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Psychologie der Massen
 
 

Psychologie der Massen [Kindle Edition]

Gustave Le Bon
4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (42 Kundenrezensionen)

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Produktbeschreibungen

Buch der 1000 Bücher

Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)

Die Psychologie der Massen
OT Psychologie des foules OA 1895 Form Sachbuch Bereich Soziale Psychologie
In seiner Psychologie der Massen stellt Gustave Le Bon die Grundbegriffe des Massenvrhaltens dar und gilt somit als Begründer der Massenpsychologie.
Entstehung: Unter dem Eindruck eines grundlegenden Wertewandels der westlichen Gesellschaft sowie der wachsenden politischen Macht der Masse, der »jüngsten Herrscherin der Gegenwart«, entschloss sich Le Bon zu einer Untersuchung dieses Phänomens. Er verstand sein Werk als die erste systematische Auseinandersetzung mit der Masse als psychologisch erfassbarem Gegenstand.
Inhalt: Die radikale Grundthese von Le Bon lautet, dass die Masse eine Abart der rationalen menschlichen Existenz sei. So seien die negativen Erscheinungen des Massenverhaltens neben strukturellen (der Hoffnung auf Straffreiheit) vor allem psychologischen (dem Vorherrschen des Unbewussten) Elementen zuzuschreiben.
Als mitentscheidender Faktor für Massenverhalten spielt für Le Bon immer auch seine Rassentheorie eine bedeutende Rolle, in denen er darwinistische Bestandteile mit seinen Vorstellungen von »Nationalcharakter« kombiniert. So meint er feststellen zu können, dass z. B. bei den »lateinischen Massen« in besonderem Maße Intoleranz vorherrsche. Schwieriger einzuordnen sind Le Bons gelegentliche Hinweise auf die positive Wirkung der Masse. Teils äußert der Autor ausdrückliches Lob (»Frönen also die Massen oft niedrigen Instinkten, so bieten sie oft wieder ein Beispiel hochsittlichen Verhaltens«), teils sieht er in der Masse eine nützliche Funktion (»Ist das Gebäude einer Zivilisation wurmstichig geworden, so sind es stets die Massen, welche dessen Zusammensturz herbeiführen«). Le Bons Argumentation bleibt insgesamt dem zyklischen Geschichtsverständnis verhaftet. Davon zeugt seine Vorstellung von der notwendigen Ablösung der Demokratie durch die Tyrannei.
Aufbau: Im Aufmarsch der Massen sieht Le Bon eine allgemeinmenschliche Erscheinung und nimmt im ersten Buch seines dreiteiligen Werks eine Darstellung charakteristischer Merkmale der Massenseele vor. Als Erklärung für das Massenverhalten stellt der Soziologe zunächst das »psychologische Gesetz der seelischen Einheit« auf, indem er erklärt: »In der Kollektivseele verwischen sich die intellektuellen Fähigkeiten und damit die Individualität der Individuen«. Da also die Intelligenz der Einzelnen nivelliert werde, ist es »die Dummheit, nicht der geist, was sich in den Massen akkumuliert«. Aus diesem Grund benähmen sich Einzelne bisweilen in der Masse, wie sie es als Individuen nie tun würden.
Im Anschluss versucht Le Bon »Gefühl und Moral der Massen«, ihre Impulsivität und Intoleranz, ihren Autoritarismus und Konservativismus zu erklären – Eigenschaften, welche die Masse zum geeigneten Spielball von Demagogen machen. Nach Le Bon besitzt die Masse eine eigene Sittlichkeit, die dazu führe, dass die Interessen Einzelner den Interessen der Gemeinschaft untergeordnet werden, was das oft heroische Verhalten der Masse erkläre.
Im zweiten Buch geht Le Bon auf die spezifischen Einflussfaktoren, auf die Anschauungen der Masse sowie auf die Eigenschaften der »Führer der Massen« ein. Die aufgezeigten Methoden der Kontrolle und die Rolle des Prestige wirken angesichts der totalitären Geschichte des 20. Jahrhunderts geradezu prophetisch. Im dritten Buch unternimmt Le Bon schließlich eine Klassifizierung und Beschreibung der verschiedenen Formen der Massen.
Wirkung: Die Psychologie der Massen war lange Zeit das Standardwerk zum Massenverhalten. So bezog sich Sigmund R Freud in seinen Arbeiten zur Massenpsychologie explizit auf Le Bon. Ernüchternd ist allerdings die Annahme, dass sich Adolf Hitler die von Le Bon aufgeführten pragmatischen Methoden der Massenzähmung zu Eigen gemacht hat. Das Werk bietet eine nach wie vor faszinierende soziologische Studie sowohl der »Masse« wie auch der Gedankenwelt ihres Kritikers. B. A.

