82 von 89 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen
zur Prüfungsvorbereitung ungeeignet, 7. April 2003
Von Ein Kunde
Dieses Buch hat seinen Auftrag als Lehrbuch weitgehend verfehlt. Auch wenn es dem Anspruch, einen hinreichenden Überblick über die psychologische Diagnostik & Intervention zu bieten gerecht werden will, so sind doch maßgebliche didaktische Mängel offensichtlich (und das trotz der 3. Auflage!!).
Offensichtlich haben es die Autoren versäumt, bei den Studenten, an die sich dieses Buch schließlich richtet, hinreichendes Feedback einzuholen und dies bei der Gestaltung auch entsprechend zu berücksichtigen. Zur Kritik hier nur einige Stichpunkte:
- Bereits bei der Definition zur "Diagnostik" wartet der Autor mit einem unsinnig verschachtelten Satz auf, den niemand so recht verstehen will. Der Grund ist klar, es fehlt ein "dass". Somit ist schon der theoretische Dreh- und Angelpunkt dieses Werkes fehlerbehaftet. Die verschachtelten Sätze (mit stets min. 3-4 Einschüben) zählen offensichtlich zum Markenzeichen des Autors. Offensichtlich dient die gewählte Sprache mehr der Selbstdarstellung, als der Vermittlung von Informationen, denn alle wichtigen Sätze sind so formuliert.
- Das komplette 2. Kapitel, insbesondere was die Klassische Testtheorie betrifft, hat erhebliche sprachliche und didaktische Mängel zu bieten: Da werden Formeln zur Minderungskorrektur nicht eindeutig gekennteichnet, so dass der Leser schon mit der Materie vertraut sein muss, um zwischen einfacher und doppelter Minderungskorrektur leicht unterscheiden zu können. Der Multitrait-Multimethod-Ansatz wird als "sophistiziertes" Verfahren "rubriziert", um mal auf den sprachlichen Stil des Autors aufmerksam zu machen.
Am Ende wird die komplette Testtheorie mit 2-3 Sätzen als nichtssagend abgehakt, ohne dass die kritische Haltung des Autors zuvor schon angeklungen wäre. Wer wirklich einen leicht verständlichen und dennoch völlständigen Überblick zur KTT möchte, sollte die einschlägigen Lehrbücher von Bortz & Doering (1995) oder Lienert (1998) kaufen, nicht dieses Buch!
- Das Kapitel über Psychologische Tests ist umfassend, trotz der sprachlichen Mängel, hier mal ein Pluspunkt (aber nach der Lektüre des 2. Kapitels hat man dafür bereits die Lust verloren).
- Die Übersichtlichkeit des Buches ist ebenso zu kritisieren. Dinge die in den erxten Kapiteln nicht eindeutig geklärt wurden, tauchen einfach ohne Vorwarnung in den nächsten Kapiteln wieder auf. Kein wunder, da mit der allseits bewährten Struktur, vom Allgemeinen hin zum Besonderen, gebrochen wird.
Textanmerkungen sollten auf Anhieb zum leichten Wiedererinnern des Inhaltes beitragen, zwar wird dies hier versucht, doch wird der inhaltliche Bezug dieser Stichpukte oftmals erst nach einer weiteren Lektüre des jeweiligen Absatzes deutlich, den man schon zuvor nicht verstanden hat.
- Neuere methodische Ansätze sowie Strömungen in der psychologischen Diagnostik werden kaum berücksichtigt (insbesondere computerbasierte Verfahren). Das Lehrbuch gibt vielmehr einen Überblick über die altbekannten Verfahren, die meist theoretisch ihre Bedeutung haben mögen, aber praktisch unhaltbar sind.
Fazit: Wäre dieses Buch ein psychologischer Test, dann würde er im Rahmen der Vermittlung psychodiagnostischen Wissens vorwiegend sprachliches und mathematisches Verständis prüfen. Dies kann nicht zur "Zugangsvoraussetzung" für ein Lehrbuch gemacht werden. Wo bleiben hier die ("wissenschaftlichen") Kriterien Nachvollziehbarkeit, Versändlichkeit, Einfachheit, Nützlichkeit usw? Für den Praktiker ist dieses Buch uninteressant, da er hier nur den alten "Dinosauriern" begegnet und keine Handlungsanweisungen für praktisches Vorgehen findet. Für Studenten ist die Lektüre wenig motivierend, schade eigentlich, denn im Studium kommt man an diesem Buch leider nicht vorbei. Der "große Wurf" ist damit missglückt! Ergebnis: Vollständikeit: gut; Didaktik: mangelhaft
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13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
Umfassend und unheimlich schlampig, 7. Juli 2005
Zu den guten Seiten dieses Buches: Wenn man eine allgemeine Einführung in die Psychologische Diagnostik lesen möchte, die nicht allzu hohe Vorkenntnisse voraussetzt, dann ist der A&Z durchaus zu empfehlen. Einer 200seitigen Übersicht über testheoretische und entwicklungstechnische Grundlagen folgen Kurzdarstellungen gängiger Tests und anderer Verfahren, Grundsätzliches zu diagostischen Entscheidungsprozessen und Gutachten sowie spezifischere Darstellungen der Diagnostik in den Bereichen A&O, Pädagogische und Klinische Psychologie. Das alles ist teilweise auch ganz gut lesbar und verständlich.
Als sehr störend habe ich aber die unglaublich schlampig korrigierte Textgestalt des Buches empfunden: Häufige Druckfehler, doppelt gedruckte Absätze, inkonistente Gestaltung von Überschriften - von diesem Buch könnte man mehr Qualität verlangen. Deshalb nur 2 Sterne.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
ziemlich mühsam, 21. Dezember 2008
Rezension bezieht sich auf: Psychologische Diagnostik und Intervention (Springer-Lehrbuch) (Gebundene Ausgabe)
Besonders beim Thema Diagnostik, das bei der großen Mehrheit der Studierenden nicht gerade Begeisterungs-Stürme auslöst, wäre es wichtig gewesen, den Text fließender, bekömmlicher zu gestalten und auf das Wesentliche zu reduzieren. Bei diesem Buch aber wird man mit einer derartigen Menge an überflüssigem (ausserdem extrem langweiligem und "gespreiztem"), Buchstabenballast eingedeckt, dass man schon nach den ersten Absätzen ob dieser schwerstverdaulichen Kost von starker kognitiver Übelkeit geplagt wird.
Zwei Sterne kriegts nur, weil ich nicht zu gemein sein möchte.
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