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Kundenrezensionen

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am 7. Februar 2013
Das Lehrbuch „Psychologie der Persönlichkeit“, 5. Auflage von Asendorpf und Neyer, richtet sich vornehmlich an PsychologiestudentInnen und jene, die es werden wollen. Es handelt sich bei diesem Werk um eine Einführung und Übersicht über die Grundlagen der Persönlichkeitspsychologie und Differentielle Psychologie und ist daher meiner Meinung nach weniger für fortgeschrittene Studenten oder Psychologen mit einer Spezialisierung im besagten Fach geeignet.

Zum Aufbau des Buches:
Kapitel 1: Persönlichkeit in Alltag & Praxis
2: Sechs Paradigmen der Persönlichkeitspsychologie (Eigenschafts-, Informationsverarbeitungs-, Dynamisch-interaktionistisches,Neurowissenschaftliches,Molekulargenetisches und Evolutionspsychologisches Paradigma)
3: Methodik
4: Persönlichkeitsbereiche (zB physische Merkmale, Temperament...)
5: Umwelt & Beziehung
6: Persönlichkeitsentwicklung
7: Geschlechterunterschiede
8: Persönlichkeit im Kulturvergleich

Typisch für die Lehrbücher vom Springer-Verlag ist die sehr saubere Struktur, die auch in diesem Lehrbuch vorzufinden ist. Das Buch besticht durch seine Übersichtlichkeit, welche es benutzerfreundlich und ansprechend macht. Besonders nützlich sind Hervorhebungen im Text (fett gedruckt und farblich), wie beispielsweise „Lernziele“, Zusammenfassungen, Kernaussagen und Lernfragen am Ende jedes Unterkapitels.
Nutzt man dieses Buch zum Lernen, so wird einem dies durch die Anschaulichkeit von verständlich aufgebauten (selten auch humorvollen) Abbildungen und Grafiken erleichtert. Auch tragen konkrete (Fall-)Beispiele mit übersichtlichen Tabellen und Grafiken ihren Teil dazu bei. Dem Lehrbuch enthalten ist zudem ein umfangreicher Serviceteil mit Glossar, Stichwortverzeichnis und weiteren Infos, welche es zu einem praktischen Nachschlagewerk machen. Insgesamt gibt das Werk einen kompakten und ausreichend umfassenden Einblick in verschiedene Ansätze, Theorien und Methoden.

Leider reißt dieses Lehrbuch viele spannende Phänomene nur grob an, beispielsweise die These, dass Großeltern väterlicherseits ihren Enkeln weniger Unterstützung bieten als jene mütterlicherseits, da Erstere nicht sicher sein können, ob sie mit ihren Enkeln überhaupt genetisch verwandt sind (um mal ein ganz konkretes Beispiel aus dem Buch zu nennen). Selbstverständlich kann das Buch keinen Anspruch auf Vollständigkeit haben, da es sich, wie bereits erwähnt, um eine Übersicht der Grundlagen handelt. Positiv ist an dieser Stelle zu vermerken, dass im Text häufig genaue Literaturangaben gemacht werden, um dem interessierten Leser zu ermöglichen, sein Spezialwissen anderweitig zu vertiefen.
Insgesamt wäre es noch vorteilhafter und hilfreicher, wenn prägnantere Abbildungen dargestellt werden würden, vielleicht im Comic-Style? Gerne auch abstrakt! Schließlich sollen die Inhalte einprägsam präsentiert werden.
Meiner Meinung nach ist der Methodik-Teil zu lang geraten, insbesondere für Leser höherer Semester. Natürlich könnte ein Gegenargument zu dieser Behauptung lauten, dass schließlich auch Anfänger etwas über Skalenkonstruktion etc lesen müssen, bevor sie die dargestellten Inhalte verstehen. Doch ich denke, dass statt einer Ausführung über Statistik eher detaillierter auf die fesselnden Forschungsergebnisse hätte eingegangen werden können.

