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Psychotherapie, Emanzipation und Radikaler Konstruktivismus: Eine kritische Analyse des systemischen Denkens in der klinischen Psychologie und sozialen Arbeit [Broschiert]

Boris Friele


Erhältlich bei diesen Anbietern.



Kurzbeschreibung

1. Dezember 2007
In diesem Buch begründet der Autor seinen Standpunkt, dass das "systemische Denken" emanzipatorischen Ansprüchen, wie sie beispielsweise feministische TherapeutInnen verfolgen, nicht genügt.
In seiner Argumentation rekonstruiert er zunächst das systemische Paradigma in Abgrenzung zur psychoanalytischen Tradition. Anschließend beleuchtet er die sozialhistorische Entwicklung, in die sich das systemisch-konstruktivistische Denken einfügt. Dabei wird vor allem die ideologische Funktionalität systemischer Theorie und Praxis für neoliberale Gesellschaftsstrukturen erkennbar.

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Produktinformation


Produktbeschreibungen

Pressestimmen

Friele, ausgebildeter Familientherapeut, zeichnet die Entstehung des »systemischen« Ansatzes nach, beginnend mit den mittlerweile klassischen Forschungen des »Mental Research Institute« in Palo Alto gegen Ende der 1950er Jahre. Der Versuch, den Ursprung psychischer Konflikte nicht mehr im Individuum, sondern in der Struktur der Familienbeziehungen zu lokalisieren, richtete sich seinerzeit v.a. gegen die »monadischen« Erklärungen der Psychoanalyse. An der Entwicklung der neuen Richtung waren mit Paul Watzlawick, Nathan Ackerman und Mara Selvini Palazzoli Psychoanalytiker entscheidend beteiligt. Im Kontrast zur klassischen Psychoanalyse verdeutlicht Friele das innovative Potenzial des systemischen Ansatzes. In einem Gedankenexperiment spielt er durch, was geschehen wäre, hätte die erste psychoanalytische Patientin »Anna O.« seinerzeit nicht »Freud in Wien, sondern Mara Selvini Palazzoli und ihr Team in Mailand konsultiert« (29): Die psychogenen Sprachstörungen und Lähmungen der Patientin wären nicht als Ergebnis unaufgearbeiteter biografischer Konflikte gedeutet worden, sondern als Zeichen für Störungen in den Familienbeziehungen durch gesellschaftliche Tabus. Die Symptome wären dabei als Ausdruck unaussprechlicher Zumutungen gedeutet worden: ein systemisches Therapeutenteam hätte etwa darauf hinwirken können, dass die junge »Anna O.« von ihrer Pflicht, den Vater zu pflegen, entbunden würde und so die Möglichkeit erhielte, altersgemäßen Vergnügungen nachzugehen; an ihrer Stelle müssten die Mutter und ggf. auch ihr Bruder verstärkt Verantwortung, d.h. entsprechende Aufgaben übernehmen. Nichtsdestotrotz wäre auch die systemische Familientherapie gegenüber weiter reichenden gesellschaftlichen Entwicklungsbeschränkungen von Frauen indifferent geblieben. Der Gegensatz von Familientherapie und Psychoanalyse wurde im Laufe der weiteren Entwicklung dadurch abgemildert, dass Analytiker systemische Überlegungen in ihre Theorien einbezogen. Zugleich zeigt Friele, dass bei einem den Interessen der Kostenträger entgegenkommenden Verzicht auf die Untersuchung biografischer Dimensionen die Probleme der Klienten unzugänglich blieben. Frieles Kritik am systemischen Denken behandelt v.a. dessen philosophische Grundlage, den Radikalen Konstruktivismus. Er hinterfragt dessen Postulate in philosophisch-erkenntnistheoretischer, klinisch-therapeutischer und politisch-ideologischer Hinsicht. Als inneren Widerspruch des Radikalen Konstruktivismus kennzeichnet er, dass dieser einerseits »objektivistische« Erklärungen psychopathologischer Symptome zurückweist, andererseits mit der Preisgabe von Geltungsansprüchen über kein Kriterium für die Zurückweisung von Erklärungen mehr verfügt. Aus der notwendigen Relativität subjektiver Erfahrungen schlossen konstruktivistische Autoren wie Ernst v. Glasersfeld oder Heinz v. Foerster irrtümlich auf die Relativität jeglicher wissenschaftlicher Aussagen. Das von diesen Autoren vertretene »Unentscheidbarkeitspostulat« bezieht sich auf die unmögliche Berechnung von Handlungsfolgen. Eine konsequente Anwendung dieses Postulats würde dem systemischen Ansatz jede Orientierungsfunktion nehmen und behandlungsethische Grundsätze bedeutungslos machen. Darüber hinaus erweist sich der Konstruktivismus hier als kompatibel mit neoliberaler Ideologie, derzufolge das gezielte Eingreifen in gesellschaftliche Strukturen rational nicht begründbar sei... (Das Argument 275-2008)

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Dr. phil. Boris Friele, praktische Tätigkeiten u.a. in der sozialpädagogischen Familienhilfe und in der therapeutischen Arbeit mit traumatisierten Flüchtlingen. Ausbildung zum »Systemischen Familientherapeuten« (DGSF). Interessenschwerpunkte: Ethik in der Psychotherapie und Sozialen Arbeit, Analyse psychosozialer Praxis, Neoliberalismus. Er lebt in Berlin.

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