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Psychologie der Massen
 
 
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Psychologie der Massen [Broschiert]

Gustave LeBon , Rudolf Eisler
4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (40 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Broschiert: 221 Seiten
  • Verlag: Rabaka-Publishing; Auflage: 1 (September 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3940185078
  • ISBN-13: 978-3940185075
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 18 Jahren
  • Originaltitel: Psychologie des foules
  • Größe und/oder Gewicht: 16 x 11,6 x 1,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (40 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 146.383 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Gustave Le Bon
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Produktbeschreibungen

Buch der 1000 Bücher

Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)

Die Psychologie der Massen
OT Psychologie des foules OA 1895 Form Sachbuch Bereich Soziale Psychologie
In seiner Psychologie der Massen stellt Gustave Le Bon die Grundbegriffe des Massenvrhaltens dar und gilt somit als Begründer der Massenpsychologie.
Entstehung: Unter dem Eindruck eines grundlegenden Wertewandels der westlichen Gesellschaft sowie der wachsenden politischen Macht der Masse, der »jüngsten Herrscherin der Gegenwart«, entschloss sich Le Bon zu einer Untersuchung dieses Phänomens. Er verstand sein Werk als die erste systematische Auseinandersetzung mit der Masse als psychologisch erfassbarem Gegenstand.
Inhalt: Die radikale Grundthese von Le Bon lautet, dass die Masse eine Abart der rationalen menschlichen Existenz sei. So seien die negativen Erscheinungen des Massenverhaltens neben strukturellen (der Hoffnung auf Straffreiheit) vor allem psychologischen (dem Vorherrschen des Unbewussten) Elementen zuzuschreiben.
Als mitentscheidender Faktor für Massenverhalten spielt für Le Bon immer auch seine Rassentheorie eine bedeutende Rolle, in denen er darwinistische Bestandteile mit seinen Vorstellungen von »Nationalcharakter« kombiniert. So meint er feststellen zu können, dass z. B. bei den »lateinischen Massen« in besonderem Maße Intoleranz vorherrsche. Schwieriger einzuordnen sind Le Bons gelegentliche Hinweise auf die positive Wirkung der Masse. Teils äußert der Autor ausdrückliches Lob (»Frönen also die Massen oft niedrigen Instinkten, so bieten sie oft wieder ein Beispiel hochsittlichen Verhaltens«), teils sieht er in der Masse eine nützliche Funktion (»Ist das Gebäude einer Zivilisation wurmstichig geworden, so sind es stets die Massen, welche dessen Zusammensturz herbeiführen«). Le Bons Argumentation bleibt insgesamt dem zyklischen Geschichtsverständnis verhaftet. Davon zeugt seine Vorstellung von der notwendigen Ablösung der Demokratie durch die Tyrannei.
Aufbau: Im Aufmarsch der Massen sieht Le Bon eine allgemeinmenschliche Erscheinung und nimmt im ersten Buch seines dreiteiligen Werks eine Darstellung charakteristischer Merkmale der Massenseele vor. Als Erklärung für das Massenverhalten stellt der Soziologe zunächst das »psychologische Gesetz der seelischen Einheit« auf, indem er erklärt: »In der Kollektivseele verwischen sich die intellektuellen Fähigkeiten und damit die Individualität der Individuen«. Da also die Intelligenz der Einzelnen nivelliert werde, ist es »die Dummheit, nicht der geist, was sich in den Massen akkumuliert«. Aus diesem Grund benähmen sich Einzelne bisweilen in der Masse, wie sie es als Individuen nie tun würden.
Im Anschluss versucht Le Bon »Gefühl und Moral der Massen«, ihre Impulsivität und Intoleranz, ihren Autoritarismus und Konservativismus zu erklären – Eigenschaften, welche die Masse zum geeigneten Spielball von Demagogen machen. Nach Le Bon besitzt die Masse eine eigene Sittlichkeit, die dazu führe, dass die Interessen Einzelner den Interessen der Gemeinschaft untergeordnet werden, was das oft heroische Verhalten der Masse erkläre.
Im zweiten Buch geht Le Bon auf die spezifischen Einflussfaktoren, auf die Anschauungen der Masse sowie auf die Eigenschaften der »Führer der Massen« ein. Die aufgezeigten Methoden der Kontrolle und die Rolle des Prestige wirken angesichts der totalitären Geschichte des 20. Jahrhunderts geradezu prophetisch. Im dritten Buch unternimmt Le Bon schließlich eine Klassifizierung und Beschreibung der verschiedenen Formen der Massen.
Wirkung: Die Psychologie der Massen war lange Zeit das Standardwerk zum Massenverhalten. So bezog sich Sigmund R Freud in seinen Arbeiten zur Massenpsychologie explizit auf Le Bon. Ernüchternd ist allerdings die Annahme, dass sich Adolf Hitler die von Le Bon aufgeführten pragmatischen Methoden der Massenzähmung zu Eigen gemacht hat. Das Werk bietet eine nach wie vor faszinierende soziologische Studie sowohl der »Masse« wie auch der Gedankenwelt ihres Kritikers. B. A. -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .

