Peter Lord Of The Rings Tägtgren is back! Und mit ihm das fünfte und wohl kompaktest und beste PAIN Werk bislang.
Gegründet auf dauerfett krachenden Gitarrenbrettern, gebaut mit tollen teils sehr dicht atmosphärischen Keyboard Melodien, abwechslungsreichen Loops und treffsichersten Elektro- Industrial Fragmenten, und abgedichtet durch eine zermürbend geile Produktion stellt Multipeter sein neuestes Bauwerk vor. Schier perfekt tönt die immer wieder aufs Neue mitreisende Chose. Immer wieder mit coolen Effekten versehen, dennoch nie steril, monoton, oder wie die Vorgänger über weite Strecken nervig, stellen sich zwölf astreine Tanzbudenhits vor, die alle Stärken modern elektronischen Metals wie perfekt vereinen. Lässt der extravagante Opener nur annähernd erahnen, zu welch großen Taten PAIN mittlerweile fähig sind, trifft bereits der trocken smashende Ohrwurm Nailed To The Ground voll ins Schwarze. Packende Rhythmen, satte Härte elektronische Spielereien und alles verdammt treffsicher und nie nervig oder überladen. Ebenso wie der schier unheimlich penetrant groovende Oberhit Zombie Slam, die mit nahezu zwingenden Ohrwurmmelodien versehene Halbballade eines Titelstück, oder das hochmelodisch poppige Clouds Of Ecstacy, absolute Weltklassetracks und unumgängliche Genre Hits. Im Gegensatz zu den bisherigen PAIN Werken, die ja allesamt ihre Meganummern und großen Momente hatten, läst Psalms Of Extinction allerdings keine Verschnaufpause zu, sondern ist voll mit Hochkarätern. Wo bei den drei älteren Geschwistern nämlich immer wieder mal nervig bis belanglose Durchhänger im Gepäck waren, stehen im Jahre 2007 solch verhängnisvoll packende Nummern, wie die atmosphärische Ballade Just Think Again, mit Play Dead ein superb opulentes BJÖRK Cover (vom internationalen 93er Debüt der Isländerin und der neben Post besten Scheibe der kleinen Lady mit der großen Stimme. Anm. Red.) oder der finale Megabrecher Walking On Glass übrigens ein weiterer absoluter Hitgarant! Hochkarätige Gastauftritte wie der von Mikkey Dee (MOTÖRHEAD), Peter Iwers (IN FLAMES) oder Alexi Laiho (CHILDREN OF BODOM) tun nur ihr übriges um Aufsehen auf ein nahezu perfektes Album zu lenken, ein Album, das solche Bonuszuckerln aufgrund seiner Klasse allerdings gar nicht nötig hätte.
Jeder, der auch nur im entferntesten etwas mit elektronisch angehauchten Metal Sound anfangen kann, kommt an Psalms Of Extinction jedenfalls in keinster Weise vorbei. Der bisherige Höhepunkt des PAIN Schaffens und ein Album mit dem der begnadete Peter ohne weiteres in einer Liga mit Elektro Metal Titanen wie ROB ZOMBIE, RAMMSTEIN und Co. mitspielt.
So kann man sich den Einstand beim neuen Label eigentlich nur wünschen...