Kurzbeschreibung

GUSTAVE LE BON (1841-1931)
Arzt, Ethnologe, Soziologe und Psychologe. Er gilt als Begründer der Massenpsychologie". Sein berühmtes Werk "Psychologie der Massen" übte einen nachhaltigen Einfluss in der Wissenschaft und praktischen Politik aus. Dieses Grundlagenwerk der Sozialpsychologie beeinflusste nicht nur Siegmund Freud ("Die Massenpsychologie und die Ich-Analyse"), sondern wurde auch von Politikern und Diktatoren des 20. Jahrhunderts für die Ausarbeitung ihrer Propagandatechniken benutzt."

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103 von 110 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Gustave Le Bon avancierte mit seinem Buch „Psychologie der Massen“ zum Begründer der Massenpsychologie. Sein positiver Einfluss auf Psychologie und Soziologie ist unbestritten und wurde nur dadurch etwas getrübt, dass sich Adolf Hitler seines Werkes ermächtigte, um die Massenseele für seine Zwecke zu studieren.

Le Bons Hauptthese konzentriert sich darauf, dass das Individuum in der Masse seine Kritikfähigkeit verliert und Dinge macht, die er als Einzelner ablehnen würde. In der Massensituation kommt es zur „psychischen Ansteckung“ und der Einzelne neigt zu affektivem, primitiv-barbarischen Verhalten.
Der Einzelne gibt in der Massensituation sein individuelles Bewusstsein zugunsten eines Massenbewusstseins auf und lässt seine Handlungen davon leiten. Gefühle, Moral und geistiges Niveau können im Massenkollektiv höher oder niedriger sein als beim Einzelnen. Die Versuchung ist gross, sein eigenes, höheres Niveau auf das Niveau der Masse abzusenken, wodurch ein Volk, welches durch die Masse beherrscht wird, zwangsläufig eine Abwärtsspirale in geistig-kultureller Hinsicht durchmacht, bis die Dekadenzerscheinungen die Kultur zum Untergang zwingt.
Wichtig zu verstehen ist, dass Masse nicht die Summe vieler Einzelmeinungen ist, auch nicht ein Durchschnitt davon, sondern ein völlig eigenständiges Kollektiv. Massenbewusstsein wird nicht durch Denken oder Logik, sondern von Gefühlen und Bildern beherrscht. Es kann zu Hochkulturen, aber ebenso in die Diktatur führen. Die Masse zieht die Täuschung immer der Realität vor. Massen sind nicht durch Beweise zu überzeugen. Und wer die Masse beherrschen und manipulieren will, muss deren Trägheit vor Augen haben.
Le Bon unterscheidet veränderliche und unveränderliche Meinungen, die genauso wie Ideen manchmal ein paar Jahrzehnte, in anderen Fällen –etwa beim Christentum- Jahrhunderte überdauern können. Wer dem Volke, also der Masse, das Schnellerreichbare um sonst vor die Füsse wirft –auch wenn es nur eine Attrappe ist- wird es für sich gewinnen. So absurd die Verheissungen der Machthaber auch sind, das Volk wird es glauben. Je offensichtlicher die Lüge, umso bereitwiller wird es das Volk schlucken. Der Mensch ist dumm, und in der Gesellschaft noch mehr! Grund dafür ist die Angst, die ihm davon abhält der Wahrheit ins Auge zu schauen, weshalb er lieber die Illusion kauft, die ihn zwar nicht vor der Realität bewahren kann, sich dafür aber wie betäubendes Opium um seine Synapsen schlängelt.

