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Psycho? Logisch! Nützliche Erkenntnisse der Alltagspsychologie
 
 
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Psycho? Logisch! Nützliche Erkenntnisse der Alltagspsychologie [Taschenbuch]

Volker Kitz , Manuel Tusch
4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (35 Kundenrezensionen)
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

Psychologische Tricks, die zum Beispiel helfen, garantiert eine Gehaltserhöhung zu bekommen. --Der Tagesspiegel, 14.08.2011

Geht unseren Marotten auf den Grund und gibt Tipps, mit denen Sie Ihr eigenes und das Verhalten anderer positiv beeinflussen. --BILD, 19.9.2011

Klare Antworten aus der psychologischen Forschung, die wahre Wunder wirken. --Die Welt, 17.9.2011

Wie andere alles für uns tun. --Maxi, Oktober 2011

TOTAL SPANNEND UND SEHR UNTERHALTSAM! --Susanne Conrad, ZDF Mittagsmagazin, 22.2.2012

Die Bestsellerautoren Kitz & Tusch verraten die besten Tricks. --SPIEGEL ONLINE, 19.11.2011

Hervorragend! Die beiden Docs finden Antworten, die nicht enttäuschen – unterhaltsam, kurzweilig, gewitzt. --Achim Achilles, November 2011

Raffinierte psychologische Tricks. --freundin, Heft 2/2012

Kurzbeschreibung

Mit Gebrauchsanleitung sind unsere Mitmenschen wesentlich angenehmere Zeitgenossen als ohne. Schön wäre auch, einmal sich selbst zu verstehen. Dr. Kitz & Dr. Tusch schildern nicht nur humorvoll, wie wir ticken, sondern erforschen auch die spannenden Ursachen für unsere inneren Regeln. Die Tricks der Alltagspsychologie können Sie täglich für sich nutzen und bekommen endlich gültige Antworten auf die ewigen Fragen des Lebens – wie zum Beispiel:

• Wieso tun wir nicht, was wir sollen, und kriegen nicht, was wir wollen? • Ziehen sich Gegensätze an oder aus? • Können Frauen wirklich nicht einparken und Männer wirklich nicht zuhören? • Wie bekomme ich garantiert eine Gehaltserhöhung?

Der Verlag über das Buch

Wie wir ticken und wenn ja, warum

Wetten, dass Ihnen immer nur die Macken und Neurosen der anderen auffallen? Und dass Sie im Leben viel mehr erreichen, wenn Sie ein paar psychologische Tricks kennen? – Mit Nutzwert und Augenzwinkern erklären Volker Kitz und Manuel Tusch Alltagssituationen, die jeder kennt: Wie bekommt man garantiert eine Gehaltserhöhung – und warum macht sie trotzdem nicht glücklich? Wie und warum reden wir uns das Leben so oft schön? Warum erscheinen uns Ereignisse ganz logisch, selbst wenn es pure Zufälle sind? Und wie können wir all das jeden Tag für uns nutzen? Perfektes Infotainment à la Richard David Precht und Eckart von Hirschhausen!

Über den Autor

Dr. Volker KITZ hat mehrere Sachbuch-Bestseller geschrieben. Er hat Jura und Psychologie in Köln und New York studiert, danach Erfahrungen in den unterschiedlichsten Jobs gesammelt, u. a. als Wissenschaftler, TV-Journalist, Drehbuchautor und Lobbyist. Früher dachte er, es spinnen immer nur die anderen. Heute weiß er, dass es auch manchmal an ihm liegt. Trotzdem arbeitet er bundesweit als Anwalt und Coach. Miete zahlt er in München.

Dr. Manuel TUSCH studierte Psychologie und Erwachsenenbildung in Köln und Amsterdam. Er hat eine psychologische Praxis in Köln, leitet das Institut für Angewandte Psychologie (IfAP) und ist Lehrbeauftragter an mehreren Universitäten. Seine Arbeitsschwerpunkte im Psycho-Dschungel sind Coaching, Mediation, Supervision und Gesprächstherapie. Nachdem er seine eigenen Neurosen zum Beruf gemacht hat, kommt er heute prima durchs Leben.

Gemeinsam schrieben sie u.a. den SPIEGEL-Bestseller "Das Frustjobkillerbuch – Warum es egal ist, für wen Sie arbeiten", das weltweit in mehrere Sprachen übersetzt wurde.

Mit ihrer unterhaltsamen Bühnenshow sind sie international auf Tournee, bei Unternehmen sind sie gefragte Redner und Coaches.

