Produktinformation
|
| 1. Grave | |||
| 2. Allegro | |||
| 3. Largo | |||
| 4. Allemande: Allegro | |||
| 5. Versus 1: Tilge, Höchster meine Sünden | |||
| 6. Versus 2: Ist mein Herz in Missetaten | |||
| 7. Versus 3: Missetaten, die mich drücken | |||
| 8. Versus 4: Dich erzürnt mein Tun | |||
| 9. Versus 5-6: Wer wird seine Schuld verneinen | |||
| 10. Versus 7: Sieh! Ich bin in Sünd | |||
| 11. Versus 8: Sieh, du willst die Wahrheit | |||
| 12. Versus 9: Wasche mich doch rein | |||
| 13. Versus 10: Lass mich Freud und Wonne | |||
| 14. Versus 11-15: Schaue nicht auf meine Sünden | |||
| 15. Versus 16: Öffne Lippen, Mund und Seele | |||
| 16. Versus 17-18: Denn du willst kein Opfer haben | |||
| 17. Versus 19-20: Lass dein Zion blühend dauern | |||
| 18. Amen | |||
| 19. Affetuoso - Presto | |||
| 20. Largo affetuoso | |||
|
| |||
Einer der ganz großen Könner des Parodieverfahrens war Johann Sebastian Bach. Bewundernswert sind seine Wiederverwertungen eigener Vorlagen innerhalb der geistlichen Musik, denn mit wenigen musikalischen Kunstgriffen gelingt es ihm, die bereits vorhandene Musik vollkommen überzeugend einem neuen Text anzupassen. Niemals ging Bach dabei unüberlegt oder oberflächlich vor. Mit derselben Meisterschaft nähert er sich dem "Stabat mater" des 1736 mit 26 Jahren verstorbenen Giovanni Battista Pergolesi. Zweifellos hat den für Neues stets aufgeschlossenen Thomaskantor dieses in einem für die damalige Zeit modernen italienischen Stil komponierte Werk interessiert, aber in der evangelischen Liturgie ist für die Sequenz "Stabat mater dolorosa" kein Platz. Daher musste ein neuer Text unterlegt werden, und Bach traf mit einer deutschen Übertragung des 51. Psalms "Tilge, Höchster, meine Sünden" eine glückliche Wahl. Allein die vielen Kongruenzen, die sich ganz zwangslos zwischen der beziehungsweise in ihrer Satzfolge kaum veränderten Musik Pergolesis und dem sicher sorgsam ausgewählten und angepassten neuen Text ergeben, sind erstaunlich. Noch faszinierender sind jedoch Bachs behutsame Eingriffe in Pergolesis Partitur, wenn es etwa gilt, Passagen zu diminuieren, um mehr Text unterzubringen. Weiterhin fügt Bach an vielen Stellen Stimmen ein oder gibt durch kleine Modifikationen neue rhythmische Impulse. Zur vollen Würdigung dieser Parodie-Leistung empfiehlt es sich, Pergolesis Original vergleichend heranzuziehen.
Thomas Hengelbrock und sein Ensemble erfreuen den Hörer auch auf dieser CD wieder durch präzises, klangschönes und lebendiges Spiel, das die Motorik der Musik, stets vor dem Hintergrund des Textes, in erfrischender Weise umsetzt, ohne überartikuliert zu sein. Hingegen kann der Countertenor Michael Chance leider nicht vollkommen überzeugen: Die gebündelte Energie und Strahlkraft, die seine Stimme früher auszeichnete, scheint mittlerweile leider etwas ermattet. Auch Maya Boogs Tonproduktion ist bei insgesamt schöner Gestaltung nicht immer ganz ausgewogen, und es ist schade, dass das hervorragende Gesamtbild der Aufnahme durch die beiden Hauptprotagonisten ein wenig getrübt ist. --Michael Wersin
Vorgeschlagene Tags zu ähnlichen Produkten(Was ist das?)Setzen Sie den ersten relevanten Tag hinzu (ein Schlüsselwort, das mit diesem Produkt in engem Zusammenhang steht).
|
|
Das Forum zu diesem Produkt
Fragen stellen, Meinungen austauschen, Einblicke gewinnen Aktive Diskussionen in ähnlichen Foren
Kundendiskussionen durchsuchen
|
Ähnliche Foren
|
||||||||||||||||||||||||||||||||||