Petra Hammesfahr hat eine Art zu schreiben, die ich persönlich als sehr fließend und angenehm empfinde.
In einer dörflichen Gegend mit hunderten von familiären und sonstigen Beziehungen verschwinden im Laufe der Jahre mehrere junge Mädchen. Schnell wird ein Sündenbock gefunden. Ben, geistig zurück geblieben und des Nachts streunend, scheint er der Täter zu sein. Nur Trude, seine Mutter ist auf seiner Seite, obwohl sie einige schrecklich Entdeckungen macht, die auch sie zum Grübeln bringen. Sehr bewegt haben mich die Gedanken der Mutter, die mit aller Kraft leugnet, was doch so eindeutig zu sein scheint. War es wirklich Ben? Diese Frage stellte ich mir ständig neu. Klar war er es. Oder doch nicht?
Einen Punkt Abzug wegen der Fülle an Personen, die einem manchmal wirklich zum Verzweifeln gebracht hat, trotz der Liste am Anfang des Buches. Kurz: Nicht immer einfach zu lesen, aber mitreißend und spannend bis zum Schluss!