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82 von 92 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Le Bon's Buch habe ich schon im Alter von 16 Jahren gekauft, weil ich wissen wollte, was die großen Fanatiker dieses Jahrhunderts (Hitler und Goebbels) so eingehend studiert hatten. Damals verstand ich das Buch noch nicht. Lediglich eines wurde mir klar: Was diese beiden in Ihrer Zeit zur Perfektion betrieben haben, nämlich die Massen zu verführen und lenken, wurde von Le Bon auch aufgrund der Studien der französischen Revolution zu Papier gebracht - lange bevor jemand "Wollt Ihr den totalen Krieg" schrie.
10 Jahre später las ich das Buch nochmals, und vieles wurde mir klar. WERBUNG-MARKETING-HYSTERIE um POPSTARS-BÖRSEEREIGNISSE-MOBING - sprich die irrationalen Verhaltensweisen (oder auch die Dummheit) von Menschen in größeren Gruppen. Jeder der sich nur irgendwie mit den Verhaltensweisen der Menschen beschäftigt, oder auf der Suche nach den Ursachen seiner eigenen Entscheidungen ist sollte dieses anfangs etwas schwieriger zu lesende Buch erwerben. Es ist ein Meilenstein, von dem ich glaube, dass viele Entscheidungsträger auch heute noch sehr intensiv dieses Buch studieren und anwenden. Finger weg von diesem Buch, wenn Sie die Wahrheit nicht vertragen oder diese lesen wollen. Dieses Buch wurde übrigens schon um 1900 geschrieben-über hundert Jahre haben wir nichts dazugelernt....
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51 von 57 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Es kommt im unternehmerischen Alltag immer wieder vor, dass Führungskräfte bestehende Unternehmenseinheiten neu übernehmen. Sie treffen damit auf eine bereits formierte Masse und unternehmen den Versuch diese Masse mit neuen oder weiteren Ideen, Zielen und Herausforderungen zu konfrontieren, sie zu synchronisieren und zu fokussieren. Oftmals trifft man dabei auf hohe Resistenzen oder erlebt eine Spaltung in zwei Lager, nämlich in die Gruppe derer, die signalisieren, dass sie neue Ideen aufnehmen und in die Gruppe derer, die zweifeln und im Verborgenen eine Art Gegenrevolution schüren. Jede Gruppe gehorcht interessanter Weise in sich selbst wieder den Regeln der Massenseele, wie sie Le Bon im Kapitel "Allgemeine Kennzeichen der Massen" beschreibt.
Ich hoffe, es stört Ihr intuitives Empfinden bezüglich der Freiheit und Selbstbestimmung des Menschen empfindlich, wenn Sie diese Ausführungen lesen, aber es ändert nichts daran, dass Effekte der Massenseele tatsächlich auftreten und wir als Führungskräfte dieser Realität ins Auge sehen sollten. Forschungen durch Le Bon haben ergeben: "Allein durch die Tatsache, Glied einer Masse zu sein, steigt der Mensch also mehrere Stufen von der Leiter der Kultur hinab. Als Einzelner war er vielleicht ein gebildetes Individuum, in der Masse ist er ein Triebwesen, also ein Barbar. Er hat die Unberechenbarkeit, die Heftigkeit, die Wildheit, aber auch die Begeisterung und den Heldenmut ursprünglicher Wesen, denen er auch durch die Leichtigkeit ähnelt, mit der er sich von Worten und Vorstellungen beeinflussen und zu Handlungen verführen lässt, die seine augenscheinlichsten Interessen verletzen. Aus diesem Grunde sprechen Schwurgerichte Urteile aus, die jeder Geschworene einzeln missbilligen würde, Parlamente nehmen Gesetze und Vorlagen an, die jedes einzelne Mitglied ablehnen würde."

Dieses Buch ist höchst lesenswert für alle, die mit der Führung von Mitarbeitern beauftragt sind.

