Der Pauli und die Rosi sind Klassenkameraden und beste Freunde. Während Rosi ein Mathe-Ass ist, ist Pauli ein Totalausfall auf diesem Gebiet. Dafür kann er ganz fantastisch kochen - und das schon im Alter von 11 Jahren! Die Kinder ergänzen sich also prima und haben noch ganz andere Fähigkeiten.
Als nämlich eines Tages der Herzanhänger ihrer zickigen Mitschülerin Lea verschwindet und zwei Schüler unschuldig verdächtigt werden, schreiten Pauli und Rosi ein. Sie beginnen in dem Fall zu ermitteln und müssen so manch knifflige Aufgabe lösen. Aber mit der richtigen Nervennahrung schaffen sie es, den Fall zu lösen.
Alle Gerichte, die Pauli zaubert, werden im Anhang nochmal extra aufgelistet. Bei diesen Rezepten ist für jeden etwas dabei. Vom Vanille-Pudding (ohne Bröckerln), über Pizzaschnecken a la Pauli bis hin zum Tiramisu für Tina wird alles exakt beschrieben, so dass auch Kinder (mit Hilfe) die Gerichte gut nachkochen können.
Das besondere und bemerkenswerte an diesem Buch sind Sprache und Stil. Das muss auf alle Fälle gesagt werden: Das Buch steckt voller Austriazismen. Wer damit Probleme hat, wird das Buch nicht in vollen Zügen genießen können!
Ich stamme ja nun aus dem "k&k-Einzugsbereich" :) und konnte mich deshalb köstlich amüsieren. Nöstlinger erzählt hier wie ihr der Schnabel gewachsen ist und das fand ich sehr erfrischend! Wer allerdings nicht weiß was "Umurken", "fladern" und "Glumpert" (und viele viele weitere Ausdrücke) heißt, wird hier manchmal ein bisschen recherchieren müssen. Wenn die des Österreichischen unkundigen Kinder (sowas soll es ja nördlich der Donau geben) dann ihre Eltern fragen, kann das vielleicht etwas peinlich enden, weil die Eltern im schlimmsten Fall als "Deppen" dastehen.
Gerade Sprache und Stil machen das Buch in meinen Augen aber so gelungen, weil's ungemein originell und einfach mal was anderes ist. Für alle, die dies auch so empfinden könnten - sehr zu empfehlen!