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Psychotherapie bei Schwindelerkrankungen
 
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Psychotherapie bei Schwindelerkrankungen [Broschiert]

Helmut Schaaf
4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)

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Broschiert, 2007 --  


Produktinformation

  • Broschiert: 150 Seiten
  • Verlag: Asanger; Auflage: 2., Aufl. (2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3893344578
  • ISBN-13: 978-3893344574
  • Größe und/oder Gewicht: 20,6 x 14,8 x 1,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 618.870 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)
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Helmut Schaaf
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Es gibt mindestens drei gute Gründe, sich als Psychotherapeut und Psycho-therapeutin mit „dem Schwindel“, seinen vielfältigen Facetten und den not-wendigen, oft erfolgversprechenden Therapiemöglichkeiten zu beschäftigen: 1. Als ein Symptom, das immer eine somatische und psychische Erlebnisdimension beinhaltet, ist Schwindel nach den Kopfschmerzen zum zweithäufigsten Leitsymptom geworden. 2. Gesichert scheint, dass gut 30 % aller Schwindelformen psychogen zu verstehen sind. Zumindestens eine relevante psychogene Mitbeteiligung weisen 30 % bis 50 % der Schwindel Leidenden auf. 3. Patienten mit psychogen verursachtem Schwindel sind meist stärker beeinträchtigt als Patienten mit organischem Schwindel . Aber auch bei einer primär organischen Erkrankung entscheidet der sich oft entwickelnde reaktive psychogene Schwindelanteil über den weiteren Verlauf bis hin zu Fragen der partiellen oder kompletten Berufsfähigkeit.

Dem steht gegenüber, dass die meisten Schwindelsymptome eine gutartige Ursache haben und sich erfolgreich behandeln lassen, wenn nach korrekter Diagnose eine suffiziente Therapie durchgeführt werden kann, was allerdings sowohl am Behandler wie am Patienten scheitern kann.

Schwierig ist, dass der psychogene Schwindel alle Qualitäten annehmen kann, die ein – meist vorangegangener oder vorher erlebter – organischer Schwindel beinhalten kann. Die Begleiterscheinungen sind in aller Regel durch die psychische Erkrankung geformt, so dass dafür eine genaue Kenntnis der Psychopathologie für die Diagnostik und vor allem für die Therapie notwendig ist.

Der Verlag über das Buch

Die relevanten psychogenen Faktoren, die ein Schwindelleiden verstärken und eine Habituation verhindern können, sind in der Regel gut identifizierbar. So liegt entweder eine relevante psychische Genese vor wie · eine Angst- oder Panikerkrankung, · eine depressive Erkrankung, · ein somatoformes Geschehen, · eine dissoziative Störung · oder ein psychiatrisches Krankheitsbild im engeren Sinne bei affektiven, schizophrenen oder Demenz-Erkrankungen. Oft werden zusätzlich aufgrund falscher (Eigen-) Annahmen und mögli-cherweise auch aufgrund falscher ärztlicher Instruktionen Aktivitäten oder Umgebungen, die die Symptome subjektiv verstärken könnten, vermieden, so dass der Betroffene durch die Vermeidung an Fähigkeiten verliert, mit der Situation umzugehen und die neuro-psychologische Adaption unterbleibt. Oft kommen Ängste mit oder ohne Hyperventilation hinzu und verstärken die somatisch empfundenen Symptome, die durch die Gleichgewichtsstörung hervorgerufen sind. Darüber hinaus können maladaptive Aufmerksamkeitsprozesse und ungünstige Kognitionen den zentralen Prozeß der Habituation negativ beeinflussen. So zeigen Patienten mit komplexen somatoformen Schwindelerkrankungen oder zunehmend somatoform gewordenen Krankheitsbildern – trotz der eigent-lich möglichen Therapierbarkeit - im Krankheitsverlauf auch nach mehreren Jahren in etwa 70% noch Schwindelsymptome und eine stärkere Beeinträchtigung ihrer Berufs- und Alltagsaktivitäten