Kurzbeschreibung

Gustave Le Bon (1841-1931) gilt als der Begründer der Massenpsychologie. Sein berühmtes Werk „Psychologie der Massen“ ist visionär. Mit tiefem Gespür für kulturelle Veränderungen analysiert Le Bon Phänomen und Funktion der Massen. Wie kommen Revolutionen zustande? Wie geschieht es, dass sich Menschen einem Führer unterstellen und ihr Gefühl für moralisches Handeln verlieren? Was ist die Charakterstruktur eines Führers der Massen? Wie kann der Mensch trotz seines intuitiven Verständnisses für richtiges Handeln zum gewalttätigen Tier werden, das rücksichtslos zu unvorstellbarer Brutalität fähig ist? Le Bon zeigt, dass ein Zeitalter der Massen stets ein Zeitalter grundlegender Umwandlungen ist. Immer dann, wenn eine Kultur ihrem Ende zustrebt, übernimmt die Masse die Herrschaft auf dem Weg hin zu einer neuen Ordnung. „Psychologie der Massen“ ist ein zukunftsweisendes Buch, das dem Leser die Möglichkeit an die Hand gibt, sich auf das einzustellen, was kommt. Der realistische Ansatz Le Bons gibt sich keinen Illusionen hin: Die Masse organisiert sich selbst, und auch ihr Führer ist nur Teil ihrer Autopoiese. Einfluss auf sie gewinnt nur derjenige, der die Masse zu lesen versteht und sich ihr in einfacher Terminologie mit dramatischer Rhetorik anbietet.

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96 von 102 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Le Bon - Begründer der Massenpsychologie in seinem Hauptwerk, 31. Dezember 2005
Rezension bezieht sich auf: Psychologie der Massen (Gebundene Ausgabe)
Gustave Le Bon avancierte mit seinem Buch „Psychologie der Massen“ zum Begründer der Massenpsychologie. Sein positiver Einfluss auf Psychologie und Soziologie ist unbestritten und wurde nur dadurch etwas getrübt, dass sich Adolf Hitler seines Werkes ermächtigte, um die Massenseele für seine Zwecke zu studieren.

Le Bons Hauptthese konzentriert sich darauf, dass das Individuum in der Masse seine Kritikfähigkeit verliert und Dinge macht, die er als Einzelner ablehnen würde. In der Massensituation kommt es zur „psychischen Ansteckung“ und der Einzelne neigt zu affektivem, primitiv-barbarischen Verhalten.
Der Einzelne gibt in der Massensituation sein individuelles Bewusstsein zugunsten eines Massenbewusstseins auf und lässt seine Handlungen davon leiten. Gefühle, Moral und geistiges Niveau können im Massenkollektiv höher oder niedriger sein als beim Einzelnen. Die Versuchung ist gross, sein eigenes, höheres Niveau auf das Niveau der Masse abzusenken, wodurch ein Volk, welches durch die Masse beherrscht wird, zwangsläufig eine Abwärtsspirale in geistig-kultureller Hinsicht durchmacht, bis die Dekadenzerscheinungen die Kultur zum Untergang zwingt.
Wichtig zu verstehen ist, dass Masse nicht die Summe vieler Einzelmeinungen ist, auch nicht ein Durchschnitt davon, sondern ein völlig eigenständiges Kollektiv. Massenbewusstsein wird nicht durch Denken oder Logik, sondern von Gefühlen und Bildern beherrscht. Es kann zu Hochkulturen, aber ebenso in die Diktatur führen. Die Masse zieht die Täuschung immer der Realität vor. Massen sind nicht durch Beweise zu überzeugen. Und wer die Masse beherrschen und manipulieren will, muss deren Trägheit vor Augen haben.
Le Bon unterscheidet veränderliche und unveränderliche Meinungen, die genauso wie Ideen manchmal ein paar Jahrzehnte, in anderen Fällen –etwa beim Christentum- Jahrhunderte überdauern können. Wer dem Volke, also der Masse, das Schnellerreichbare um sonst vor die Füsse wirft –auch wenn es nur eine Attrappe ist- wird es für sich gewinnen. So absurd die Verheissungen der Machthaber auch sind, das Volk wird es glauben. Je offensichtlicher die Lüge, umso bereitwiller wird es das Volk schlucken. Der Mensch ist dumm, und in der Gesellschaft noch mehr! Grund dafür ist die Angst, die ihm davon abhält der Wahrheit ins Auge zu schauen, weshalb er lieber die Illusion kauft, die ihn zwar nicht vor der Realität bewahren kann, sich dafür aber wie betäubendes Opium um seine Synapsen schlängelt.

