Markus Berger trägt in seinem Band bereits vorhandene, verstreute Kenntnisse über psychoaktive Kakteen zusammen. Er ordnet den Band in die Teile: Kakteen-Kultur (Pflege, Probleme, Zucht, ..), Kakteen in der Kultur des Menschen (Ritual, Medizin, Lexikonteil, ..) und Anhang (Rechtslage, Glossar,..). Das Buch ist verständlich geschrieben und informiert den interessierten Laien umfassend. Berger verfügt leider kaum über Spezialwissen und unterließ es, mit Spezialisten (Biochemiker, Ethnologen, ..) zusammenzuarbeiten. Eine kritische Würdigung der gesammelten Erkenntnisse unterbleibt folglich. Mögliche falsche Schlußfolgerungen werden somit tradiert. Im Lexikonteil nutzt Berger noch die alte Nomenklatur, verweist jedoch auf die neue Klassifikation. Er unterläuft derart den internationalen Standard und schreibt den Namenreichtum einzelner Arten fort. Die Quellenangaben erfolgen gewissenhaft, obschon Seitenangaben fehlen und dem Leser damit die Recherche erschwert wird. Der Anhang enthält eine erfreulich umfangreiche Literaturliste. Der Nutzen des Buches richtet sich nach den Erwartungen an es. Im besten Fall stachelt "Psychoaktive Kakteen" die Neugier des interessierten Laien an und unterhält durch unbekannte Details. Fazit: Die Arbeit hält wissenschaftlichen Standards nicht stand, bereitet als Freizeitlektüre aber allemal Vergnügen.