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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
außergewöhnliches Buch,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Provinzialismus: Ein physiognomisches Panorama (Taschenbuch)
Bohrers Buch "Provinzialismus" hat mich begeistert. Seine Ansätze sind ungewöhnlich und eröffnen neue Perspektiven. Bohrer pfeffert den kleinbürgerlichen Eliten der Berliner Republik ihre ganze Permissivität und (historische) Begrenztheit entgegen. Er dechiffriert damit eindrucksvoll die Drittklassigkeit der arrivierten 68er Schickeria, die angekommen an den Futtertrögen der Macht heute diskursfrei herrscht. Insgesamt: lesens- und empfehlenswert.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Hochaktuelle und erfrischende Diagnose,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Provinzialismus: Ein physiognomisches Panorama (Taschenbuch)
Das Buch versammelt Aufsätze aus den Jahren 1982 bis 2000, die meisten zuerst erschienen in der von Bohrer mitherausgegebenen Monatszeitschrift "Merkur". Die Themen reichen von Falkland- und erstem Irakkrieg über die Bonn-Berlin-Frage, Fernsehen und deutsche Schlager, Helmut Kohl bis hin zur Bubis-Walser-Debatte. Ein Thema ist jeweils Anlass fuer weitreichende, auch heute hochaktuelle Analysen, speziell für Analysen der Verfassungdeutscher Eliten in Politik, Wissenschaft und Kultur. Eine Konstante ist Bohrers Sympathie für politisch-kulturelle Traditionen und Eliten des "Westens", d.h. vor allem Englands, Frankreichs und der USA. Zu den erklärten Gegnern hierzulande gehören eine "Kultur der Betroffenheit" und "mausgraues Mittelmass". "Provinzialismus" habe in Deutschland seit den Bohrers Kritik ist bewußt provokativ, ironisch, direkt und damit häufig ein massiver Angriff auf Deutschlands mainstream-Intellektuelle bzw. das vorherrschende öffentliche Meinungsklima. Bohrer diagnostiziert Versagen bzw. "Vakuum", woimmer eine Notwendigkeit (und sicherlich nicht kleine Herausforderung) besteht, ein Gegengewicht zu einem durch provinziellen Stil und provinzielles Denken geprägtes Selbstverständnis Deutschlands zu schaffen. Dort, wo Deutschland als Nation gefordert ist - zum Beispiel in seiner Aussenpolitik oder, harmloser aber symptomatisch, in seinen bundesweiten öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten - handele und denke es provinziell. Für den harten Kern der Betroffenheitsfraktion dürfte das Buch kaum lesbar sein, zu sehr stellt es an vielen Stellen ihre Grundsätze in Frage. Allen anderen, vor allem denen, die Spass an intelligentem Widerspruch gegen vorherrschende Meinungen haben, sei das Buch dagegen sehr empfohlen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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