Mich trifft man , wie Retro..wohl immer bei den Filmen an, wo es einerseits Hass - und Heucheltiraden gegen, "Ein Film muss mehr sein" Leute gegenüber stehen. - Da mein Vorgänger den Film ausführlich beschrieben hat,- ohne gleich den Inhalt zu verraten, (Ja, Leute, das nenne ich rezensieren... eine MEINUNG schreiben)..kurz warum ich diesen Film als einen der Besten des Geres des NOE FILM NOIS ..in diesem und letztem Jahr finde:
Ich liebe Filme, die an unsere Grenzen gehen, uns dort erwischen, wo wir nicht wollen: Unser Verhältnis zu Gewalt , nicht die Tatortkugel sauber gesetzt...unser Verhältnis zu Grenzen....und der Frage: wie weit kenne ich einen Menschen?
Wer an solchen Dingen nicht interessiert ist, wird spätestens nach der Szene mit dem "Suizid" des Quäkers...empört aufschreien...aber..aber...
Das ist natürlich individuell, aber dem sei von dem Film dringend abgeraten: Wen Schuld..Un-schuld, Wissen wollen..und Augen verschliessen..also das voyeuristische ganz abgeht, der liegt auch schlecht: Dem empfehle ich die spannenden .linearen Thriller , die ich auch manchmal gerne sehe.
Dieser Film hat mich beunruhigt und auch verfolgt, ich frage ich oft, was in der Psyche eines Psychos vorgeht..ein gewagtes Thema..bei Rampart verfehlt..weil der gute Mann keine Individualität besitzt:
Wer darüber nachdenkt, und es wissen will..wie der Drehbuchautor..hervorragend gespielt von Colin Farell... verliert seine Unschuld. Umgekehrt, werden die vermeintlichen Psychos..plötzlich ..nicht sympathisch..aber sie sind MENSCH.
Und hier genau..,wenn man sich darauf einlässt, stelle ich mir die Frage, die ja die Realität bei den Folterungen von Menschen in Abu Grab..gezeigt hat: Wo wird der Mensch zur Bestie...wo wird er von dem machtlosen Mädchen zur Mörderin, wie im Film.- Wo liebt einer Kaninchen und mordet. Hitler mochte Hunde.
Jeder von uns, behaupte ich mal, und den Widerspruch nehme ich als Ausrede, liest doch lieber über diese "kranken" Serienkiller, Amokläufer, Triebtäter...und mag er noch so schokiert reagieren.
So wie uns das "ewig Weibliche" anzieht, so zieht uns das Böse an..erschreckt uns , tut Abgründe auf.
Der Regisseur spielt mit diesem..er nimmt uns mit, wen man mag auf eine Reise, wertet nie..und dennoch....ist so viel Licht und Hoffnung in dem Film, und das vergessen..all die "1 Stern Leutchen: Colin Farell..bleibt gut. Er bleibt sich treu. Er ist verändert, aber er wurde "berührt"..es ist ein fast biblisches Gleichnis, obwohl es ein knallharter Film ist.- Dies zeigt der Abspann: Er ist zum Büssen bereit, aber er wird es nicht tun müssen.- Da er bereit ist.
Ich finde diesen Film: Absolut spannend, zum Diskutieren, Nachdenken, und gebe ihm..auch ohne Drogen..5 Sterne. - Aber am besten..als Tip, nicht mit Leuten schauen, die River Murders und the American absolut rasend finden.
Einziger kleiner Abstrich: Es nimmt ein bisschen zu..dieses Genre..und Killing them softly..mit Freund Brad Pitt..ist halt nicht so gut..und ich hoffe einfach, dass es wirklich Regisseuren und Schauspielern vorbehalten bleibt, die dies können.