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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen empfehlenswert, 12. Februar 2009
Rezension bezieht sich auf: Psychotherapie bei Schwindelerkrankungen (Broschiert)
ich habe mir als laie dieses buch gekauft um als selbst betroffener mehr zum thema schwindel zu erfahren. obwohl dieses werk eher für den psychotherapeut/-in als für den patienten geschrieben wurde ist es dennoch, trotz stellenweise aufkommender fachbegriffe gut verständlich und hat mir geholfen meine krankheit besser zu verstehen und anzuerkennen. nach rücksprache mit meinem hausarzt hat mir dieser versichert, dass der autor dieses buches ein anerkannter spezialist auf diesem gebiet ist.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Schwindeldiagnostic, 16. Mai 2010
Rezension bezieht sich auf: Psychotherapie bei Schwindelerkrankungen (Broschiert)
Das Buch gibt gute Hinweise für betroffene Patienten. Vor allem der Einsatz von Psychopharmaka wird mit all seinen
Folgen und Auswirkungen so gut beschrieben, das auch der Laie sich vorstellen kann was mit ihm passiert.
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen über ein bereicherndes Buch, 24. Januar 2006
Von 
Rezension bezieht sich auf: Psychotherapie bei Schwindelerkrankungen (Broschiert)
Es gibt mindestens drei gute Gründe, sich als Psychotherapeut und Psychotherapeutin mit „dem Schwindel", seinen vielfältigen Facetten und seinen Therapiemöglichkeiten zu beschäftigen:
1.Als ein Symptom, das immer eine somatische und psychische Erlebnisdimension beinhaltet, ist Schwindel nach den Kopfschmerzen zum zweithäufigsten Leitsymptom geworden
2.Gesichert scheint, dass gut 30 % aller Schwindelformen psychogen zu verstehen sind; zumin-dest eine relevante psychogene Mitbeteiligung weisen 30 % bis 50 % der an Schwindel Leidenden auf.
3.Patienten mit psychogen verursachtem Schwindel sind meist stärker beeinträchtigt als Patienten mit organischem Schwindel.
Trotzdem hält sich die „Begeisterung" von Psychotherapeuten für Schwindelpatienten in engen Grenzen. Dies hat seine Gründe sicherlich in der Vielfältigkeit des Krankheitsbildes, aber auch in dem oft von Therapeuten empfundenen „Sog" des Schwindelgeschehens, der oft selbst schwindlig machen kann. Hinzu kommen vielfältige, teilweise reale Assoziationen hinsichtlich der Täuschungskomponente und manchmal auch der Verdacht des „Unechten".
Beim Erscheinungsbild und in der Erlebnisqualität ist verwirrend, dass der psychogene Schwindel alle Qualitäten annehmen kann, die ein meist vorangegangener oder vorher erlebter organischer Schwindel beinhalten kann. Das heißt, es wird ein Maximum nicht nur an psychotherapeutischer Standfestig-keit gebraucht, sondern auch zumindest Interesse an den organischen Erkrankungsmöglichkeiten. Gleichzeitig wird oft die Kooperation mit dem ärztlichen Gegenüber nötig, so dass sich nicht nur Probleme in der Behandlung mit dem Patienten ergeben, sondern oft auch noch vielfältige Spaltungsphänomene erlebt und erlitten werden müssen, die noch über die schon bekannten Schwierigkeiten mit Somatisierungspatienten hinausgehen können.
Wenn aber dieser Nebel gelichtet ist, so sind die dahinterliegenden Wirkfaktoren, die ein Schwindelleiden verstärken oder eine Habituation verhindern können, in aller Regel gut identifizierbar und oft auch gut angehbar. So liegen meist eine Angst- oder Panikerkrankung, ein depressives oder zunehmend häufiger ein somatoformes Geschehen vor, seltener schon einmal eine dissoziative Störung oder ein psychiatrisches Krankheitsbild im engeren Sinne bei affektiven, schizophrenen oder Demenzerkrankungen.
Oft werden - vor allem reaktiv nach primär organischen Erkrankungen - zusätzlich aufgrund falscher (Eigen-) Annahmen und möglicherweise auch aufgrund falscher ärztlicher Instruktionen Aktivitäten oder Umgebungen, die die Symptome subjektiv verstärken könnten, vermieden. „Nehmen Sie mal xx, statt machen Sie" - so dass der Betroffene durch die Vermeidung an Fähigkeiten verliert, mit der Situ-ation umzugehen und die neuro-psychologische Adaption unterbleibt. So zeigen Patienten mit komplexen somatoformen Schwindelerkrankungen - trotz der eigentlich möglichen Therapierbarkeit - im Krankheitsverlauf auch nach mehreren Jahren in etwa 70 % noch Schwindelsymptome und eine Beeinträchtigung ihrer Berufs- und Alltagsaktivitäten.
Ist es aber möglich, die psychischen und psychosomatischen Komponenten mitzubeachten, könnte meist früher und effektiver eine günstigere Weichenstellung erfolgen und eine adäquatere Therapie eingeleitet werden. Ansätze, die medizinische und psychologische Faktoren als prädisponierend, auslösend und aufrechterhaltend berücksichtigen, können dabei die Brückenfunktion zwischen „Organ" und „Psyche" bilden, die zu einem besseren Verständnis der Patienten und ihres subjektiven Leidens führen können.
Der Autor bietet dafür aus der inzwischen über 10-jährigen Erfahrung einer psychosomatisch arbeitenden Klinik - mit dem primären Schwerpunkt auf dem HNO-Bereich - das notwendige organische und psychotherapeutische Grundlagenwissen an.
Er zeigt darüber störungsorientiert, was helfen kann, die psychogenen Anteile des Schwindelleidens zu verändern. Dazu werden tiefenpsychologische Herleitungsmodelle ebenso geschildert wie überwiegend verhaltenstherapeutische Ansätze, die mit Grafiken und Illustrationen unterstützt werden. Hilfreich sind dabei die Herleitung der eigenen Checkliste der Klinik in Arolsen sowie auch testdiagnostische Ansätze aus dem englischsprachigen Raum.
Obwohl der eigene tiefenpsychologische Ansatz des Autors unverkennbar ist, werden insbesondere die aufrechterhaltenden Faktoren entlang den verhaltenstherapeutischen Vorstellungen ausführlich skizziert und für eine Kasuistik von Schwindel im Rahmen einer sozialen Phobie eine verhaltenstherapeutische Analyse mit Mikro- und Makroanalyse vorgestellt.
Ausführlich werden der Ansatz der systematischen Desensibilisierung und die notwendigen Elemente eines hilfreichen Gleichgewichtstrainings geschildert, das dem Patienten bei aller Theorie und Psychotherapie hilft, wieder auf die Beine zu kommen, soweit dies möglich ist.
Letztlich endet der Autor mit dem Plädoyer, dass es für den vom Schwindel Betroffenen wichtig ist, seine - oft schon für den Behandler - schwer verstehbare Erkrankung selber nachvollziehbar begreifen zu können. Um dann wieder real in die Bewegung zu kommen, sei dies in einem parallel zu organisierenden Gleichgewichtstraining oder in einem direkt körperlichen Komponenten mit einbeziehendem Vorgehen zu bewerkstelligen.
Abgeschlossen wird das Buch auch durch Hinweise zu Begutachtungsfragen und instruktive Zusammenfassungen und Tabellen.
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