Grevener Zeitung, 24.12.2003
"Fotografie ist Quälerei", hat mal jemand gesagt, und damit nicht speziell die Gruppe der Naturfotografen gemeint. Warum macht man so etwas? Wer sich die Fotos im neuen Buch von Fritz Pölking anschaut, ahnt die Antwort. Nachlesen kann man sie im Vorwort zu "Am Puls des Lebens": "Sie [Naturfotografien] zeigen uns, welch ein grandioses Spektakel das Leben ist." Nur die Naturfotografie ist in der Lage, dieses Spektakel wahrheitsgemäß zu schildern - das ist das Pölkingsche Credo. Dafür lohnt sich die Anstrengung allemal. Oder um einen anderen Pölking-Satz zu zitieren: "Einer muss es ja machen." Was das neue Buch besonders auszeichnet, ist die gelungene Verknüpfung von Text und Bild. Kein Fotografenlatein ist hier zu finden, sondern Reflexionen über die Natur und das Fotografieren, mal witzig, mal nachdenklich. Sie machen dem Betrachter deutlich: Wichtigstes Werkzeug in der Fotografie ist der Verstand des Fotografen, nicht die Kamera. Ulrich Gunka, 24.12.2003, Grevener Zeitung
Westfälische Nachrichten, 30.12.2003
Muss ein Fotograf ein Pedant sein? Nicht unbedingt, wenn er es mit Gestaltung und den Details nicht so genau nimmt. Doch der Naturfotograf Fritz Pölking ist ein Pedant in seinem Fach, er überlässt nichts dem Zufall. Er hat das Auge für ein Motiv und die Gabe, es bildlich umzusetzen. Fritz Pölking ist weit herum gekommen in der Welt, immer auf der Suche nach spannenden und realistischen Motiven, die die Natur so zeigen wie sie ist. Ein Wimpernschlag entscheidet hier über die Aussagekraft und Dynamik. Fotografien wie im neuen Bildband repräsentieren die ganze Bandbreite gestalterischer Kompetenz, angeeignet in vielen Jahren fast schon besessener Schaffenskraft mit der Liebe zum Licht und zum Detail. Malerei, Musik und Literatur können vieles besser ausdrücken als die Fotografie, aber als Schilderer des Momentes und der Realität in der Natur ist die Fotografie unschlagbar - zumal dann, wenn ein Mann wie Fritz Pölking durch den Sucher schaut.
fks, 30.12.2003, Westfälische Nachrichten