Musik:
Mal Punk, mal Rap, mal Punk mit Ska, mal Rap mit Reggae, mal von allem was und dazwischen mal Boybandeinflüsse. Sehr unterschiedliche Lieder, die extrem eingängig sind. Erinnern stark an 90er-Musik. Der Sänger Fox klingt, als sei er ein Spross der Ska-Gruppe Rancid, genauso rotzig im Positiven.
Eindruck:
Das Lied Headbutt, finde ich, hat was. Ich hörte ein weiteres des Albums und habs bestellt. Ein bisschen bereue ich das nun, obwohl ich die Musik mit offenen Armen als Revival der 90er begrüße und die Lieder recht fröhlich sind. Mein Problem liegt darin, dass sich kein einziger der Titel nur auf irgendeine Weise innovativ und neu anhört. Natürlich könnte ich das mit der Ausrede entschudligen, das sei Punk, scheiß drauf. Nur was soll ich tun, wenn dieser Populär-Mix mich nicht nur an Rancid erinnert (sehr gut), sondern hier und da auch mal an N Sync und Salt n Pepa? Und, wenn der LONG(??)player viel zu wenig gute, vollständige Lieder hat(9 von 12). Extrem knappe 4 Sterne bekommen die britischen Herrschaften mit dem dämlichen Namen von mir nur deshalb, weil ihr Album ein schöner Launch-Teppich für Parties ist und sie sich Mühe gegeben haben, eine sehr abwechslungsreiche Liedzusammenstellung zu veröffentlichen.
Meine Lieblingslieder:
1) Headbutt. Das Punk-Lied kommt munter rüber und lässt das Tanzbein unruhig werden. Ein paar Wermutstropfen kullern dennoch. Die Grundmelodie erinnert stark an All die ganzen Jahre von den Hosen (kennen sie es?), und ein kleines bisschen M Bob von Hanson schimmert da auch durch.
2) Last of the Dreams. Schade, dass es nur ein Intro von knapp 1er Minute ist. Verspricht sehr viel, und ein Refrain und weitere Strophen hätten diesen Rap zu einem guten Knaller gemacht.
Ungeliebte Lieder:
1) Sex Education. Da musste ich direkt an Salt n Pepa denken, sogar mehr an die 80er als an die 90er. Fröhlich ist der Reggae-Track, aber ich würde auf die Textzeitzeile "wheter u like it or not" mit einem riesigen "Never!!!!" antworten.
2) Set the world on fire. Wieviele Bands haben von sowas schon gesungen? Gerade als Lied eines Albums, das den Titel Punk and POETRY trägt, textlich eine erschreckend öde Nummer. Die Musik ist sehr nah dran an der Out come the Wolves-Zeit von Rancid.