Bei "Puffball" erhoffte ich mir einen spannenden Mystery-Thriller, doch leider enttäuschte der Film letztendlich auf ganzer Linie. Ich fasse kurz die Handlung zusammen:
Eine junge Architektin macht sich auf ins irische Hinterland, um dort ein altes Haus wieder herzurichten. Anfangs ist ihr Freund noch dabei, und beide knattern auf einem alten Felsen rum, der irgendwas mit nordischer Mythologie zu tun haben soll. Das benutzte Kondom schmeißt der Schludrian einfach neben den ollen Stein, was von einer "geheimnisvollen" alten Frau beobachtet wird. Jene gehört zu einer Familie, die in der Nähe des zu restaurierenden Hauses wohnt. Der Freund jedenfalls muss bald darauf geschäftlich nach New York, und die Architektin bleibt allein zurück. Ach ja, zwischendrin gibt es noch einen kurzen Quotenauftritt von Donald Sutherland. Die Nachbarn jedenfalls haben teilweise einen an der Waffel, allen voran die Großmutter, die noch dazu das gebrauchte Gummi aufsammelt, um es für irgendwelchen Hokuspokus zu benutzen. Die Familie wünscht sich nämlich unbedingt und mit allen Mitteln einen Sohn. Warum? Das sollen wohl die kurzen, verworrenen Rückblenden erklären. Tun sie aber nicht. Jedenfalls kann die Mutter selber laut Ärzten keine Kinder mehr bekommen. Wie sich herausstellt, ist die Architektin schwanger, verliert das Kind aber offenbar später wieder. Sie wird dann noch von der Mutter der anderen Familie mit Hokuspokus-Wein abgefüllt, woraufhin sie mit dem Mann jener Mutter schnackselt. Peng, wieder schwanger. Doch, oh Wunder, wie sich im Krankenhaus rausstellt, ist der Fötus schon älter und wohl doch von ihrem Freund. Ha, es waren Zwillinge, aber einer hat überlebt. Der Freund kommt wieder, und zwischendrin erfahren sie auch, dass die Schabernack-Familie an den ungeborenen Sohn heranwill. Großes Hallo, hin und her, am Ende ist es eh ein Mädchen und die Architektin und ihr Freund reisen wieder ab. Donald lässt sich auch noch einmal kurz blicken, obwohl er für die Handlung kein Stück wichtig gewesen wäre. Aber hey, wenn man Donald Sutherland für ein paar Minuten bekommen kann, dann baut man ihn doch ein!
Das dazu. Man wartet eigentlich den ganzen Film über auf wenigstens eine spannende Szene, aber die bleibt aus. Auch die Handlung ist ausgesprochen dünn. Da es sich um eine Romanverfilmung handelt, kann man nur hoffen, dass das Buch deutlich besser ist. Den Film kann ich jedenfalls nicht empfehlen. Einen Stern für die Handlung, einen halben fürs schöne Irland und einen weiteren halben für Donald Sutherland.