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50 von 55 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Massenseelen treten im Alltag des Unternehmens auf..., 8. Juli 2002
Rezension bezieht sich auf: Psychologie der Massen (Gebundene Ausgabe)
Es kommt im unternehmerischen Alltag immer wieder vor, dass Führungskräfte bestehende Unternehmenseinheiten neu übernehmen. Sie treffen damit auf eine bereits formierte Masse und unternehmen den Versuch diese Masse mit neuen oder weiteren Ideen, Zielen und Herausforderungen zu konfrontieren, sie zu synchronisieren und zu fokussieren. Oftmals trifft man dabei auf hohe Resistenzen oder erlebt eine Spaltung in zwei Lager, nämlich in die Gruppe derer, die signalisieren, dass sie neue Ideen aufnehmen und in die Gruppe derer, die zweifeln und im Verborgenen eine Art Gegenrevolution schüren. Jede Gruppe gehorcht interessanter Weise in sich selbst wieder den Regeln der Massenseele, wie sie Le Bon im Kapitel "Allgemeine Kennzeichen der Massen" beschreibt.
Ich hoffe, es stört Ihr intuitives Empfinden bezüglich der Freiheit und Selbstbestimmung des Menschen empfindlich, wenn Sie diese Ausführungen lesen, aber es ändert nichts daran, dass Effekte der Massenseele tatsächlich auftreten und wir als Führungskräfte dieser Realität ins Auge sehen sollten. Forschungen durch Le Bon haben ergeben: "Allein durch die Tatsache, Glied einer Masse zu sein, steigt der Mensch also mehrere Stufen von der Leiter der Kultur hinab. Als Einzelner war er vielleicht ein gebildetes Individuum, in der Masse ist er ein Triebwesen, also ein Barbar. Er hat die Unberechenbarkeit, die Heftigkeit, die Wildheit, aber auch die Begeisterung und den Heldenmut ursprünglicher Wesen, denen er auch durch die Leichtigkeit ähnelt, mit der er sich von Worten und Vorstellungen beeinflussen und zu Handlungen verführen lässt, die seine augenscheinlichsten Interessen verletzen. Aus diesem Grunde sprechen Schwurgerichte Urteile aus, die jeder Geschworene einzeln missbilligen würde, Parlamente nehmen Gesetze und Vorlagen an, die jedes einzelne Mitglied ablehnen würde."

Dieses Buch ist höchst lesenswert für alle, die mit der Führung von Mitarbeitern beauftragt sind.

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23 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Für Psychologiestudenten und Psychologieinteressierte ein MUSS!!!, 10. Oktober 2007
Rezension bezieht sich auf: Psychologie der Massen (Broschiert)
Ein Professor empfahl in einer Vorlesung beiläufig die Auseinandersetzung mit Le Bons "Psychologie der Massen".

Also bin ich auf zu amazon und habe die kostengünstige und somit studentenfreundliche Ausgabe von RaBaKa-Publishing bestellt.

Le Bon verfasste seine Ausführung über die Massenpsychologie bereits 1895, nichtsdestotrotz hat dieses Thema an Aktualität nichts eingebüßt. Seine Analyse der Massenseele und dem ihr innewohnenden Wunsch nach Führungspersönlichkeiten ist sowohl verständlich als auch beeindruckend. Zumal sich seine Theorie bereits knapp 40 Jahre später in der Praxis bewahrheitete und einen traurigen Höhepunkt im 3. Reich fand.

Der Autor geht sehr detailiert auf die verschiedenen Aspekte der Massenpsychologie ein. Das Buch ist in 3 Teile gegliedert: 1. Die Massenseele; 2. Die Meinungen und Glaubenslehren der Massen; 3. Einteilung und Beschreibung der verschiedenen Massen. Jeder Teil ist in sich nochmals sehr übersichtlich gegliedert und man findet sofort die gesuchten Themenbereiche und Informationen.

Außerdem hat mich das Format des Buches begeistert, ich konnte in der Bahn genauso gut damit arbeiten wie am Schreibtisch.
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