Fazit: In diesem Lehrbuch wird einer der spannendsten Bereiche der Psychologie kompakt und rund dargestellt sowie durch eine Auswahl an interessanten Studien und durch eine klare Struktur einfach übermittelt. Empfehlenswert für alle angehenden PsychologiestudentInnen!
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am 21. Februar 2013
In dem Buch von Asendorpf, der erstmalig mit Neyer kooperativ an seinen sonst allein gestalteten Büchern in diesem Bereich zusammengearbeitet hat, geht es prinzipiell um Unterschiede und individuelle Besonderheiten im Erleben und Verhalten von Menschen und deren Normalverteilung.
Aufgebaut ist das Buch in acht Kapitel (Vgl. auch Inhaltsverzeichnis). Es beginnt mit einer Einführung im Bereich der Persönlichkeit im Alltag, gefolgt von den sechs Paradigmen der Persönlichkeitspsychologie. Nach dem historischen Input wird es pragmatischer: beginnend bei der Methodik, über Persönlichkeitsbereiche und Entwicklung, abgerundet durch geschlechter - und kulturellen Differenzen.
Prinzipiell gibt dieses Buch über die gängigen Themen in dem Bereich der Persönlichkeit und der Persönlichkeitsforschung eine solide und gute Basis. Als Grundwissen für Bachelorstudenten und darüber hinaus gut geeignet. Ich persönlich habe das Buch auf Dozentenempfehlung im Rahmen eines Begleitseminars „Person und Persönlichkeitspsychologie“ und kann sagen, dass Asendorf und Neyer für den Eigen-Workload-Anteil sehr hilfreich und informativ ist.
Als einziges Manko (das würde vermutlich den Rahmen sprengen) gilt zu beachten, dass im Bereich der Diagnostik sicherlich andere Literatur verwendet werden sollte.
Ebenfalls wird im Bereich der eigenen Methodenanwendung nochmal auf zusätzliche Statistikliteratur verwiesen. Neben dem Buch selbst gibt es auch noch die Hinweise auf eine Lernwebsite, mit unterschiedlichen Materialien, Linkssammlungen und (Hör-)Beiträgen.

Fazit: Alles in Allem ein gutes und empfehlenswertes Buch!
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am 27. Dezember 2014
Nachdem nun die Bachelorarbeit ansteht, kann eine Lektüre dieses Buches, dass m. E. einen guten Überblick zur Persönlichkeitspsychologie liefert, nicht schaden. So dachte ich und wurde bestätigt. Die Gedanken zu Persönlichkeit und Umwelt konnten mir ein paar wichtige Impulse liefern. Ganz insgesamt freue ich mich auch rein interessehalber auf die Lektüre, auch da mein Professor seine Vorlesung (erste zwei Semester) daran orientiert hatte.
Beim Lesen bekomme ich sofort Lust mich weiter mit diesem spannenden Themenfeld der Psychologie zu beschäftigen.
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am 24. April 2009
Der Aufbau des Buches ist ausgesprochen benutzerfreundlich. Anschaulich wird die Handhabung des Buches erklärt. Sehr komfortabel ist auch das Glossar inklusive einer Übersetzung ins Englische und das beigefügte englisch-deutsch Wortverzeichnis. Der Aufbau der Kapitel ist übersichtlich, ein erster Überblick ist leicht und schnell zu gewinnen. Die vom Verlag angebotenen Internetmaterialien sind generell sehr nützlich. Durch das Memocardspiel können Fachbegriffe gelernt werden. Das Lerncenter bietet einen schnellen Einblick. Was die Abbildungen für Dozenten betrifft, so ist es angenehm die Grafiken des Buches zur Verfügung zu haben - die Auflösung lässt hier allerdings manchmal etwas zu wünschen übrig. Das Buch richtet sich sowohl an Neueinsteiger als auch an Profis. Aus meiner Sicht trifft das Zitat des Autors (Prof. Asendorpf, aus dem Vorwort) sehr gut zu: Zitat Anfang 'weil ich denke, dass ein Text mit persönlicher Note, in dem ein eigener Standpunkt des Autors klar erkennbar ist, dem Anfänger den Einstieg in ein Gebiet erleichtert'. Zitat Ende. Dass diese Form der Darstellung verschiedene, fachlich berechtigte Widersprüche zu kurz kommen lässt ist nicht zu vermeiden - aber aus meiner Sicht auch nicht Aufgabe eines solchen Buches. Fazit: Ein ausgezeichnetes Buch, sehr benutzerfreundlich und intelligent aufgebaut.
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am 13. Oktober 2013
Habe mir das Buch im Rahmen meines Studiums gekauft. Im großen und Ganzen ein gutes Lehrbuch. Jedoch sehr Text- und Statistiklastig. Dafür ist wirklich ALLES sehr ausführlich und verständlich erklärt. Evtl sollte man sich aber Überlegen ob die Bachelor-Version nicht für den Anfang reicht (ist auch günstiger).
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am 21. Dezember 2014
Sehr zu empfehlen für das Psychologiestudium oder einfach nur für Interessierte.

