Ja um mit dem positiven anzufangen - wirklich klasse, mit welcher Detailgenauigkeit, mit welchem Einfühlungsvermögen und mit welcher Erinnerung für Dialoge der Autor den Ablauf des Landmark Forums schildert. Ich habe selber an dem Forum teilgenommen, und fand es eine große Bereicherung, das Forum noch mal mit dem Abstand des Lesers innerlich vorbeiziehen zu lassen, und vor allem auch die Struktur mit etwas mehr Distanz besser erkennen zu können. Insofern kann ich nur jedem empfehlen, der auch mal reinschnuppern möchte, die Seiten 1-176 zu lesen. Um es klar zu sagen : Ich finde die Inhalte und Einsichten, die in dem Landmark-Forum vermittelt werden, nach wie vor sehr hilfreich und wichtig, und sie decken sich im Kern übrigens sehr stark mit den Lernzielen der kognitiven Verhaltenstherapie, nur mit einer sehr viel unschärferen Terminologie, und einer ganz anderen Art und Weise der Vermittlung und des Lernsettings. Auch der philosophische Hintergrund von Landmark und kognitiver Verhaltenstherapie sind sehr ähnlich (Stoiker-Epiktet): Nicht die Dinge an sich bringen Freud oder Leid, sondern die Art und Weise, wie ich über sie denke und welche Bedeutung ich ihnen gebe. Ich kann auch im Ansatz verstehen, dass der Autor nach dem Forum in die Zustände gekommen ist, die er auf den Seiten 177 folgende beschreibt. Daraus leitet sich für mich die plausible Frage ab, ob ein Crashkurs-Setting wie das Landmark-Forum auch gewisse Gefahren birgt, einfach weil der Erkenntnisprozeß zu schnell und eventuell zu unorganisch abläuft. Die Schlußfolgerungen, die der Autor aus seinen Erfahrungen getroffen hat, sind zwar auch als Abwehr- und Selbstschutzmnaßnahme in einer solchen Situation nachvollziehbar und verständlich, ich kann sie jedoch in der Form nicht teilen, und finde sie auch nicht durchdacht und schlüssig. Daher der Abstrich in der Sternenwertung - 4 Sterne !