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Produktinformation
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Heiler für den Körper Priester für die Seele
Das Leib-Seele-Problem in der Medizin
In alten Kulturen war bei der Behandlung von Krankheiten die Betrachtung von Körper und Seele als Einheit eine Selbstverständlichkeit. Der Medizinmann war gleichermaßen Priester für die Seele und Heiler für den Körper. Die naturwissenschaftliche Wende in der Medizin führte zu rasanten Fortschritten in der Behandlung von Krankheiten, allerdings entwickelte sich auch eine Trennung zwischen der körperlichen und seelischen Betrachtung von Krankheiten und Kranken. Die psychosomatische Medizin versucht dieses Defizit aufzuheben, da sie die körperlich -seelisch - sozialen Wechselwirkungen bei der Entstehung, im Verlauf und bei der Behandlung von menschlichen Erkrankungen in den Vordergrund stellt. Körperliche Beschwerden werden als möglicher Ausdruck unbewusster Konflikte verstanden.
Frauen sind anders: Die Besonderheiten in der Frauenheilkunde
Das Akzeptieren des grundsätzlichen Andersseins von Männern und Frauen ist laut Mechtild Kuhlmann und Antje Pisters ein gravierender Unterschied zu den Vorstellungen der 60er-Jahre. Damals war der Maßstab für Gesundheit an gesunden Männern orientiert. Die geschlechtlichen Besonderheiten der Frauen fanden keine Berücksichtigung. Die Autorinnen fordern Ärzte und Ärztinnen auf, die Situation der Patientin stärker unter dem Blickwinkel des Frauseins zu analysieren und mit ihr gemeinsam zu einem umfassenden Verständnis ihrer Krankheit und deren Symptome zu gelangen. Psychosomatische Erklärungsmodelle sollten für die Patientinnen erweitert werden, da das konflikthafte gesellschaftlich geprägte Frauenbild zu psychosomatischen Erkrankungen führen kann. Außerdem müssten frauenspezifische Ansätze in die psychosomatische sowie in die medizinische Ausbildung integriert werden.
Grundlagen der psychosomatischen Medizin, Krankheitsbilder und Arzt-Patientin-Beziehungen
In Zusammenarbeit mit Experten und Expertinnen versuchen die Herausgeberinnen des Kursbuches psychosomatische Aspekte in enger Beziehung zur Gynäkologie und Geburtshilfe darzustellen. Das Buch ist in mehrere große Abschnitte gegliedert. Im allgemeinen Teil werden in knapper Form Grundlagen vermittelt. Hier wird u.a. das Curriculum zur Vermittlung der Psychosomatischen Frauenheilkunde im Rahmen der Weiterbildung zum Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe vorgestellt. Im zweiten Teil werden die wesentlichen gynäkologischen und geburtshilflichen Krankheitsbilder fokussiert auf psychosomatische Zusammenhänge dargestellt. Im letzten Teil werden spezielle Konstellationen der Arzt-Patientin-Beziehung behandelt. Praxisnahe Hinweise und Fallbeispiele ergänzen die Ausführungen.
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