+ übersichtlicher Aufbau mit Zusatzinfos und Lernzielen
+ verständlich formuliert
+ hilfreiche Visualisierung trotz recht abstrakter Themen
+ verhältnismäßig guter Preis im Vergleich zu anderer Fachliteratur

- ungewöhnlich langsame Lieferung und einigen Ärger aufgrund von Versäumnissen seitens der Post
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am 13. August 2005
Das Werk enthält viel Material und dürfte besser gewichtet werden. Dabei erscheinen manche Gewichtungen wiederum sehr subjektiv.
Was der Autor wissenschaftlich fundiert hält, entspricht einem blinden Glauben an Empirie. Ob die Persönlichkeit oder die Seele oder gar das Wesen des Menschen, hierin aufgeht, bleibt fraglich. Das ist wie mit dem Blinden, der einen Elefanten tastend beschreibt, je nachdem wo er anfaßt....Oder das Beispiel mit dem Wald und den Bäumen.
Konkreter: Ergebnisse von Bindungsforschern, Verbindungen zur Psychoanalyse neueren Datums (Fonagy, Stern, Lichtenberg...), die Klinik der gestörten Persönlichkeit u.v.a. wird gar nicht (wirklich) erwähnt. Die Ablehnung aller Psychoanalyse, die für den Autor offenbar bei Freud endet, ist unwissenschaftliche Polemik und Klischee.
Offenbar sind auch Affekte, Emotionen, Gefühle nicht der Erwähnung wert, tragen sie offenbar nicht zur Charakterisierung und Struktur und zum Verständnis von Persönlichkeit bei.
Das müßte man eigentlich analysieren...
Gut bedient ist, wer die gleichen Vorannahmen hat, wie man einem Rezensenten-Kollegen entnehmen kann.
Ansonsten viel Akribie und Fleiß auf der Habenseite dieses Buches.
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am 1. November 2008
Das Buch von Asendorpf war während meines Nebenfach-Studiums immer ein wertvoller Begleiter, hat mich gut durchs Examen gebracht und leistet mir - mittlerweile in der 4. Auflage - auch heute noch gute Dienste. Es ist übersichtlich aufgebaut und daher sehr gut zum Nachschlagen und Lernen geeignet.
Thematisch deckt es die aktuelle, empirisch-naturwissenschaftlich orientierte Mainstream-Psychologie ab. Daraus folgt, dass z. B. die Psychoanalyse nur am Rand behandelt und gemäß den Kriterien der empirischen Wissenschaften abgelehnt wird. Wenn beleidigte Psychoanalytiker schlechte Bewertungen abgeben, dann bezieht sich das also mehr auf Glaubensdifferenzen als auf das Buch an sich.
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am 29. Dezember 2010
Auf Anraten meines Dozenten habe ich mir dieses Buch besorgt.

Nun gut, mein Dozent baut seine komplette Vorlesung darauf auf, sodass das Buch evtl. leichter zu handhaben ist, da die Titel die gleichen sind, wie in der Vorlesung.

Ich komme aber sehr gut mit dem Buch zurecht, falls ich mal nicht in der Vorlesung anwesend war und ich mir den Stoff alleine erarbeiten muss.

Das Buch ist sehr gut gegliedert und gibt einen guten Überblick über Theorien etc. der Persönlichkeitspsychologie.