Infos und Termine: kitz-tusch.com

Prolog. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Steuererklärung, Frühjahrsputz, für den Chef eine langweilige Aufgabe erledigen, Sex (wenn er schlecht ist) – sicherlich kennen Sie wenigstens eine dieser lästigen Tätigkeiten aus eigener Erfahrung.
Wie gehen wir während solch unerfreulicher Phasen unseres Lebens mit Ablenkung um? Wir fallen allem und jedem, der uns ablenkt, dankbar um den Hals! Ein Anruf der senilen Großtante? Herzlichst willkommen, um den Putzeimer stehen zu lassen! Eine Spam-E-Mail mit Werbung für Viagra? Genauestens studieren wir ihren Inhalt, wenn uns das ein paar Minuten von den Steuerbelegen ablenken kann. Und das Buch, das uns beim Aufräumen zufällig in die Hände fällt und das wir schon seit acht Jahren lesen wollten – jetzt wäre doch genau der richtige Zeitpunkt, um damit anzufangen …
Denken Sie nun an erfreuliche Tätigkeiten: ein hervorragendes Essen, ein luxuriöses Schaumbad, ein spannendes Fußballspiel, Sex (wenn er gut ist). Hier hassen wir jede Unterbrechung – und jeden, der für eine solche Unterbrechung verantwortlich ist! Auch wenn unser Lieblingsfilm im Fernsehen kommt und plötzlich durch Werbung unterbrochen wird, verfluchen wir den Sender, die Werbewirtschaft und die gesamte böse Welt schlechthin. Denn bei angenehmen Tätigkeiten stören Unterbrechungen unser Glück, während sie es bei lästigen Tätigkeiten steigern – so glauben wir jedenfalls.
Doch stimmt das überhaupt?

In Wahrheit ist es genau umgekehrt! Schauen wir, warum.
Lassen Sie uns dazu zunächst einen Effekt untersuchen, der sich bereits sehr schön zeigen lässt, wenn wir noch friedlich im Mutterleib vor uns hin dämmern: In einem interessanten Experiment setzt man ungeborene Kinder bestimmten Reizen aus, zum Beispiel einer lauten Autohupe. Man misst die Reaktion der Kinder im Mutterleib. Am Anfang reagieren die Kinder sehr stark. Aber je öfter sie dem Reiz ausgesetzt sind, desto schwächer wird ihre Reaktion.
Was sich da schon im Mutterleib so anschaulich zeigt, nennen wir in der Psychologie hochtrabend „Habituation“ – auf Deutsch: die lähmende Macht der Gewöhnung. Alles wird mit der Zeit langweilig, und oft geht das sehr, sehr schnell. Dieser Fluch der Gewöhnung liegt schon vor der Geburt auf uns – und begleitet uns bis in den Tod.
Die Gewöhnung ist einerseits eine wichtige Voraussetzung dafür, dass wir lernen können. Andererseits sorgt sie auch dafür, dass alles mit der Zeit an Reiz verliert. Egal also, ob wir im Job Marketingtexte schreiben, Menschen am Operationstisch retten, Fernsehsendungen moderieren, Formel-Eins-Rennen fahren, ob wir verheiratet sind, viel Geld verdienen, ein tolles Haus oder rasantes Auto besitzen – an alles gewöhnen wir uns, alles verliert den Kick des ersten Mals.
An der Habituation selbst können wir nichts ändern; wohl aber können wir den Gewöhnungseffekt besser in unser Leben einplanen – und ihn auf diese Wieise sogar für uns nutzen! Die meisten Menschen unterschätzen die Macht der Gewöhnung dramatisch oder ignorieren sie sogar völlig. Wer sie hingegen bewusst einsetzt, kann sich sein Leben viel angenehmer gestalten. Denn der Gewöhnungseffekt gilt natürlich auch für unangenehme Dinge: Je länger wir sie tun, desto mehr verlieren sie ihren unangenehmen Reiz für uns.
Wer schlau ist, lässt sich also gerade bei angenehmen Tätigkeiten öfter unterbrechen! Denn jede Unterbrechung mindert den Gewöhnungseffekt, und wir kehren glücklicher zu der angenehmen Tätigkeit zurück als vor der Unterbrechung.
Glauben Sie nicht? Vielleicht überzeugt Sie folgender Versuch. In einer Studie lässt man zwei Gruppen einen Film ansehen, den sie mögen. Bei der einen Gruppe unterbricht man den Film durch Werbung, bei der anderen nicht. Hinterher fragt man die Menschen, wie gut ihnen der Film gefallen hat. Das Ergebnis: Wer durch Werbung unterbrochen wurde, schildert ein befriedigenderes Seherlebnis – auch wenn er die Werbung selbst als störend empfand.
Das gilt für alle schönen Momente: Die Freude an ihnen wächst mit jedem Neuanfang, also nach jeder Unterbrechung. Deshalb wäre es zum Beispiel auch dumm, seinen gesamten Jahresurlaub am Stück zu verbringen. Denn die Macht der Gewöhnung sorgt dafür, dass der Urlaub am Anfang am schönsten ist, später jedoch immer langweiliger wird. Klug ist also, wer möglichst viele Urlaubsanfänge produziert, indem er seinen Jahresurlaub auf möglichst viele kürzere Häppchen verteilt.
Das Umgekehrte gilt für lästige Tätigkeiten: Hier wächst der Ärger mit jedem Neuanfang. Jede Unterbrechung vermindert die Gewöhnung und fügt uns größeres Leid zu, wenn wir zu der Tätigkeit zurückkehren. Bei solchen Tätigkeiten können wir die Habituation für uns nutzen, indem wir uns möglichst nicht unterbrechen lassen. Dann erscheint uns die Sache mit der Zeit von ganz alleine immer weniger lästig. …

Nelson, L. D., Meyvis, T. & Galak, J. (2009): Enhancing the Television-Viewing Experience through Commercial Interruptions. Journal of Consumer Research, 36, 160–172

Peiper, A. (1925): Sinnesempfindungen des Kindes vor seiner Geburt. Monatsschrift für Kinderheilkunde, 29, 237–241

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