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Psychiatrie in der Zeitung
 
 
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Psychiatrie in der Zeitung [Gebundene Ausgabe]

Ulrike Hoffmann-Richter , Ulrike Hoffmann- Richter
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 420 Seiten
  • Verlag: Psychiatrie-Verlag; Auflage: 1., Aufl. (2000)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 388414295X
  • ISBN-13: 978-3884142950
  • Größe und/oder Gewicht: 21,2 x 14,2 x 3 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 571.217 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung


Urteile und Vorurteile
Ein Blick in die Printmedien lässt auf den ersten Blick vermuten, dass die Psychiatrie alltagstauglich geworden ist: Psychiatrisierung, Schocktherapie, Schizo und Co, Antidepressivum, Tranquilizer usw. sind vertraute und relativ häufig verwendete Begriffe, um nicht zu sagen: Modeworte. Bei näherer Betrachtung erweist sich jedoch dies als Irrtum: nicht die Psychiatrie, wohl aber einige Fachbegriffe sind in den Alltag eingegangen. Und sie haben dabei ihre Bedeutung verändert. Dadurch wird die Kluft zwischen Fachwelt und Alltag nicht leichter, sondern schwerer überwindbar. Nach den Wünschen von Patienten, Angehörigen, Fachleuten und einer wachsenden Öffentlichkeit soll sich dies ändern. Voraussetzung hierfür ist fundiertes Wissen über Meinungen und Vorstellungen zu psychischen Erkrankungen, zur Behandlung, zum Leben psychisch Kranker und zu psychiatrischen Einrichtungen.

Über den Autor

Ulrike Hoffmann-Richter, Jg. 1958, ist Psychiaterin im Unfallmedizinischen Team der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt. Nach der Facharztausbildung für Psychiatrie und Psychotherapie an der Psych. Uniklinik in Köln war sie neun Jahre Oberärztin an der Psych. Uniklinik in Basel. Sie ist Redakteurin der "Psychiatrischen Praxis" und Herausgeberin der Zeitschrift "die Psychotherapeutin". Zahlreiche Veröffentlichungen, im Psychiatrie-Verlag erschien u.a. "Therapie in der Gemeinschaft".

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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Guter Anfang zur Auseinandersetzung mit Vorurteilen, 6. Juni 2001
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Psychiatrie in der Zeitung (Gebundene Ausgabe)
Bei ihrer wissenschaftlichen Inhaltsanalyse von sechs deutschsprachigen Zeitungen mussten sie keine einzige Ausgabe am Kiosk kaufen. Die Mitarbeiter des Basler Medienprojektes unter der Leitung von Ulrike Hoffmann-Richter erfassten komfortabel und methodisch geschickt in den CD-Jahresausgaben (1995) von Spiegel, Zeit, FAZ, Süddeutsche, TAZ und NZZ sämtliche Artikel zu den Themen Psychiatrie, Psychotherapie, Schizophrenie, Psychopharmaka, Elektrokrampftherapie..., einschließlich in "ihrer entfremdenden Form und ihrer Erwähnung in den vielfältigsten Zusammenhängen". Das Ergebnis ist jetzt ein 420 Seiten starkes Buch, das im Titel "Psychiatrie in der Zeitung" trägt. Wie die Psychiatrie in der Öffentlichkeit wahrgenommen wird, wo überall psychiatrische Begriffe, herausgelöst aus ihrem Kontext, auftauchen, deckt die Analyse auf. "Ohne die CD-Rom Technik", so Asmus Finzen in seinem Geleitwort, "wären z.B. so erstaunliche Metaphern wie die »elsässische Schizophrenie« im Sportteil der NZZ oder Kohl als »Antidepressivum der CDU« der Nachwelt kaum überliefert worden. Bei der »elsässischen Schizophrenie« handelt es sich übrigens um die Krankheit eines Fußballvereins, des FC Straßburg, der bei Heimspielen regelmäßig verliert, bei Auswärtsspielen aber ebenso regelmäßig gewinnt." Besonders häufig taucht der Begriff »Schizophrenie« als Metapher in den Ressorts Sport (100 %), Wirtschaft (93 %), Politik (86 %) und Kultur (62 %) auf. Ulrike Hoffmann-Richter konstatiert: "Psychiatrie wird nicht als medizinisches, sondern als gesellschaftliches Thema verstanden." Nach ihrer Ansicht werde das Wissensdefizit nicht wahrgenommen, "weil vermeintlich bekannt ist, was »schizophren«, was »depressiv« ist - oder was ein Tranquilizer". Ob die Zeitungen das verzerrte Bild der Öffentlichkeit von Psychiatrie und Behandlungsmöglichkeiten nur widerspiegeln oder es prägen, könne nicht eindeutig gesagt werden. Außerdem sei es schwierig, "Informationen aus dem Fachgebiet zu übermitteln". Am Schluss verweist Ulrike Hoffmann-Richter darauf, dass die Medienanalyse keine Aussage über die Wirkung bei den Leserinnen und Lesern beinhaltet, denn: "Inhaltsanalyse ist nicht Wirkungsforschung." Das Buch "Psychiatrie in der Zeitung" stellt nicht nur eine Bestandsaufnahme dar, es bietet auch fundiertes Material für alle, die sich mit der Anti-Stigmakampagne beschäftigen. Zugleich liefert es wichtige Impulse für die journalistische Arbeit und für die psychiatrische Wirkungsforschung.
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5.0 von 5 Sternen Herausragende Psychiatrische Wirkungsforschung, 30. März 2001
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Psychiatrie in der Zeitung (Gebundene Ausgabe)
Methodisch hoch differenziert, aber aufgrund des eleganten Stil und der großen Anschaulichkeit der Darstellung und der Argumentation dennoch auch für Laien verständlich, verdeutlicht die Autorin an zentralen Beispielen das Zustandekommen sowie die Verbreitung von (teilweise schlimmen) Vorurteilen über die Psychiatrie, deren Methoden und medikament.Verfahren. Eine Pflichtlektüre nicht nur für Psychiater und alle Psychiatrieinteressierten, sondern vor allem auch für Journalisten und Medienfachleute. Wie spannend Wissenschaft auf dem Prüfstand ihrer Wirkungen sein kann, wird hier vorbildlich vorgeführt. Zweifellos wird dieses Buch Psychiatrie - Geschichte schreiben.
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