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Puder und Blei: Ein Berliner Kriminalfall aus dem 18.Jahrhundert
 
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Puder und Blei: Ein Berliner Kriminalfall aus dem 18.Jahrhundert [Broschiert]

Jens Luckwaldt
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
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  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Produktinformation

  • Broschiert: 266 Seiten
  • Verlag: Conte; Auflage: 1., Aufl. (Februar 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3941657267
  • ISBN-13: 978-3941657267
  • Größe und/oder Gewicht: 20,2 x 13,4 x 1,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 930.338 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

März 1786: Während ganz Berlin gespannt auf den Staatsbesuch eines orientalischen Paschas wartet, ist der englische Reiseschriftsteller Alexander MacKendrick spurlos verschwunden. Sein Verleger alarmiert den Ex-Kriminalgerichtspräsidenten Wilhelm August Schwan. Dieser, seines Ruhestandes überdrüssig, macht sich auf die Suche. Spuren führen ins Berliner Künstlermilieu. Ein Verdacht fällt auf den Komponisten Rotermund, der im Doebbelinschen Theater mit seinen Singspielen Triumphe feiert. Er steht kurz davor, in die feine Gesellschaft einzuheiraten, frequentiert jedoch insgeheim Lokale für gewisse Kavaliere . War Alexander MacKendrick, der unter seinem dandyhaften Künstlergehabe eine scharfe Beobachtungsgabe verbirgt, zu tief in die Geheimnisse einer seiner Berliner Bekanntschaften eingedrungen und musste deshalb mundtot gemacht werden? Doch es tauchen weitere Spuren auf
Eine spannende Mischung aus Fiktion und historischen Fakten, aus Erzählerbericht und einigen von den Protagonisten verfassten Dokumenten.

Über den Autor

Jens Luckwaldt wurde 1968 in Berlin geboren und studierte nach einer kaufmännischen Ausbildung Musikwissenschaft, Französisch und Informationswissenschaft. Er arbeitet als Lektor und Publizist, spielt Fagott und arrangiert Musik. 2007 erschien der Briefroman Tod in Arkadien, in dem bereits Alexander MacKendrick eine Hauptrolle spielt.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Kunst vs. Vernunft 24. Juni 2011
So muss ein historischer Krimi sein. Er entführt in eine andere Zeit (1780 n. Chr) und Welt (Berliner Künstlermilieu) und nimmt einen dort mit in den ewigwährenden Disput zwischen Kunst vs. Vernunft und Sicherheit vs. Lebensfülle. Neben dem gelungen gestelzten Tonfall des Textes sind die Auftritte von Figuren wie der gewaltigen Opernsängerin Bernhardine Aschenbrenner oder Pantoffelheld Brüllke schon wegen ihrer unvergesslichen Namen die gesamte Lektüre wert.
Von mir fünf Sterne: Den, den ich aus Mäkelfreude prinzipiell abziehe, bekommt der Autor für sein Sprachtalent wieder obendrauf.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Berlin in den 1780er Jahren. Schwan, der ehemalige Präsident des Kriminalkollegs zu Berlin, wird in seiner Privatresidenz, in der er sich zur Ruhe setzen wollte ständig von Bittstellern belästigt, die ihn auf ihre privaten Vermisstenfälle ansetzen möchten. Vermisster Pflanzendünger, Kleider und Hunde liegen jedoch unter seiner Würde. Doch als ihn der Verleger Hempel wegen des mysteriösen Verschwindens des englischen Reisenden und Autors Alexander MacKendrick aufsucht, beginnt der Fall Schwan zu interessieren. MacKendrick war Grund fürSchwans vorzeitigen Ruhestand und ist mitten in einem Berlin, das sich gerade auf den Besuch des Paschas von Alexnadria vorbereitet, wie vom Erdboden verschluckt. Schwan begibt sich auf die Suche und findet sich in einer ihm unbekannten Gesellschaft voller Künstler wider.

Puder und Blei: Ein Berliner Kriminalfall aus dem 18.Jahrhundert von Jens Luckwaldt ist die Aufarbeitung eines historischen Manuskripts von Alexander MacKendrick. Der Tatsachenroman war bei seinem Fund 2007 in einem Londoner Verlagshaus fast vollständig und wurde durch Luckenwaldt nur noch ergänzend bearbeitet. Mir persönlich gefällt der Schreibstil sehr gut. Der Roman ist unterhaltsam und spannend und lässt keine Langeweile aufkommen. Auf den ersten Seiten wirkt die damals zeitgemäße Sprache der Figuren etwas gestelzt, doch man liest sich sehr schnell ein und fühlt sich dann hineinversetzt in ein Berlin vergangener Zeiten. Die Figuren werden so beschrieben, das dem Leser sofort ein Bild des jeweiligen Charakters vor Augen steht. Neben dem Kriminalfall ist ein Kernthema Homosexualität zwischen Männern. Es wird deutlich, wie unterschiedlich aufgeschlossen sich eine Gesellschaft des 18.Jahrhunderts gegenüber dieser Thematik verhält, die einige Jahre zuvor noch unter Todesstrafe stand. Auch andere historische Gegebenheiten, wie zum Beispiel die recht häufige Vergabe von Ehrenringen durch den Königen geben ein interessantes, aber durchaus auch kritisches Bild des preussischen Staates ab. Die militärische Durchdrungenheit des Staates werden ebenso zur Sprache gebracht, wie die schlechte Arbeit der Polizei, denn alle Figuren, die Schwan mit einem Auftrag aufsuchen, glauben nicht an ein erfolgreiches Arbeiten der Polizei. Die Uniformiertheit des Staates wird gleich zu Beginn in einem Brief MacKendricks thematisiert und findet in ähnlichen Motiven im weiteren Verlauf eine häufige Verwendung. Durch Briefe und Notizen wird die Geschichte stilistisch immer wieder unterbrochen, was sie beim Lesen in ihrer Authentizität unterstützt.

Fazit: Der Roman Puder und Blei ist ein außergewöhnliches Leseerlebnis, welches den Leser in das Berlin des späten 18. Jahrhunderts entführt. Der Roman ist durchgängig spannend und ein großes Lesevergnügen, für alle die gern historische Romane und Krimis lesen und diejenigen, die sich für geschichtliche Sachverhalte interessieren.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Cool, eine Fortsetzung von Tod in Arkadien! Habe ich mich als Fan des ersten Krimis von Jens Luckwaldt (bzw. Alexander MacKendrick) total drüber gefreut. Man versteht die Geschichte aber auch ohne weiteres, wenn man das andere Buch nicht gelesen hat und den Protagonisten zum ersten Mal begegnet. Die Spur führt diesmal nach Berlin, und das Ganze ist zunächst mal eher ein farbiges Sittenbild der Stadt zur Zeit Friedrichs des Großen. Zusammen mit dem Ermittler lernt man die verschiedenen Milieus kennen, bevor am Ende auch der Krimifreund zu seinem Recht kommt: Das Rätsel um den verschwundenen Engländer findet eine wirklich verblüffende Lösung! Plastische Figuren, schöne Sprache, viele Details zum Schmunzeln - sehr zu empfehlen.
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