37 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
Nur eingeschränkt brauchbar!, 12. Juni 2009
Ich kann die bereits in einem der weiteren, hierzu verfassten Rezensionen formulierte harte Kritik am "DORSCH" sehr gut nachvollziehen, da ich dieses Buch zu Beginn meiner Studienzeit (auf Empfehlung!)in der Annahme gekauft hatte, DAS Referenz-Wörterbuch zur Psychologie zu erhalten und in den folgenden Jahren wiederholt herb enttäuscht wurde. Mir ist ebenfalls schleierhaft, warum das Buch so verbreitet ist und immer wieder empfohlen wird.
Die Gestaltung des Textbereiches dieses Buches entspricht (immer noch) der Auffassung des Text-Designs von Fachbüchern, wie sie etwa vor 20-30 Jahren in Deutschland vorherrschend war: Kleingedruckter Text (so das die Augen schnell müde werden) - unübersichtliches Layout - langweilige Grafiken. Viele Begriffe sind unnötigerweise unsäglich weitschweifig und dabei ärgerlich uneindeutig erklärt, so dass man die Einträge mitunter mehrfach lesen muss, bevor einem klar wird, was da genau mitgeteilt werden soll. Die Systematik des "DORSCH"-Wörterbuches eröffnet sich dem Leser erst, wenn er die (recht verstiegen anmutende) Denkweise der Herausgeber verstanden hat - mir wurde sie selbst nach jahrelangem Gebrauch noch nicht wirklich durchsichtig: Ein Beispiel gefällig? - Sucht man den Begriff "primärer Verstärker", so wird man (jedenfalls in meiner Ausgabe) weder unter "primär" noch unter "Verstärker" fündig, auch das Nachschlagen unter "Konditionieren" bringt nichts, sondern erst, wenn man unter "bedingter Reflex" nachschlägt (und dort dann einen über-ausführlichen, gut 2-seitigen, wenig lesefreundlichen Artikel präsentiert bekommt!) wird man dann im Laufe der dortigen Ausführungen irgendwann "aufgeklärt". - Wer möchte da nicht lieber gleich im Lehrbuch über Lernpsychologie nachschlagen? DAS kann es (meiner Ansicht nach) gerade auch bei einem wissenschaftlichen "Basis-Nachschlagewerk" nun wirklich nicht sein!
Ein Wörterbuch wünscht man sich zwar exakt und umfassend, auch möglichst knapp und präzise, vor allem aber GUT VERSTÄNDLICH formuliert, so dass sich auch ein Studienanfänger einigermaßen zurechtfinden kann. Statt dessen geraten die Beiträge im "DORSCH" oft zu ellenlangen, fachsprachlich-schwummrigen Mini-Diskussionen, die eher dem Charakter von umfangreichen Abstracts in Fachzeitschriften entsprechen denn evidenten Erklärungshilfen (welches ja eigentlich der Anspruch eines Wörterbuches sein sollte ... ). Dieser Anspruch wird im "DORSCH" völlig verfehlt!
Zudem werden oft Fachbegriffe aus der Psychologie mit anderen psychologischen Fachtermini erklärt, was einen noch unsicheren Studienanfänger leicht völlig zu entmutigen vermag! Gute Verständlichkeit also ebenfalls weitgehend Fehlanzeige! - Schon fast peinlich finde ich da am Ende dann, dass die Verantwortlichen dies alles offenbar nicht mitzubekommen scheinen (oder vielleicht sogar ignorieren?, denn das Buch erscheint schon seit Jahrzehnten im immer gleichen (schlechten) Stil, obwohl hier eine völlige stilistische wie konzeptionelle Revision und ein neues Text-Layout wirklich ALLERDRINGENDST (!) geboten wäre!-
Bleibt am Ende noch allgemein die Feststellung, dass ich ein KOMPAKTES, FACHLICH,GESTALTERISCH SOWIE DIDAKTISCH INSGESAMT WIRKLICH BRAUCHBARES WÖRTERBUCH/NACHSCHLAGEKOMPENDIUM DER PSYCHOLOGIE (trotz vieler Versuche) weder hier noch anderswo entdecken konnte ... - ob das an mir liegt? ... Zwei Sterne gebe ich dem Buch aus Gründen der Fairness, nämlich für die Ausführlichkeit des "DORSCH"(zumindest solange es um die empirisch fundierte physiologische, v.a. klinische Psychologie und die Grundlagendisziplinen geht, der sich das Buch fast ausschließlich widmet; Spezifische Begriffe/Themen z.B. aus der A & O-Psychologie sucht man meist vergebens) - und selbst das erscheint mir recht gnädig! Insgesamt wäre meine Empfehlung: Nur fortgeschrittene Studenten sollten vielleicht einmal reinschauen ... - für Studien-Anfänger/interessierte Laien ist der "DORSCH" definitiv ungeeignet/nicht zu empfehlen, sondern eher abschreckend!
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Sehr umfassendes Standardwerk, 8. August 2011
Ich kann das Werk nur loben: sehr umfassend, ich habe es im Studium immer wieder konsultiert, es hatte seinen festen Platz auf meinem Schreibtisch. Von der Gestaltung ist es reduziert, aber genau das will ich von einem Lexikon: dass es mir verlässliche Informationen liefert. Gerade auch das Board mit bekannten Profs von verschiedenen Unis gibt mir die Sicherheit, dass hier umfassend über Schulen und Lehrmeinungen informiert wird.
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94 von 125 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen
Teuer, langatmig und unzuverlässig, 11. Januar 2000
Von Ein Kunde
Unverständlich, warum dieses Lexikon so populär ist, und als Referenz gilt. Es ist schlecht geschrieben, hat Längen, die einem die Zeit stehlen, ohne Informationen zu liefern (außer vielleicht die immer gleiche Information, daß der Autor sich nicht kurz fassen kann), und weißt trotzdem große Lücken auf. Das Buch ist Schulenborniert, z. B. gegen nicht-mainstream-Schulen wie Gestalttheorie und Psychoanalyse. Dabei kostet das Buch horrendes Geld. Im Vergleich mit billigeren Alternativen, z. B. der Lexikonveröffentlichung aus dem dtv-Verlag, kann diese Preis-Leistung sich nicht sehen lassen. Zum Glück ist die peinliche editorische Tiefleistung von 1992, einfach die Ausgabe von 1987 nachzudrucken, und einen Anhang mit nachgeschriebenen Wörtern von A bis Z dran zuhängen, inzwischen überwunden und durch eine Überarbeitung getilgt. Doch dieses Husarenstück wirft kein gutes Licht auf Verlag, Autoren und Herausgeber. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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