Von Manu Chao selbst stammte einst der Satz: "Der einzige Musiker, der sich Weltmusiker nennen darf ist Bob Marley". Dieser von einer sympathischen Bescheidenheit geprägte Satz ist spätestens nach "Proxima Estacion Esperanza" nicht mehr gültig.
Eröffnet durch eine Hommage an eben diesen Weltmusiker zieht sich der geschickt gesponnene rote Faden durch das Album, wie durch kein anderes Werk der Musik. Der Hörer begibt sich auf eine Reise an viele, dem Bewußtsein der Weltöffentlichkeit verborgen gebliebene Schauplätze. Über "Eldorado", einem Ort in Brasilien, in dem es 1997 zu einem Massaker kam, durch welches zahlreiche landlose Bauern ihr Leben verloren, geht es durch das Lied "Denia" ins arme Algerien.
"Denia" ist bereits 1999 in Zusammenarbeit mit Idir,einem im französischen Exil lebenden Algerier, entstanden und auf dessen Album "identités" unter dem Namen "A Tulawin" erschienen. Ein wunderschönes Lied, indem Manu sogar auf Arabisch singt.
Auch die herzerfrischende Glückseligkeit kommt bei diesem Album mit Liedern wie "La Primavera", "Me Gustas Tu" und "Trapped by Love" nicht zu kurz. Das ist eben diese inspirierende Mischung, von allem die richtige Prise, um auch im mitunter hektischen Alltag nie den Blick für das Wesentliche zu verlieren.
Diese CD anzuhören ist wie eine abwechslungsreiche Reise durch die Welt. Deshalb meine uneingeschränkte Kaufempfehlung für Jedermann und natürlich 5 Sterne, die ich wohl noch nie so gerne vergeben habe, wie für dieses Album.