Hier haben sich zwei gefunden, die mit ihrer Unangepasstheit gegenüber ihrer Gesellschaft wunderbar kokettieren. Der eine, Pu (der Bär), der sich dessen nicht bewusst ist, kindlich naiv durchs Leben tappst und mit wenig viel zufriedener ist, als all das summende Leben um in herum trifft Harry Rowohlt, dem dieses Bärenleben sichtlich, pardon, hörbar Spass macht. Sechs lange CDs reissen Kind, Frau, Mann förmlich in einen Rauschzustand, den nicht nur die erleben und nachvollziehen können, die die Bücher gelesen haben (wobei es durchaus hilft, sie zu kennen). Allein der Genuss, Rowohlt dabei zu erleben, wie er alle Charaktere ausschliesslich akustisch regelrecht visualisiert und einen weichen Bogen spannt zwischen Kindheit und Reife, ist es wert, immer wieder erlebt zu werden.