Aus der Amazon.de-Redaktion
"Der 48-jährige, noch verheiratete und getrennt lebende Verwaltungsbeamte stellte sich bei mir auf Anraten seines Hausarztes vor. In mein Behandlungszimmer kam ein schlanker, sportlich wirkender Mann mit festem Händedruck, der mich betont forsch begrüßte. Erst als er Platz genommen und seine Brille abgesetzt hatte, trat sein depressiver Gesichtsausdruck zutage..." So beginnt eine von zahlreichen Fallgeschichten, die in dem Lehrbuch
Psychodynamische Psychotherapien von Christian Reimer und Ulrich Rüger geschildert wird. Die Autoren, beide Psychoanalytiker, erheben mit ihrem Buch den Anspruch, eine Lücke zu schließen: Nämlich jene psychodynamischen Therapieverfahren detailliert vorzustellen, die zwar auf die Freud'sche Lehre zurückgehen, diese jedoch freier auslegen.
Wer das Buch liest, bekommt einen guten Eindruck, worin die Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen psychoanalytischen und psychodynamischen Behandlungsformen liegen. In der psychodynamischen Therapie, so die Autoren, bringt sich der Therapeut mehr ein: Er erteilt Ratschläge und leitet den Patienten mehr an. Außerdem sitzt er dem Patienten gegenüber und wendet sich nicht -- wie im klassischen psychoanalytischen Setting -- vom Patienten ab.
Das Buch beschreibt die psychodynamischen Behandlungstechniken, informiert über die Wirksamkeit der einzelnen Behandlungsansätze und würdigt die Pionierleistung der frühen Psychoanalytiker. Darüber hinaus zeigen die Autoren auf, in welch hohem Maße psychodynamische Konzepte in andere Therapieschulen -- wie etwa die Gestalttherapie -- eingegangen sind. Das Lehrbuch von Christian Reimers und Ulrich Rüger ist besonders geeignet für Leser, die beruflich mit Psychotherapie zu tun haben oder die sich in einem Ausbildungscurriculum befinden. --Nikolas Westerhoff
-- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
Pressestimmen
"Dieses Lehrbuch der Psychodynamischen Psychotherapien wird aus der gesamten Aus- und Weiterbildungsliteratur nicht mehr wegzudenken sein. Zukünftig wird man die Inhalte dieses Lehrbuches sicher für die Facharztprüfung für Psychotherapeutische Medizin und für den Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie ebenso wie für den Abschluss einer Ausbildung als Psychologischer Psychotherapeut vorauszusetzen haben..." Der Nervenarzt
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