gabler ist ein gesellschaftskritisches Drama, welches vor allem die Ehe und die Langeweile Heddas fokussiert. Bis zum Schluss bleibt es spannend, obschon sich die Schlinge des Todes langsam über das Drama legt, während die Cha¬raktere ihre Schicksale noch unschuldig miteinander verknüpfen.