Die enthaltenen Grafiken mit dazugehörigen Texten sind für mich leider selten nachvollziehbar, da vom Autor vieles an Wissen (besonders Statistik) vorausgesetzt wird!
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am 8. August 2014
Ich möchte vorausschicken, daß ich weder Psychologiestudent noch Psychoanalytiker bin, sondern studierter Physiker und von Beruf Softwareentwickler. Ich habe mir das Buch gekauft, um etwas über die Verschiedenheit der Menschen aus psychologischer Sicht zu erfahren.
Das Buch besteht aus 2 Teilen. In dem ersten werden einige Theorien der Psychologie, darunter die Psychoanalyse und der Behaviourismus kurz umrissen und vom Autor bewertet. Dabei teilt er die Wissenschaften in empirische und nicht empirische ein. Z.B. ist für ihn die Psychoanalyse nicht empirisch. Das ist völlig unüblich. Üblich ist die Unterteilung in exakte und nichtexakte und in empirische und nicht empirische Wissenschaften. Die Mathematik ist z.B. eine exakte, nicht empirische, die Physik eine exakte, empirische Wissenschaft. Die Geschichtswissenschaft ist eine nicht exakte, empirische Wissenschaft. Jede Wissenschaft, die formalisierbar ist, ist exakt, eine jede, die sich mit der Realität beschäftigt, empirisch. Der Autor verwendet den Begriff "Empirische Wissenschaft" leider im Sinne von "Exakte, Empirische Wissenschaft".
Der zweite Teil beschäfigt sich größtenteils mit der Eigenschaftspsychologie, die versucht Konstanten im menschlichen Verhalten, Persönlichkeitseigenschaften genannt, mit mathematisch-statistischen Verfahren zu ergründen. Da das menschliche Verhalten als solches schon aus praktischen Gründen kaum beobachtbar ist, man müßte dazu Versuchspersonen in ihrem Alltagsleben bis ins Schlafzimmer hinein überwachen, werden Fragebögen verwendet, in denen der Proband Auskunft über sein oder das Verhalten anderer Personen gibt. Z.B. wird er gefragt, in wie weit er sich als gesellig oder als ängstlich sieht. Die Eigenschaften, die abgefragt werden, werden aus dem Wortschatz einer Sprache ermittelt. Dazu werden wiederum statistische Verfahren verwendet. Heraus kommt nun eine Menge von Eigenschaften, meist 3 bis 16, die voneinander unabhängig sind und in den Fragebögen auf ihre Stärke hin abgefragt werden.
Das ist so im grobem die Art, wie in dem Buch Psychologie betrieben wird. Das Ergebnis ist, wie kaum anders zu erwarten, banal. Allein schon den Wortschatz als Ausgangspunkt zu nehmen, ist absurd. Was ist, wenn es Eigenschaften gibt, die nicht im Wortschatz vorkommen ? Oder Eigenschaften, die einem selber verborgen sind ? Die verwendeten mathematisch-statistischen Verfahren mögen ja korrekt sein, nur der Input ist schon sehr schwach. Daß es auch anders geht, zeigt beispielhaft eine Untersuchung des Gallup-Instituts, in der über 30 Jahre lang insgesamt 2 Millionen Arbeitnehmer in Interviews auf ihre Stärken hin befragt wurden. Heraus kamen 34 Talente, die alles andere als banal sind und ein Test, der zumindest bei mir und einigen anderen Leuten korrekte Ergebnisse lieferte. Wer will, kann das ganze in dem Werk "Entdecken Sie Ihre Stärken jetzt!:Das Gallup-Prinzip für individuelle Entwicklung und erfolgreiche Führung" nachlesen.
Noch etwas zum Wissenschaftsverständnis, das in dem Buch zum besten gegeben wird. Jede Wissenschaft hat ihre eigenen Methoden, die Physik z.B. andere als die Chemie, obwohl beide zu den exakten Wissenschaften gehören. In der Informatik dagegen werden exakte Verfahren oft mit eher schon künstlerischen Methoden gemischt. Auch die Wirtschaftswissenschaften sind nicht mehr exakt, obwohl sie sich häufig der Mathematik bedienen. Vor diesem Hintergrund mutet es geradezu absurd an, die Psychologie auf die Methoden der exakten Wissenschaften beschränken zu wollen, wie es das Buch tut.
Langer Rede kurzes Resümee: Wer etwas über die Psychologie der Persönlichkeit, wie sie die große Mehrheit der Menschen versteht, erfahren will, ist bei diesem Buch sicher an der falschen Adresse. Wer hingegen erfahren will, was in der akademischen Psychologie so abgeht und am besten noch Mathefreak wie der Rezensent ist, kann selbst aus diesem Buch noch etwas lernen. Denn verständlich geschrieben ist es, das muß man dem Autor lassen. Deshalb und nur deshalb bekommt es 2 Sterne.
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