127 Seiten Erklärungen, Cartoons, Statements, Definitionen, Anschriften, Internetlinks und ein passendes Glossar:
so präsentiert sich dieses Buch „Zoff in der Schule" mit jede Menge Hinweisen und Vorschlägen gegen Mobbing und Gewalt.
In jugendgerechter Sprache vermittelt die Autorin eine gute Übersicht zu dem Thema, welches immer wieder in Schulen brisant wird.
Zunächst erklärt sie Unterschiede zwischen Aggressivität und Gewalt, bezieht Opfer-Täter-Mentalitäten ein und berücksichtigt auch geschlechtsspezifische Aspekte.
Kristin Holighaus beschäftigt sich dann mit den Ursachen von Gewalt, ehe sie die Rolle der Medien ins Blickfeld rückt.
Die übrigen fast zwei Drittel des Buches haben dann konstruktive Begegnungsmöglichkeiten mit Gewalt und Mobbing zum Thema und beantworten Fragen wie z.B.:
Welche Chancen haben Streitschlichter in der Schule?
Was kann man gegen Mobbing tun?
Was tut man bei Bedrohungen, Diebstählen oder Verletzungen?
Als Antworten auf Gewalt und Mobbing werden schließlich das demokratische Polis-Modell einer Münchener Hauptschule, das „Buddy-Projekt" und viele andere Beispiele genannt, die das schulische Leben für alle angenehmer werden lassen.
Was man schon vorbeugend machen kann, wird an den Projekten „Faustlos", „Busengel" und anderen Initiativen anschaulich gemacht.
Insgesamt gesehen ein mutmachendes Buch, das insbesondere Jugendliche anspricht und in vielfacher Weise dazu animiert, nicht tatenlos zu bleiben, sondern schädigenden Einflüssen im Lebensraum Schule rechtzeitig Einhalt zu gebieten. Die wirklichkeitsnah wiedergegebenen Äußerungen von Schülern und Schülerinnen sowie die vielen Alltagsbeispiele verhelfen zu einem realistischen Einschätzen von Chancen und Risiken, was Kinder und Jugendliche gegen Zoff in der Schule zu leisten vermögen.
Meines Erachtens ein ideales Präsent für die Klassensprecher/-innen in der Sekundarstufe 1, um sie bei der verantwortungsvollen, hilfreichen Beteiligung am schulischen Leben zu unterstützen.