Es ist sicherlich ein mutiger Schritt, diese E-Mails als Buch zu veröffentlichen, denn es sind trotz alledem persönliche Briefe. Nicht jeder würde sich vielleicht trauen, sein Familienleben eben nicht nur den Freunden, Verwandten und Bekannten, sondern auch Wildfremden zugänglich zu machen. Gelungen ist der Schritt trotzdem - vielleicht auch, weil versucht wird, nicht zu sehr ins Detail zu gehen. So halten sich Anspielungen, auf die nicht eingegangen wird und man als Außenstehender nicht versteht, im Rahmen.
Japankenner werden in den Briefen sicher auch vieles wieder erkennen. Sei es, dass sie ganz ähnliche Erlebnisse hatten ' oder sich vielleicht erinnern, wie schwer es tatsächlich ist, das im Ausland Erlebte über einen Text weiterzugeben.
'"Puderzucker Japans'" ist ein nettes, persönliches Buch, das den Leser den Umzug in ein völlig neues Leben nachvollziehen lässt. Japanexperten werden hier vielleicht nicht wirklich Neues finden ' aber eben viel Vertrautes erkennen. Für Menschen, die längere Zeit nach Japan wollen, und ihre Daheimbleibenden sicher eine nette Einstiegsliteratur.
Ein gutes Buch für alle Japan-Fans ' und Menschen, die ihre Lieben dazu bringen wollen, endlich mehr aus dem Urlaub zu schreiben.