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Noch immer aktuell !
Ein wundervolles Buch , zu einem Super Preis, was will man mehr. Die Lieferzeit erfolgte prompt. Ich bin sehr zufrieden
Vor 2 Monaten von Ivan Jurcevic veröffentlicht
In der Seele der Massen, nicht mehr in den Fürstenberatungen...
Gustave Le Bon (1841 Nogent-le Rotrou - 1931 Marnes-la-Coquette) war ein französischer Arzt, Soziologe und Schriftsteller. Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von Mag Sarah Krampl veröffentlicht
Ein wichtiger Klassiker
So antiquirt der Titel, der Ende des 19. Jahrhunderts erschien, auch wirken mag - er ist aktueller denn je. Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von Bücherwurm veröffentlicht
Sehr empfehlenswert,
Den Ausführungen der "Vorredner" ist nicht hinzuzufügen- außer einer Anmerkung.
Ich hatte einmal ein Exemplar dieses Buches in der Hand, das Ende der 30er... Lesen Sie weiter...
Vor 4 Monaten von Jan Evermann veröffentlicht
Schreckliches Buch - Pflichtlektüre
LeBons Werk zur Massenpsychologie ist erschreckend - nicht zuletzt, weil sie an Aktualität kaum verloren haben. Klar, manche Themen haben im 20. Lesen Sie weiter...
Vor 6 Monaten von Diane veröffentlicht
Augenöffner
Le Bon legt anschaulich und nachvollziehbar dar, wie Massen sich manipulieren lassen. Dabei sind einige Äußerungen und Begriffe (z.B. Lesen Sie weiter...
Vor 7 Monaten von M.T.C. veröffentlicht
Toll
Dieses Buch kann man nur weiter empfehlen. In diesem Buch wird anschaulich erklärt, wie sich Massen manipulieren lassen. Wir auch?
Vor 7 Monaten von Iris Droste veröffentlicht
Eine der Wurzeln des "social engineering"...
Dieses Werk war so grundlegend für die Massenpsychologie, dass es immer noch im ersten Semester (Sozial)psycholgie als Teil der Einführung durchgenommen wird. Lesen Sie weiter...
Vor 8 Monaten von Kankin Gawain veröffentlicht
Psychologie der Massen
Es läuft einem kalt über den Rücken, wenn man den Inhalt des Buches liest.
Wie einfach sind Menschen zu manipulieren. Lesen Sie weiter...
Vor 10 Monaten von Rainer P. Rometsch veröffentlicht
Interessanter Klassiker
Das ursprünglich 1895 in drei Büchern erschiene Werk "Psychologie der Massen" von Gustav Le Bon ist auch für den Modernen Leser mit Interesse an der Materie eine... Lesen Sie weiter...
Vor 12 Monaten von Juan Cortez veröffentlicht
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Beliebte Markierungen

 (Was ist das?)
&quote;
Da die Masse nur durch übermäßige Empfindungen erregt wird, muss der Redner, der sie hinreißen will, starke Ausdrücke gebrauchen. Zu den gewöhnlichen Beweismitteln der Redner in Volksversammlungen gehört Schreien, Beteuern, Wiederholen, und niemals darf er den Versuch machen, einen Beweis zu erbringen. &quote;
Markiert von 8 Kindle-Nutzern
&quote;
Die Hauptmerkmale des einzelnen in der Masse sind also: Schwinden der bewussten Persönlichkeit, Vorherrschaft des unbewussten Wesens, Leitung der Gedanken und Gefühle durch Beeinflussung und Übertragung in der gleichen Richtung, Neigung zur unverzüglichen Verwirklichung der eingeflößten Ideen. Der einzelne ist nicht mehr er selbst, er ist ein Automat geworden, dessen Betrieb sein Wille nicht mehr in der Gewalt hat. &quote;
Markiert von 7 Kindle-Nutzern
&quote;
Je weniger die Masse vernünftiger Überlegung fähig ist, umso mehr ist sie zur Tat geneigt. &quote;
Markiert von 7 Kindle-Nutzern

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